Audio über Raspberry Pi abspielen – Mittel und Wege

(Last Updated On: 13. Januar 2016)

In einem vergangenen Post habe ich IHnen gezeigt, wie Sie Ihren Raspberry Pi in eine Multiroom HiFi Station verwandeln. Dabei ist es interessant zu wissen, auf welchen Wegen man den Sound im Anschluss ausgeben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Audiodaten über den Raspberry Pi wiederzugeben.  Ich zeige Ihnen hier die gängigsten Wege: AUX, HDMI und USB.

Grundlegende Ausgabekonfiguration

Egal, ob Sie nachher Ihren Sound per 3.5 mm Klinke, HDMI oder USB ausgeben wollen. Eine grundlegende Soundkonfiguration vorzunehmen schadet nie.

Grundsätzlich haben Sie auf dme RPi zwei MÖglichkeiten, um die Soundausgabe quick and dirty zu testen. Einaml über das Kommando

speaker-test

und einmal über das Abspielen einer .wav-Datei mittels

aplay /Pfad/zur/Datei.wav

mehr informationen über dne Abspielvorgang bekommt ihr über

aplay -v -V /Pfad/zur/DAtei.wav

Eine Liste aller derzeit erkannten Audioausgabegeräte bekommen Sie über

aplay -L

Wenn Sie mal gar keinen Sound hören, können Sie über das Kommando

amixer

sicher stellen, dass die LAutstärke des linken und rechten Ausgabekanals (Front Left und Front Right) auf 65536 bzw. 100% gestellt ist und die bieden Kanäle auf on (anstatt auf mute) geschaltet sind. Falls nicht, können Sie die einstellungen zunächst mal auf Werkeinstellungen zurückstellen über

sudo /etc/init.d/alsa-utils reset

Um die Volume zu ändern, müsst ihr erst mittels

amixer controls

rausfinden, welche  numid das Conrol „Master Playback Volume“ hat. Wenn beispielsweise ide numid vom Master PLayback Volume 3 ist, dann könnt ihr beispielsweise die LAutstärke folgendermaßen auf 100% stellen.

amixer cset numid=3 100%

und um die Speaker von [off] wieder auf [on] zu schalten, müsst ihr den „Master Playback Switch“ ändern. HJat diese die numid 4, unmuted ihr die Soundausgabe über

amixer cset numid=4 on

Danach müsst ihr die Änderungen noch permanent abspeichern über das KOmmando

sudo alsactl store

Wiedergabe über die Standard 3.5 mm AUX Buchse

Standardmäßig, wenn der Raspberry Pi an einen Bildschirm mit integrierten Lautsprechern angeschlossen ist, versucht der Pi, das Audio über HDMI wiederzugeben. Wenn Sie hingegen explizit das Audio über die 3.5 mm Klinke wiedergeben wollen, müssen Sie dies forcieren. Sie können die Standardaudioausgabe ändern über

amixer cset numid=3 1

Standardeinstellung ist 0, bei welcher der Pi versucht, automatisch zu erkennen, ob der Monitor LAutsprecher hat, welche wir hiermit überbrückt haben.

oder über

sudo raspi-config

und dann über das Menü 8 – Advanced Options / Audio /  und dann Auswahl der Audioausgabe.

Wiedergabe über HDMI an Bildschirm oder ganz normalem Lautsprecher

Die einfachste Art, Audio über einen Raspberry Pi wiederzugeben, ist einen Bildschirm mit integrierten Lautsprechern anzuschließen und diesen per HDMI an den RAspberry Pi anzuschließen. Hier ist die Audioqualität standardmäßig bereits schon sehr gut. Der Raspberry Pi veruscht auch standardmäßig bevorzugt Audio über HDMI auszugeben. Sollte das jedoch einmal nicht geschehen, könne Sie dies forcieren über

amixer cset numid=3 2

oder über

sudo raspi-config

und dann über das Menü 8 – Advanced Options / Audio /  und dann Auswahl der Audioausgabe.

Sollten Sie dann immer noch keinen Sound über HDMI bekommen, denkt der Pi eventuell fälschlicherweise, der Monitor ist nur ein DVI-Monitor, also ohne die Möglchkeit, Sound über HDMI abzuspielen. Das können Sie über die Datei /boot/config.txt ändern, wenn Sie dort die Einstellung

hdmi_drive=2

setzen.

Eventuell wollen Sie aber einen 3,5 mm Klinke Lautsprecher anschließen, ohne den 3.5mm Jack des Raspberry Pi zu nutzen. DAs macht Sinn, weil der Sound, der über HMDI ausgegeben wird, bereits ohne irgendwelches Zutun schon in guter Qualität vorgeht.

Damit Sie nun den Sound vom HDMI Port des Raspberry Pi abgreifen und an ein Gerät mit 3.5 mm Klinke Anschluss weitergeben können, brauchen Sie ein Gerät, welches das Audio vom HDMI Anschluss entnimmt und dann das Video wieder an einen HDMI Out, das Audio aber nun an einen 3.5 mm Klinke AUX Stecker ausgibt. So ein Gerät ist beispielsweise dieses hier.

