Online-Business mit einem eigenen Server betreiben

(Last Updated On: 5. Juli 2017)

Jeder will heutzutage ein Online-Startup gründen und online Geld verdienen. Aber nur wenige beschäftigen sich mit der Thematik und setzen den Traum tatsächlich in die Tat um. Eine große Offensive in meinem Blog wird eine Artikel-Serie über die Eröffnung eines Online-Businesses sein. Hierbei werde ich Ihnen Schritt für Schritt zeigen, wie Sie im Web 2.0 Ihr eigenes Online-Business betreiben, ganz gleich ob als Blogger, Online-Shop-Betreiber, Dozent, Autor, Software-Entwickler oder Dienstleister. Hierzu werde ich Ihnen verschiedene Serien an die Hand geben.

  • Serie 1: Wie Sie mit einem eigenen Server Ihre persönliche Online-Präsenz aufbauen (diese Serie)
  • Serie 2: Wie Sie von 0 auf eine Geschäfts-Seite oder einen Blog mit WordPress aufbauen
  • Serie 3: Wie Sie von 0 auf mit Magento oder WooCommerce einen Online-Shop aufbauen
  • Serie 4: Wie Sie von 0 auf als Dozent mit WordPress eine Online-Akademie aufbauen
  • Serie 5: Wie Sie effektives Online Marketing betreiben (inklusive Markt-Analyse, Online-Strategie, Copywriting und Content Marketing, Affeliate-Marketing, Suchmaschinen-Optimierung, Social Media- und E-Mail-Marketing, Implementierung von Web Analytics)

In dieser Serie beschäftigen wir uns mit der technischen Basis eines jeden Online-Businesses: Dem Server für Ihre Website. Sie wollen einen Server aufsetzen, um Ihren eigenen Blog, Ihre eigene Business Seite oder unter Anderem auch Kunden mit eigenen Webpräsenzen zu verwalten? Dann ist meine Tutorial Serie zu diesem Thema genau das Richtige für Sie.

Mit dem eigenen Server Blog, Akademie, Online-Shop und Geschäftsseite aufbauen

Diese Tutorial-Serie eignet sich wunderbar für

  • Startups und Unternehmer im Allgemeinen, die im Internet Geschäfte machen wollen und dazu beispielsweise einen Server für einen Online-Shop oder eine Geschäfts-Seite mit umfangreichem Blog brauchen. Dabei wollen Sie möglichst unabhängig von einem externen Dienstleister sein und Ihren Server selbst betreuen oder im zweiten Schritt von einem internen Mitarbeiter betreuen lassen.
  • Digitale Nomaden und Fachexperten, die Ihr Wissen online vermarkten und mit dem Anbieten von Premium Content oder Affiliate Marketing online Geld verdienen möchten.
  • Studenten und Fachexperten, die sich online eine Plattform für Ihr Bewerber- oder Experten-Profil schaffen wollen.
  • Informatiker, die genau dieses Kunden-Klientel auf ihren eigenen Servern betreuen und mit dieser Dienstleistung Geld verdienen wollen
Online Geld verdienen mit einem schnellen VServer: SSD-Hosting ist der neue Trend

Viele Server gibt es heutzutage schon mit schnelleren SSDs anstatt mit Magnet-Festplatten. Die Feinheiten erkläre ich Ihnen im Verlaufe dieser Serie.

Wenn Sie schon immer einmal einen eigenen Blog, einen eigenen Online-Shop, ein Online-Forum oder eine Geschäftsseite betreiben wollten, ohne sich dabei auf die Arbeit von Anderen verlassen zu müssen, ist diese Tutorial-Reihe die richtige für Sie. Viele meinen, der Weg zum eigenen Online-Business ist schwer und muss durch viele Consulting-Stunden bei einem IT-Experten bezahlt werden. Andere Fertig-Pakete wie beispielsweise ein einfacher Webspace bringt häufig einige Nachteile in der Flexibilität, im Funktionsumfang und in der Performance mit sich.

Diese Tutorial-Serie ist sehr aufwendig und zielt darauf ab, alle wesentlichen Aspekte des technischen Betriebs einer Online-Präsenz abzudecken. Sie bekommen hier kein billiges 10-seitiges E-Book in die Hand gedrückt, in welchem ich Google-Salat zusammengemischt habe, sondern eine Schritt-für-Schritt-Guideline von einem Fachexperten, der selbst Kunden auf seinen eigenen Servern betreut. Diese Serie lebt nicht davon, Ihnen Wissen beizubringen, welches Sie sich selbst zusammen suchen können. Statt dessen liefere ich hier Best Practice Ansätze, die sich über langjährige Erfahrung entwickelt haben, damit Sie nicht die Fehler machen, die ich anfangs gemacht habe.

