Der Facebook Edge Rank Algorithmus

(Last Updated On: 6. September 2017)

Wenn Sie verstärkt Social Media Marketing betreiben, kommen Sie heutzutage um die Plattform Facebook nicht mehr herum. Eine große Rolle in der Platzierung Ihrer Inhalte spielt hierbei der Facebook Edgerank-Algorithmus. Edge Rank bestimmt, welche Inhalte der Besucher in seinem Feed zu sehen bekommt. In diesem Beitrag klären wir die wichtigsten Eigenschaften des Facebook News Feed Algorithmus auf und räumen einige Mythen beiseite.

Was ist der Facebook Edgerank-Algorithmus?

Offiziell heißt der Algorithmus „Facebook News Feed Algorithm“. Der Name EdgeRank wurde von den Medien geprägt. Der Algorithmus bestimmt, was ein Facebook-Nutzer in seinem NewsFeed zu sehen bekommt. die drei wichtigsten Faktoren hierzu sind

  • die Intensität der Beziehung zwischen Absender und Empfänger
  • die Gewichtung des Inhaltes anhand seiner Interaktionen mit der Leserschaft
  • die Zeit, die seit der Veröffentlichung des Inhaltes vergangen ist

Was bestimmt meine Platzierung im Facebook News Feed?

Jedoch sind dies bei weitem nicht alle Einflussfaktoren. Facebook ist bei der Aktualisierung seiner Algorithmen mittlerweile genau so emsig wie Google. Selbstverständlich werden Beiträge, die als Anzeigenschaltung herein kommen, bevorzugt behandelt. Deswegen erntet die Plattform an dieser Stelle häufig Kritik: Der Algorithmus sei so vom Betreiber konzipiert, dass Seitenbetreiber dazu angehalten werden, Anzeigen zu schalten. Jedoch wird dem Algorithmus auch eine Positivfunktion zugesprochen, denn der Algorithmus ist dafür zuständig, dem Anwender möglichst nur eine auserlesene Zusammenstellung von Beiträgen zu zeigen. Jeder Facebook-Nutzer hat heutzutage eine Vielzahl von Interessen, Seiten und Gruppen gesammelt, die ein Indikator für seine Interessen sind. Der Durchschnitts-Facebook-Nutzer könnte demnach nach seiner Anmeldung mehrere tausend Beiträge pro Tag bekommen, wenn die von ihm abonnierten Inhalte ungefiltert durchgewunken werden.

Wer sich tagtäglich mit Spam-Mails konfontriert sieht, der weiß, dass ungefilterte Inhalte schon im zweistelligen Bereich nervend sind. Somit würde jeder Benutzer schon nach kurzer Zeit der Plattform den Rücken kehren, wenn er täglich gegen eine solche Informationsflut ankämpfen muss.

Aus diesem Grund untersucht Facebook die Beiträge, welche Seitenbetreiber beispielsweise aus dem Ärmel leiern, auf ihre Relevanz. Hierbei zählt bei der Relevanz nicht nur die isolierte Betrachtung des Beitrages an sich, sondern vor allen Dingen in Konkurrenz zu ähnlichen Inhalten. Das heißt, wenn Sie als Seitenbetreiber auf Facebook Inhalte posten, reicht es nicht, diesen bloß zu veröffentlichen, damit dieser im News-Feed Ihrer Abonnenten landet. Denn Ihre Abonnenten haben häufig andere Seiten mit gleicher Thematik abonniert, und wenn diese Beiträge mit ähnlichen Inhalten veröffentlichen, kämpfen Sie mit diesen Seitenbetreibern um die Relevanz Ihrer Beiträge bei den Besuchern. Das ist ähnlich wie bei einer Suchmaschine: Nur die Inhalte mit der höchsten Relevanz werden den Besuchern am Ende zu Füßen gelegt.

Das heißt, das zentrale Stichwort, welches bestimmt, ob Ihre Beiträge auch von der Facebook-Besucherschaft gesehen werden, ist Relevanz. Relevanz wird grundsätzlich von drei Faktoren bestimmt

  • Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Mehrwert des Inhaltes
  • Interaktionsfähigkeit

Das heißt Ihre Beiträge müssen zu der Zeit veröffentlicht werden, an welcher die Interessensgruppe online ist, der Inhalt Ihres Beitrags muss einen Mehrwert liefern, und er muss zur Interaktion anlegen (Liken, Teilen usw.)

