Application Lifecycle Management – eine Einführung

(Last Updated On: 8. Februar 2015)

Application Management (AM) oder auch Application Lifecycle Management (ALM) bezeichnet eine kombination aus der Entwicklung und Betreuung von Anwendungssoftware über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. dies beinahltet eine umfassende Anwederbetreuung, also einen Support, und die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung der Software.

Das ALM wurde ursprünglich eingeführt, weil lange Vertragslaufzeiten den Anwender einer Software in der Regel lange an bestimmte softwarelösungen binden, die er zuvor von einem Hersteller erstanden hat. das ALM soll dabei helfen, das Maximum an Gewinn aus der Lebensspanne einer Anwendungssoftware herauszuholen.

Das ALM besteht grundsätzlich aus zwei Bereichen: Der applikationsentwicklung (service Creation) und dem applikationsbetrieb (Service-Management). Diese bieden Bereiche werden wiederum in verschiedene Phasen unterteilt:

  • Service Creation: die Applikation wird entwickelt, also ihre Anforderungen, ihr Entwurf und ihre Entwicklung bestehend aus Programmierarbeiten, Installationen, Konfigurationen und die erste Datenerstellung werden hier zusammengefasst.
    • Anforderungsphase (Requirements Phase): Hier werdne die Anforderungen, bezogen auf Hardware, Benutzerfreundlichkeit, Reaktionszeit, Stabilität, Verwaltbarkeit etc. an die Software ausgearbeitet
    • Entwurf: die Lösung wird entworfen. Dabei arbeitet man heraus, welche komponeten man in die Gesamtlösung implementiert, welche Komponenten man komplett selbst entwickeln muss und welche Drittanbieterlösungen man integriert.
    • Implementierung: Die Anwendung wird das erste mal „aufgesetzt“ und in einer Entwicklungsumgebung in betrieb genommen. Hierbei soll sichergestellt werden, dass die Anwendung lauffähig und dazu bereit ist, in den produktivbetrieb übernommen zu werden. Tests sollen die Leistungsfähigkeit, Fehlerfreiheit und Benutzerfreundlichkeit der Software sicherstellen.
  • Service Management: Hier wird die Software eingeführt, betrieben und stetig verbessert.
    • einführungsphase. Die Software wird in eine Produktivumgebung überführt und darauf vorbereitet, produktiv betrieben zu werden.
    • Betreiberphase. die Software wird gewinnbringend betrieben und löst ggf. ein altes Vorgängersystem offiziell ab.
    • Optimierungsphase. Die Software wird stetig verbessert, indem beispielsweise der Anwendersupport, die Lauffähigkeit oder andere Kriterien verbessert werdne. Es werden regelmäßig Updates eingespielt, Prozesse werdne automatisiert, neue Komponenten werden der Landschaft hinzugefügt usw.

Wichtige Rahmenwerke für das ALM sind die Application Management bezogenen Dokumente der IT Infrastructure Libary (ITIL). ITIL entstammt ursprünglich der Management-Disziplin des IT Service Managements, kümmert sich also allgemein bezogen um die Verwaltung von IT-dienstleistungen, ganz gleich ob sie auf Anwendungssoftware basieren oder nicht. Da jedoch viele IT-Dienstleistungen auf Software basieren, hat ITIL einen umfassenden Grundsatz an sinnvollen ALM-Methoden.

Desweiteren gibt es ein auf das ALm zugeschnittene Rahmenwerk namens Application Services Library (ASL). Im Vergleich zu ITIl befasst sich das ASL ausshcließlich mit dem Application-Management und setzt sich intensiver damita sueinander. ITIL hingegen beschäftigt sich mehr mit IT-dienstleistungen im allgemeinen.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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