Diese Serie wird folgende Inhalte abdecken:

  • Lektion 1: Die technischen Grundlagen, die wir in diesem Tutorial implementieren werden (dieser Beitrag)
  • Lektion 2: Kaufberatung und Erstkonfiguration Ihrer Domain (kostenloses E-Book, Erwerb über E-Mail-Newsletter). Herausgabe-Datum: 10.07.2017
  • Lektion 3: Erstinstallation und Konfiguration von Server inklusive Grund-Absicherung, Website, Datenbanken, Backups und E-Mail inklusive Erst-Installation von WordPress.  (kostenpflichtiges E-Book, Erwerb für 6,99 €, herausgabedatum 20.07.2017)
  • Lektion 4: Härtung und Absicherung Ihres Servers (kostenfreier Blog-Beitrag hier im Blog, Herausgabe-Datum 30.07.2017)
  • Lektion 5: Performance-Optimierung Ihres Servers bei gestiegener Besucherzahl (kostenpflichtiges E-book, Erwerb für 2,99 €, Herausgabedatum 01.08.2017)
  • Lektion 6: Experten-Wissen, Test-Server einrichten, Plesk-Extensions, Wie Sie mehrere Kunden auf einem Server betreiben (Kostenpflichtiges E-Book, Erwerb für 3,99 €, Herausgabedatum 15.08.2017).
  • Lektion 7: Wie Sie Ihre Domain, Ihre Plesk-Installation und Ihre Website zwischen zwei Anbietern umziehen (kostenloser Blog-Beitrag hier im Blog, Herausgabe-Datum 26.08.2017)

Ich zeige Ihnen, wie Sie einen Server von 0 auf aufsetzen. Der Server, den wir uns in diesem Tutorial zusammen stellen werden, eignet sich wunderbar, um alle möglichen Anwendungen, darunter Blogs, Online-Shops und mehr, zu betreiben. Folgende Features wird unser Server bieten, lassen Sie sich dabei von technischem Kauderwelsch erst einmal nicht abschrecken:

  • Ich berate Sie beim Erwerb eines Servers und der Domains (beispielsweise ihr-name.com) und zeige Ihnen die verschiedenen Fallstricke bei der Bestellung und die Unterschiede zwischen den Anbietern auf. Dabei überlasse ich die Wahl des Anbieters komplett Ihnen. Die Serie ist also nicht auf die Wahl eines Anbieters gebunden.
  • Ich lege Ihnen dar, warum ich mich für die einzelnen Produkte und Technologien (wie beispielsweise Onyx Plesk) entschieden habe und zeige Ihnen die auf dem Markt verfügbaren Alternativen auf. Somit können Sie sich selbst ein Bild über die Lage machen.
  • Das Tutorial ist auf dem aktuellen Stand der Technik und verwendet daher aktuelle Software. Keine veralteten Beschreibungstexte
  • Ich zeige Ihnen, wie Sie die Performance Ihres Webservers Schritt für Schritt verbessern. Dabei hangeln wir uns von einer Performance-Option zur nächsten Schritt für Schritt hoch. Gegen Ende unseres Tutorials werden Sie dazu in der Lage sein, auf Ihrem Server einen Online-Shop zu betreiben, der mehrere tausend Besucher pro Tag bedienen kann.
  • Ich zeige Ihnen, wie Sie auch alte PHP-Anwendungen, die noch unter PHP5 laufen, auf Ihrem Server betreiben können und welche Stolpersteine es beim Umzug von veralteten PHP-Anwendungen gibt.
  • Ich zeige Ihnen, wie Sie einen Linux-Server so einrichten, dass er stabil und sicher läuft und sie noch lange Spaß damit haben werden.
  • Sie können mit meiner Lösung mehrere Domains, und damit auch mehrere unterschiedliche Webanwendungen, auf Ihrem Server hosten. Dabei ist es egal, ob Sie die Webanwendungen unter komplett unterschiedlichen Domains (meinblog.com und meinshop.com) oder unter verschiedenen sogenannten Subdomains (blog.mein-name.com und shop.mein-name.com) betreiben wollen.
  • Ihr Server dient auch als E-Mail Server. Sie können so viele E-Mail-Postfächer einrichten wie Sie wollen und auch direkt über Ihre eigene E-Mail Adresse E-Mails verschicken. Sie bekommen eine Weboberfläche zum Abruf der E-Mails, können diese jedoch auch über klassische E-Mail Clients wie Outlook und Mozilla Thunderbird abrufen. Sie haben die Möglichkeit, Abwesenheitsbenachrichtigungen und Mail-Weiterleitungen einzurichten und können Spam E-Mails über einen Spamschutz und eigens erstellte Spam-Filter aus Ihrem Posteingang beseitigen. Zudem richten wir einen serverseitigen Virenscanner ein, damit Sie einen gewissen Schutz gegen schädliche Mail-Anhänge bekommen.
  • Ich zeige Ihnen, wie Sie Ihren Server möglichst sicher gegen automatisierte und manuelle Hacker-Angriffe, Manipulations-Versuche und „Negative SEO“ machen.
  • Ich zeige Ihnen, wie Sie mit Onyx Plesk eine Weboberfläche integrieren, die es Ihnen durch ein paar simple Mausklicks ermöglicht, neue Websiten einzurichten, Content Management Systeme zu installieren, E-Mail-Adressen zu verwalten, ohne dass Sie ein Linux-Experte sein müssen.
  • Ich zeige Ihnen, wie Sie automatisiert Backups auf ein anderes Gerät  bei sich zu Hause machen.
Online Geld verdienen mit eigenem Server VServer Root Server