Wiedergabe über USB-Geräte

Wenn Ihr das Audio des Raspberry Pi über USB ausgebt, klingt dies naturgemäß schrecklich.  DAs wird besser, sobald ihr zwischen dem Raspberry Pi USB Port und dem USB-Lautsprecher einen DAC steckt. Beispielsweise einen der Folgenden

Alternativ zu einem DAC könnt ihr auch eine externe USB-Soundkarte dazwischen hängen. AM besten eine aus der Hardware Compatbility List.

Nachdme Sie den DAC oder die Soundkarte eingestekct haben, prüfen Sie, ob das Gerät erkannt wird über

dmesg

Wird das Gerät erkannt, es kommt aber kein Sound aus dem USB-Lautsprecher, müssen sie eventuell erzwignen, dass USB das Standard-Audioausgabegerät wird. Dazu editieren Sie die Datei /etc/modprobe.d/alsa-base.conf, kommentieren eine Zeile und fügen eine andere ein, wie hier gezeigt.

#options snd-usb-audio index=-2
options snd-usb-audio nrpacks=1

Dadurch versucht der Pi nun, Audio standardmäßig über USB auszugeben. Starten Sie den Raspberry Pi nun neu über

sudo reboot

Wenn ihr nach dem Neustart immer noch leichte Probleme mit der Wiedergabe, beispielsweise poppen und klicken habt, dann könnt ihr versuchen, an den Audioeinstellungen des alsa-Treibers herumzuspielen. Dazu bearbeitet ihr die Datei ~/.asoundrc und bearbietet diese im Foramt

pcm.!default { type hw card 0 }
 
 ctl.!default { type hw card 0 }
 
 pcm_slave.sl2 { pcm "hw:0,0" rate 48000 }
 
 pcm.rate_convert { type rate slave sl2 }

Probiert beispielsweise mla die rate von 48000 auf 32100 oder 96000 zu ändern.

Eventuell bekommt der DAC bzw. die externe Soundkarte zu wenig STrom. Um dies auszuschließen, sollten Sie zwischen USB-Port des RPi und dem DAC bzw. der Soundkarte einen aktiven USB-Hub, der seinen Strom über eine Steckdose bekommt, dazwischen hängen.

S/PDIF Soundausgabe über USB

Da der Raspberry Pi nativ keinen S/PDIF optischen Soundausgang bietet, müssen Sie den Umweg über eine USB to S/PDIF Soundkarte gehen. Diese wird grundsätzlich genau so angeboten wie ein normaler USB-Lautsprecher, nur dass Sie am anderen Ende dann ein S/PDIF-Ausgabegerät anstecken.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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5 Antworten

  1. Lothar sagt:

    Ein Tip hat mir zwar weitergeholfen, aber leider kann man hier mit der Maus keinen Text markieren und kopieren, sodaß man den Befehl samt Pfad mühsam abtippen muss – was für ein Blödsinn!

    • WSurstebrei sagt:

      Genau meine Meinung. Seite und Tips sind gut, aber das Arbeiten damit wird extrem erschwert. Musste alles als Bildschirmphoto nehmen und den Text dann scannen, vorm Kopieren schützen zuts also nicht. Besser: Copiright dazu schreiben und die Weitergabe verbieten, wenns dann woanders auftaucht: kassieren!

      • DaFRK sagt:

        Hallo ihr beiden. Ich habe mir eure Kommentare zu Herzen genommen und das Plugin deaktiviert. Auch ich bin mittlerweile der Meinung, dass die User Experience wegen ein bisschen gutgemeinter Eigenbrötlerei nicht leiden darf.

        Zum Thema Raspberry Pi plane ich diesen Winter wieder eine große Offensive. Unter anderem werden wir uns mit dem Ansprechen von Sensoren und der Kollaboration des Raspberry Pi mit einem Arduino und der Persistierung von Echtzeitdaten in einer Datenbank befassen. Ich würde mich als freuen, wenn ihr als Pi-Bastler mir ab November wieder einen Besuch auf meinem Blog ab statten würdet.

        • Lothar sagt:

          „Der Kopf ist rund, damt das Denken die Richtung ändern kann.“
          Stelle ich bei mir auch ab und zu fest… 😉

          Schön, daß dieses Plugin nun deaktiviert ist, denn zum einen ist es viel Tipperei, und zum anderen verschreibt man sich auch mal und sucht dann die Nadel im Heuhaufen.

          Ein bisserl was zu I2S wäre schön, man findet wenig auf Deutsch. Bei Ebay findet z.B. viele schöne kleine Displays, die unheimlich günstig sind. Eines bekomme ich ja zum laufen, ich möchte aber gerne mehrer parallel (mit verschiedenen Anzeigen) berteiben.
          Beispiel: LAN-Auslastung anzeigen (MBit und Grafik), CPU-Auslastung anzeigen (Prozent und Grafik), Sysinfo (IP-Adresse, Softwareversion etc.).

  2. klaus Mehnert sagt:

    Hallo,

    ich habe eine neue usb-Soundkarte in meinem Pi 3 mit Raspbian stretch.

    Ein
    speaker-test -Dhw:1,0 -c2 -twav
    gibt eine korrekte Soundausgabe. Jedoch im System gibt es keine Ausgabe. Ich kann USB Audio device auswählen, jedoch passiert nix.

    Hat hier jemand eine Idee?
    Viele Grüße Klaus

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