Social Media Automatisierung als wichtiger Treiber

Wenn Sie sich diese Kriterien ansehen, werden Sie zunächst das Gefühl bekommen, dass Facebook Sie als Seitenbetreiber versklaven will. Einerseits sollen Sie hochwertigen Inhalt produzieren, andererseits will Facebook aber auch, dass Sie sich an bestimmte „Sendezeiten“ halten. Doch dieses Problem kriegen Sie mit einem Stichwort in den Griff: Automatisierung. Das fängt schon bei der Produktion Ihrer Inhalte an. Wenn Sie beispielsweise ein Video veröffentlichen, sollten Sie viele Teilprozesse der Produktion auslagern oder automatisieren, etwa die Erstellung von Untertiteln für das Video oder die Erstellung von mehrsprachigen Kopien. Auch das Veröffentlichen des Inhaltes zu einer gewissen Uhrzeit lässt sich automatisieren. Zwar bevorzugt Facebook grundsätzlich Inhalte, die nicht über eine API-Schnittstelle, sondern direkt über den Beitrag Verfassen-Dialog erstellt wurden, jedoch ist ja gerade die Argumentation hinter der API-Fähigkeit von Facebook, dass Sie als Seitenbetreiber dank der zunehmenden Automatisierung mehr Zeit für das Verfassen hochwertiger Beiträge haben. Diese werden dann freilich, trotz automatisierter Veröffentlichung, eine bessere Relevanz haben als der manuell erstellte Content, zumindest auf lange Sicht.

 

Facebook EdgeRank: Politik und die Bundestagswahl

Facebook EdgeRank: Politik und die Bundestagswahl haben aktuell Vorrang

Der News Feed Algorithmus ist mittlerweile sehr intelligent. Daher erkennt dieser auch beispielsweise mittlerweile mit zunehmender Trefferquote das sogenannte Like- oder Click-Baiting, also das Auffordern zum Liken und Teilen des Beitrags oder zum Besuch einer Landing Pages, beispielsweise als Textaufforderung in einer Bildunterschrift. Facebook hat angekündigt, diese Beiträge vermehrt herauszufiltern. Denn diese Praktik wird häufig von den Benutzern als störend empfunden. Zur Erkennung dieser Spielereien benutzt der Algorithmus vielerlei Indikatoren. Beispielsweise misst Facebook etwa die Verweildauer des Besuchers auf der Folge-Seite in seiner Facebook-App. Ist diese vergleichsweise gering, die Klickrate jedoch sehr hoch, deutet dies auf einen ClickBait-Beitrag hin.

Das Ranking Ihrer Postings wird jedes mal einzeln berechnet. Das bedeutet, der Bekanntheit Ihrer vergangenen Posts hat einen relativ geringen Einflussfaktor auf das Ranking Ihres aktuellen Beitrags. Dies ist eine gute Einstiegsmöglichkeit für Neuankömmlinge und stellt hierbei auch gleichzeitig hohe Ansprüche an Platzhirsche. Der Mehrwert des Inhaltes wird unter anderem von seiner Aktualität abhängig gemacht. So werden aktuell beispielsweise bevorzugt Beiträge zum Thema Politik gezeigt, da die Bundestagswahl 2017 vor der Tür steht.

Aber auch die Ausgestaltung des Inhaltes macht viel her. Wenn Sie Ihren Inhalt multimedial gestalten, also gut strukturierten Text mit Bildern oder Video kombinieren, behandelt Sie der News Feed bevorzugt. Deswegen sind Infographics in Verbindung mit einer kurzen Textbeschreibung aktuell so beliebt, da sie einen relativ geringen Gestaltungsaufwand im Vergleich zu einem Video mit einem guten Rating im Newsfeed kombinieren.

Ein weiterer wichtiger Indikator für die Relevanz eines Beitrages sind seine Social Signals, also Backlinks und Querverweise von anderen Webseiten, Facebook-Seiten u. v. m. Hier lohnt es sich, ein gutes Promoting-Netzwerk aufzubauen. Wenn Sie sich hier mit anderen Seitenbetreibern zusammen tun, können Sie beiderseits davon profitieren.

 

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