Die technische Grundlage eines jeden guten Online-Business ist eine sauber betriebene Server-Landschaft

Grundsätzlich brauchen Sie für dieses Tutorial keinerlei Vorkenntnisse im Umgang mit Web-Technologien, Linux und Servern. Es schadet grundsätzlich nicht, wenn Sie sich von dieser Guideline inspirieren lassen und anfangen, sich mit der Thematik zu beschäftigen, denn es ist ein wirklich schönes Hobby. Der Weg zu Ihrem eigenen Online-Business ist Ihnen aber nicht versperrt, nur weil Sie in diesen Bereichen nicht vorgebildet sind.

In den Newsletter einschreiben und kostenloses E-Book zur Kaufberatung bekommen

Dies ist der erste Teil dieser Tutorial-Serie. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, aus welchen technischen Komponenten diese Tutorial-Serie aufgebaut ist. In dieser Zeit können Sie sich in einen Newsletter eintragen, um den zweiten Teil bei Release als kostenfreies E-Book zu bekommen. Dieses E-Book zeigt Ihnen die Ersteinrichtung eines V-Servers und ist dabei möglichst anbieterneutral geschrieben.

Bequem und einfach Websiten hosten und betreiben mit Onyx Plesk

Wenn Sie an den Betrieb eines eigenen Servers denken, denken Sie vielleicht an weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund, in den man eine Kakophonie aus Befehlen eingeben muss, um einfachste Tätigkeiten durchzuführen. Dies ist nicht richtig. Sind wir mit unserer Einrichtung fertig, werden Sie als Betreiber eine einfache Weboberfläche haben, mit der Sie wichtige Aufgaben wie das Anlegen neuer Websiten, E-Mail Adressen oder Datenbanken zum Speichern Ihrer Daten einfach erledigen können. Auf der sogenannten Shell werden Sie sich nur bewegen müssen, um eine initiale Einrichtung durchzuführen – und diese wird Ihnen im weiteren Verlauf dieses Tutorials gezeigt, welchen Sie bekommen, wenn Sie sich in das Newsletter-Formular in diesem Beitrag eintragen.

Sie wollen gleich wissen, was das Tool kann? Ich kann es am besten beschreiben, wenn ich Ihnen die Oberfläche einfach mal zeige.

Website auf eigenem Server hosten mit Onyx Plesk

Hier sehen Sie die Weboberfläche von Onyx Plesk. Bereits auf einer Seite haben sie alle wichtigen Einstellungen und Features im Blick, ohne einen einzigen Mausklick machen zu müssen.

  1. Auf ganz einfache Art und Weise neue Websiten und Domains einrichten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie zwei verschiedene Seiten auch unter zwei unterschiedlichen Domains (wie etwa mein-name.com und mein-business.com) oder unter zwei verschiedenen Subdomaisn (wie blog.mein-name.com und shop.mein-name.com) betreiben wollen.
  2. Easy E-Mail-Verkehr für eine dieser Domains einrichten
  3. Wenn Sie eine Datenbank für Ihre Webanwendung brauchen, um Daten zu speichern (Webanwendungen wie WordPress, Joomla oder Drupal brauchen immer eine Datenbank) können Sie dies ebenfalls ganz einfach hier tun
  4. Für Plesk gibt es eine große Community von Addon-Entwicklern. Diese Addons können Sie beispielsweise installieren, um weitere Programmiersprachen (außer PHP) oder Sicherheits-Features wie Mehrfaktorauthentifizierung zu integrieren.
  5. Sie können mehrere User anlegen und sind damit dazu in der Lage, mehrere „Kunden“ auf einem einzigen Server  zu betreiben. Jeder Kunde hat seine eigene Weboberfläche und hat nur Zugriff auf die Verwaltung seiner eigenen Seiten.
  6. Blitzschnell einen FTP-Zugang einrichten, damit Sie neue Dateien auf Ihren „Webspace“ hochladen können
  7. Per Mausklick die Version von PHP (der Interpreter-Sprache, auf welcher die meisten Websiten laufen) ändern, ohne irgendein Gefummle an einer Textdatei oder Eingabe von kryptischen Kommandos in eine Text-Konsole
  8. Sehr einfach die Einstellungen des von Ihnen verwendeten Webservers ändern und sogar den verwendeten Webserver wechseln (beispielsweise von Apache auf nginx)
  9. Ohne Probleme neue E-Mail-Adressen und Weiterleitungen auf andere E-Mails einrichten.
  10. Problemlos SSL/TLS-Zertifikate einspielen, die Sie beispielsweise brauchen, um eine vertrauenswürdige HTTPS-Verschlüsselung für einen Online-Shop gewährleisten zu können
  11. Plesk kümmert sich selbst um das Updaten seiner Softwarekomponenten und Addons, wenn Sie es dazu veranlassen
  12. Sofort beliebte Webanwendungen wie WordPress, Drupal oder Joomla installieren. Plesk nimmt Ihnen also die Konfiguration ab.
  13. Einfach eine Domain, die Sie sich gesichert haben, in der Plesk-Oberfläche anlegen, um unter dieser Domain eine neue Website zu betreiben.

Grundsätzlich kostet Onyx Plesk Geld. Meistens zahlen Sie zum Betrieb von Onyx Plesk um die 3 € / Monat zusätzlich zur eigentlichen Server-Gebühr oben drauf. Es gibt kostenlose Alternativen zu Onyx Plesk, die ich Ihnen allerdings nicht empfehlen würde, weil sie aus meiner Erfahrung heraus einen viel größeren Aufwand mit sich bringen und dieser Zusatz-Aufwand die geringe Ersparnis von einem Starbucks-Kaffee pro Monat nicht wert ist. Nehmen Sie lieber was gescheites und haben Sie Freude damit.

Warum wir in diesem Tutorial explizit einen Server betreiben

Online Geld verdienen mit eigener Domain

Wer online Geld verdienen will, muss nicht nur im Content, sondern auch in der Server-Administration in die Tasten hauen.

Natürlich können Sie ein klassisches Online-Business auch mit einem klassischen Webhosting-Paket abbilden. Webhosting-Pakete sind in der Regel im Monat noch etwas günstiger, zumindest wenn man nur eine einzelne Seite auf ihnen betreibt. Ein eigener Server lohnt sich preislich meist erst, wenn man mehrere Domains, meist 3 oder mehr, betreiben möchte. Dann ist ein einzelner Server meist günstiger als sich ein entsprechendes Webhosting-Paket zu buchen.

Heutzutage liefern gute Webhosting-Pakete auch zumindest einen sehr rudimentär gestalteten Zugriff auf das Linux-Betriebssystem. Hier haben Sie halt nur nicht die vollen Berechtigungen. Das heißt für Sie im Klartext, dass Sie im Grunde dieses Tutorial nehmen und auch auf ein normales Webhosting-Paket anwenden können. Sie werden nur nicht alles umsetzen können, weil Ihnen die entsprechenden Berechtigungen fehlen, aber zumindest einen Teil davon.

Wenn Sie online Geld verdienen wollen, sollten Sie zu einem Server greifen

Jedoch empfehle ich grundsätzlich immer dann einen dedizierten Server zu betreiben, wenn Sie vor haben, mit online Geld zu verdienen. Wenn Sie lediglich eine einzelne Geschäfts-Website betreiben wollen, ist ein Webhosting-Paket für Sie noch ausreichend.

Sobald Sie aber einen Blog oder Online-Shop betreiben, E-Books und Songs verkaufen, Webinare halten oder sonstwie online Geld verdienen möchten, sollten Sie einen Server in Betrieb nehmen. Dieser bietet Ihnen die notwendige Flexibilität, die Sie in einem Webhosting-Paket nicht haben. Im Laufe dieses Tutorials wird Ihnen klar werden, was ich damit meine. Meiner Erfahrung nach ist ein Webhosting-Paket in der Regel nicht dazu geeignet

Ein eigener Online Shop braucht immer auch einen leistungsfähigen Server

Ein eigener Online Shop braucht immer auch einen leistungsfähigen Server. Ausnahme: Public Cloud Services wie Shopify

  • einen komplexen Online-Shop zu betreiben. Denn hier müssen Module für beispielsweise Paypal-Bezahlung, ERP-Anbindung u. v. m. durch Tätigkeiten auf Betriebssystemebene angebunden werden
  • Automatisierte Backups auf einen anderen Standort zu gewährleisten. Dies gilt freilich nicht immer, da beispielsweise WordPress mit seinem Jetpack-Addon einen kostenpflichtigen Backup-Service anbietet. Mit einem klassischen Webhosting-Paket ist es Ihnen jedoch meist nur möglich, Backups auf dem gleichen Server zu speichern, auf dem Sie Ihre Website betreiben.
    Das wiederum macht keinen Sinn, weil die Backups mit dem Server zugrunde gehen, wenn beispielsweise der Anbieter angegriffen wird oder ein Problem mit dem Verlust von Kunden-Daten hat.
  • eine Top-Performance für eine Website mit mehreren hundert Besuchern pro Stunde zu gewährleisten. Denn hierzu ist eine intelligente Konfiguration der Betriebsumgebung notwendig, die zwingend administrativen Betriebssystem-Zugriff erfordert. Desweiteren teilt man sich bei einem Webhosting-Paket häufig die Hardware-Ressourcen mit anderen Kunden.
    Das heißt der Anbieter sichert hier einem nicht ein bestimmtes Kontingent an CPU-Leistung und Arbeitsspeicher zu. Diese Leistung kann man von einem guten Anbieter für einen dedizierten Server hingegen erwarten.
  • komplizierte Content Management System wie beispielsweise Atlassian Confluence oder einen Magento Shop zu betreiben. Die Standard-Anwendungen wie WordPress, Joomla oder Drupal funktionieren in der Regel immer, aber sobald es komplizierter wird und man beispielsweise eine komplizierte Laufzeitumgebung dafür aufbauen muss, sieht man meistens ins Leere.

Grundsätzlich gibt es solche Server auch als „Managed“ Lösung. Managed Server werden von einem Experten für Sie betrieben. Wenn Sie etwas an Ihrer Server-Konfiguration ändern müssen, geben Sie dem Kundendienst bescheid und dieser kümmert sich dann um die Implementierung. Dafür kosten Managed Server meistens wesentlich mehr als eigenverwaltete Server. In diesem Tutorial werde ich Ihnen explizit zeigen, wie Sie Ihren Server auf eigene Faust betreiben. Sie können jedoch auch jederzeit in Erwägung ziehen, zu einer Managed-Lösung zu greifen. Sie können auch direkt von mir so eine Managed Lösung beziehen und mich die entsprechenden Schritte für Sie erledigen lassen.

V-Server gegen Root-Server

Wenn Sie sich für einen Server entscheiden, stoßen Sie häufig auf die Begriffe „V-Server“ bzw. „Virtual Private Server (VPS)“ und „Root Server“. Rein logisch bzw. technisch betrachtet unterscheiden sich die Produkte heute kaum noch, sie sind eher aus der Historie gewachsen. Heutzutage verbirgt sich hinter diesen Begriffen nur noch reines Marketing. Beide Server-Typen sind in der Regel virtualisiert, auch Root-Server. Sie bekommen heutzutage nur noch selten einen Root Server, der wirklich als alleiniger Knoten auf einer Hardware zum Anfassen betreiben wird. Statt dessen werden meist mehrere Root Server in einer virtuellen Umgebung auf der selben Hardware parallel betrieben.

Technisch gesehen unterscheiden sich die Begriffe V-Server und Root Server folgendermaßen. Bei einem V-Server gibt es ein einziges installiertes Server-Betriebssystem. Auf diesem Betriebssystem ist eine Software installiert, die mehrere „virtuelle Server-Umgebungen“ bereit hält, auf denen unterschiedliche Nutzer so arbeiten können, als hätten sie ihr eigenes Betriebssystem. Für Sie als Kunden sieht es also so aus, als hätten Sie Ihr komplett eigenes Betriebssystem, obwohl Sie in Wahrheit zusammen mit anderen Kunden auf ein und demselben Betriebssystem ihre virtuelle Umgebung zur Verfügung gestellt bekommen.

Root Server vs VServer Tutorial

I am Root: Auch wenn Sie mit einem VServer grundsätzlich nichts falsch machen. In meinem Tutorial arbeiten wir grundsätzlich erstmal mit einem Root Server

Bei einem Root Server hingegen hat jeder Kunde hingegen sein eigenes Betriebssystem, bekommt also diese abgeschottet Umgebung nicht vorgegaukelt. Der Anbieter Ihres Servers hat beim V-Server-Modell den Vorteil, dass er nicht so viel Ressourcen-Overhead hat, wenn er nicht jedem Kunden sein eigenes Betriebssystem installieren muss.

Wenn Sie Ihr eigenes Betriebssystem auf Ihrem PC oder Notebook ansehen, wissen Sie, dass das Betriebssystem selbst immer ein gewisses Kontingent von Ressourcen abzwackt, welches Ihnen für Ihre eigenen Programme nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn Sie alle Ihre Kunden auf einem einzigen Betriebssystem abwickeln, verschenken Sie als Anbieter nicht so viel von den Ressourcen und können somit mehr Kunden auf diesem Stück Hardware unterbringen, als wenn Sie die Hardware im Root Server Modell betreiben würden.

Für Sie als Kunde hat das V-Server-Modell grundsätzlich erstmal keinen Nachteil, sofern Ihnen der Anbieter ein Leistungskontingent zusichert. Wenn der Anbieter Ihnen zusichert, dass Sie immer und zu jeder Zeit 4 virtuelle CPU-Kerne und 6 GB RAM zur Verfügung gestellt bekommen, ganz gleich welche Last die anderen Kunden gerade verursachen, dann sollte Sie die Auslastung der Kunden in der Regel nicht Interessen.

Vorsicht: Einige V-Server-Modelle sichern kein festes Leistungskontingent zu. Sie kaufen dann mit einem V-Server-Paket nur eine „bis-zu“-Aussage ähnlich wie bei einem DSL-Anbieter. Das heißt wenn Ihnen der Anbieter keine feste Zusage macht, sichert er Ihnen nur zu, dass in Ihrem Paket „bis zu“ 4 vCPUs und „bis zu“ 6 GB RAM enthalten sind. In Wahrheit teilt das zentrale Betriebssystem die Ressourcen immer dem Kunden zu, der gerade die höchste Last hat. Das kann bedeuten, dass Sie zu manchen Zeitpunkten beispielsweise nur 1 vCPU und 2 GB RAM für Ihren Server bekommen, was zumindest kurzzeitig zu Performance-Problemen führen kann, wenn bei Ihnen plötzlich eine Lastspitze eintritt.

Aber auch, wenn Ihnen der V-Server-Anbieter ein festes Leistungskontingent zusagt, haben Sie immer noch das Problem, dass Sie sich das Betriebssystem theoretisch mit anderen Kunden teilen. Auch wenn Ihnen für Ihre virtuelle Umgebung eine feste Leistung zugesichert wird, muss der Betriebssystem-Kern beim V-Server-Modell alle Kunden gleichzeitig bedienen.

Die Performance des Betriebssystem-Kerns ist dabei stark davon abhängig, wie die Kunden diesen auslasten. Das heißt selbst wenn Sie ein festes Leistungskontingent haben und Ihre Anwendung dieses Kontingent nicht ausreizen, kann es trotzdem sein, dass nicht Ihr virtuelle Umgebung, aber der Betriebssystem-Kern des eigentlichen Betriebssystems (nicht ihre virtuelle Umgebung) ausgelastet ist.

Der Betriebssystem-Kern kümmert sich darum, die Anfragen der Kunden in ihren virtuellen Umgebungen an die eigentliche Hardware zur Verarbeitung weiterzuleiten. In der Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich dies bei großen Website-Projekten, etwa großen Online-Shops oder Online-Foren, bemerkbar macht.

Deswegen würde ich aber einer bestimmten Größe (mehrere tausend Besucher am Tag) von einem V-Server abraten und immer zu einem Root Server raten. Keine Sorge, wenn Sie sich unsicher sind, und das werden wir im zweiten Teil dieser Lektion in der Kaufberatung abdecken, können Sie ohne Probleme mit einem vServer beginnen. Im Laufe unserer Tutorial-Serie zeige ich Ihnen auch.

Online Geld verdienen: In der Regel ein Indikator pro Root Server

Bei einem Root Server hingegen steht Ihnen ein völlig eigenständiges Betriebssystem zur Verfügung. Das heißt der einzige Kunde, der den Betriebssystem-Kern auslastet, sind Sie selbst. Erst bei einem Root Server sind Sie wirklich völlig unabhängig von der Auslastung anderer Kunden. Diese Aussage stimmt wiederum bei einem virtualisierten Root-Server nicht 100%-ig, weil die virtuelle Maschine, auf welcher das Betriebssystem Ihres Root-Servers läuft, wiederum von einem sogenannten zentralen Virtualisierungs-Hypervisor zur Verfügung gestellt wird, der wiederum von mehreren Kunden gleichzeitig genutzt wird.

Aber Sie sind mit einem Root-Server eine Zwiebel-Schicht näher am Kern dran, was sich in der Praxis deutlich bemerkbar macht. Im Zweifel, wenn Sie wirklich 100%-ig unabhängig sein wollen, suchen Sie einen Anbieter, bei welchem der Server jedes Kunden auf einer extra für ihn zur Verfügung gestellten Hardware betrieben wird (diese sind häufig im Vergleich etwas teurer). Alternativ können Sie selbst einen eigenen Server kaufen und diesen dann über „Server-Housing“ in einem Rechenzentrum einmieten.

Das heißt beim Housing gehört die Hardware Ihnen und Sie mieten nur „eine Wohnung“ für Ihr Eigentum in einem voll ausgestatteten Rechenzentrum. In der Regel lohnt es sich aus Kostengründen nicht für Sie, wenn Sie Server-Housing betreiben. Die Dienstleister, die ich Ihnen im zweiten Teil dieses Tutorials bei der Kaufberatung vorstellen werde, können die Hardware viel günstiger betreiben als Sie, weil diese Synergie-Effekte nutzen können. In dieser Serie will ich Sie nur dazu befähigen, den Software-Teil Ihres Servers selbst zu betreiben, damit Sie unabhängig von einem externen Dienstleister oder einer „Managed“-Lösung sind.

Ihre eigene Domain für Ihr Online Business

Sie können heutzutage keine ordentliche Website mehr ohne eine seriöse Domain im Hintergrund betreiben. Nicht nur macht es einen viel besseren Eindruck, wenn Sie Ihre Besucher auf einen Blog mit „blog.mein-name.com“ verlinken können statt auf etwas wie „mein-name.blogspot.com“ oder „mein-name.wordpress.com“, sondern es ist in einigen Fällen heutzutage absolut notwendig, dass Sie eine eigene Domain betreiben. Mit einem seriösen Auftreten lässt sich viel einfacher online Geld verdienen.

Wenn Sie beispielsweise in Ihrem Online-Shop oder Ihren WordPress-Blog Social Media Funktionen wie Facebook-Kommentare oder Twitter-Nachrichten implementieren wollen, müssen Sie auf Facebook bzw. Twitter die Domain registrieren, für welche die dazu notwendige Schnittstelle autorisiert ist. Damit Facebook und Twitter Ihnen die Nutzung Ihrer Schnittstellen für die angegebene Domain erlauben, müssen Sie häufig beweisen können, dass Sie der Besitzer dieser Domain sind.

Eigene Domain Tutorial Online Business

Hungrig auf eCommerce? Vergessen Sie nicht, sich Ihre Domain zu sichern.

Das heißt häufig können Sie bestimmte Schnittstellen zu Social Media Diensten nicht nutzen, wenn Ihnen nicht eine eigene Domain gehört. Grundsätzlich haben Sie drei Optionen zum Betreiben Ihrer eigenen Domain

  • Sie bestellen Ihre Domain direkt bei der De-NIC und betreiben die „Namens-Server“ für diese Domain selbst. Das wollen Sie nicht tun. Es ist unnötig teuer
  • Sie bestellen Ihre Domain bei einem Domain-Vertriebler und lassen diesen den Betrieb der „Namens-Server“ übernehmen. Das ist meist um den Faktor hundert günstiger.

Grundsätzlich haben Sie keinen Nachteil, wenn Sie die Domain bei einem Vertriebspartner vertreiben lassen, denn die Domain gehört weiterhin Ihnen, auch wenn Sie sie nicht selbst auf Ihrem eigenen Server betreiben. Das heißt der Arbeiter, bei welchem Sie die Domain bestellen, muss Ihnen die Domain überlassen, wenn Sie den Anbieter wechseln. Und auch wie weiter oben schon berichtet kann der Domain-Vertrieb, bei welchem Sie Ihre Domain bestellen, diese viel günstiger betreiben als Sie selbst dies je tun könnten.

Sie sollten beim Kauf der Domain darauf achten, dass Sie ein Paket erwerben, bei welchem Sie Subdomains einrichten dürfen. Häufig kaufen Sie beim günstigsten Paket nur die Domain an sich ohne die Möglichkeit, Sub-Domains anzulegen. Das heißt Ihnen steht dann nur mein-name.com zur Verfügung, Sie können aber keine Subdomain-Einträge wie mail.mein-name.com, blog.mein-name.com und shop.mein-name.com einrichten.

Grundsätzlich können Sie Ihre Website auch einfach nur auf dem eigentlichen Domain-Namen selbst betreiben. So können Sie etwa Ihren Webserver so konfigurieren, dass er immer die selbe Website anzeigt, ganz gleich, ob jemand nur mein-name.com oder www.mein-name.com eingibt. Subdomains machen aber trotzdem Sinn, und sage Ihnen auch, wann

  • Wenn Sie verschiedene Bereiche einer Seite durch Subdomains untergliedern wollen. So können Sie etwa die deutschsprachige Version Ihrer Seite unter de.mein-name.com und die englischsprachige Version unter en.mein-name.com anbieten.
  • Wenn Sie mehrere Seiten unter der gleichen Haupt-Domain anbieten wollen. So können Sie etwa einen Blog unter blog.mein-name.com und einen Online-Shop unter shop.mein-name.com anbieten
  • Wenn ihr Business irgendwann so groß wird, dass Sie mehrere Server brauchen, um all Ihre Besucher zu befriedigen.
  • Wenn Sie einen Test-Server einrichten wollen, auf welchem Sie Neuerungen testen, bevor Sie diese in Ihrem „produktiven“ Server einführen. Häufig kommt es ansonsten vor, dass Sie irgendwelche Updates oder Addons installieren und danach Ihr Blog oder Ihr Online-Shop plötzlich nicht mehr funktionieren, weil die Updates oder die Addons nicht kompatibel mit der restlichen Umgebung sind. Dann testen Sie vorher lieber diese Neuerung auf Ihrem Server test.mein-name.com, bevor Sie ihn auf den Produktiv-Server unter www.mein-name.com einspielen.
  • Wenn Sie unter der Domain noch andere Geräte erreichen wollen. Haben Sie zu Hause beispielsweise ein Network Attached Storage (NAS) stehen und wollen dieses unter nas.mein-name.com erreichen? Das können Sie hiermit konfigurieren

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E-Mail als zweitwichtigstes Kommunikationsmittel in der Digital Economy

Das klassische Telefongespräch ist schon lange nicht mehr das wichtigste Kommunikationsmittel in der heutigen Digital Economy. Jedoch wäre die Aussage, dass die E-Mail diesen Platz ein nimmt, auch nicht richtig. Stattdessen ziehen mobile Smartphone-Apps wie WhatsApp und Snapchat die E-Mail seit Jahren stetig den Boden unter den Füßen weg.

Nichtsdestotrotz ist die E-Mail weiterhin ein wichtiges Kommunikationsmittel. Deshalb werden wir uns in diesem Tutorial auch eine Umgebung aufbauen, in welcher wir E-Mails unter unserem eigenen Domain-Namen verschicken können. Es macht schon was her, wenn wir eine E-Mail von „info@mein-name.com“ verschicken können und nicht „mein-name@gmail.com“ verwenden müssen.

Desweiteren können wir für jede unserer Domains so viele E-Mail-Adressen konfigurieren, wie wir wollen. Auf Features, die Sie von anderen E-Mail-Anbietern kennen, wie etwa, dass Sie Ihre E-Mails über den Webbrowser abfragen können, müssen Sie hierbei nicht verzichten. Desweiteren zeige ich Ihnen, wie Sie darüber hinaus typische Business-Features wie Kalender-Einladungen, Abwesenheits-Benachrichtigungen, Spam-Filter und einen automatischen Virenscan von Mail-Anhängen implementieren. So ist Ihr Online-Business optimal gewappnet für die Kommunikation per E-Mail.

Schützen Sie Ihr Online-Business gegen Online-Attacken

100%-ige Sicherheit gibt es im Web nie. Jedoch kann man den Schutz durchaus maximieren, wenn man weiß, wie. Dieses Wissen werde ich Ihnen im Laufe dieses Tutorials an die Hand geben. Denn neben dem ohnehin schon vorhandenem Bedrohungs-Grundrauschen kann es auch durchaus einmal sein, dass Neider und Konkurrenten versuchen werden, Ihnen zu schaden. So zeige ich Ihnen, wie Sie Ihren Server gegen Brute Force Attacken, DDoS-Angriffe, versteckte Malware in Ihren Webservern schützen und eine sogenannte Mehrfaktorauthentifzierung implementieren.

Zudem implementieren wir automatische Backups für den Fall, dass Sie Ihre Daten auch dann noch haben, wenn die Daten wirklich einmal gekapert bzw. gelöscht werden oder der Anbieter Ihre Daten verliert. Somit können Sie jederzeit einen tagesaktuellen Stand Ihrer Website wiederherstellen.

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1 Antwort

  1. 25. August 2017

    […] Online Business mit eigenem Server betreiben […]

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