E-Mail-Konto auf eigener Domain: Vor- und Nachteile

(Last Updated On: 12. Juni 2015)

Eventuell überlegt ihr, eure aktuelle E-Mail-Adresse, die ihr beispielsweise von GMX, Web.de, GMail oder einem anderen Mailprovider habt, durch „euer eigenes E-Mail-Konto“ zu ersetzen. Will sagen: Ihr kauft euch bei einem Provider eurer Wahl ein Komplett-Paket mit Mailserver und Domain, beispielsweise mit der Domain <EuerName>.com.

In diesem Post mögliche kurz die Vor- und Nachteile einer solchen Maßnahme besprechen.

Vorteile

Verschiedene E-Mails für verschiedene Zwecke schnell eingerichtet

Ein Vorteil der E-Mail unter eigener Domain ist, dass ihr ziemlich einfach E-Mail-Adressen für verschiedene Zwecke einrichten könnt und somit eure E-Mails noch einfacher sortieren könnt, als wenn ihr nur eine einzige Mailadresse habt. ihr könnt also beispielsweise für euer Studium die Adresse studium@<EuerName>.com einrichten und bekommt danna uf diese adresse automatishc alle E-mails von der Uni geschickt. Genau so könnt ihr es mit Mailadressen wie shopping@ usw. handhaben. Das ganze ist aber grundsätzlich auch mti den E-Mail-Adressen kostenloser Mailprovider realisierbar, nur dass ihr hier andere Namen nutzen müsst, da Alltagsadressen wie shopping und studium in der Regel gesperrt oder bereits vergeben sind. Desweiteren könntet ihr ja einfach nur automatische Filterregeln einrichten, die eure E-Mails für euch in verschiedene Ordner sortieren, und hättet damit einen ähnlichen Effekt.

CatchAll-Funktion

Der allerwichtigste Vorteil euerer eigenen Mail-Domain meiner meinung nach ist die möglichkeit, eine catchAll-Funktion einzurichten. eine solche Funktion macht vor allen Dingen dann sinn, wenn ihr nur eine einzige E-Mail-Adresse auf dieser Domain verwendet, etwa write@<EuerName>.com, und jede beliebig-andere kombination wie beispielsweise asdfqwerxycv@<EuerName>.com oder info@<EuerName>.com an diese Adresse weiterleiten lasst. Sobald also jemand versucht, eien E-Mail an info@<EuerName>.com zu schicken, wird diese automatisch an die Adresse write@<EuerName>.com weitergeleitet. Nun, der erste offensichtliche Vorteil dieser Geschichte ist, dass sich niemand vertippen kann, wenn er an euch eine e-Mail schreiben will, da jede beliebige Kombination aus Buchstaben und Zahlen zum Erfolg führt.

Der wichtigste Vorteil der catchAll-Funktion ist aber, dass nun jedes mal, wenn ihr euer E-Mail-Adresse preisgibt, eine entsprechende kombination eingeben könnt. Nehmen wir beispielsweise an, ihr wollt ändert euere E-Mail-Adresse beim online-Shop Amazon. Es würde ’sinn machen hier jetzt die e-Mail-Adresse amazon<Monat><Jahr>@<EuerName>.com zu setzen.

Wofür ist das gut, werdet ihr jetzt fragen? Nun, wenn Amazon euer E-Mail irgendwann mal an eine Drittpartei weitergeben sollte, beispielsweise einen Werbepartner, dann wird Amazon an diesen Werbepartner die E-Mail-Adresse amazon<Monat><Jahr>@<EuerName>.com weitergeben. Der Partner wird dann seine Werbe-E-Mails an genau diese E-Mail-Adresse verschicken. Ihr erhaltet die E-Mail von diesem Partner und seht im An-Feld der e-Mail diese Adresse drin stehen. Dann wisst ihr, dass diese Werbe-Mail Amazon zu verantworten hat, weil die eure E-Mail-Adresse weitergegeben haben. Ihr könnt jetzt Amazon beispielsweise anschreiben, ob es möglich ist, euch aus dem Verteiler zu nehmen.

Bessere Wahrung der Privatsphäre – zumindest in einem Punkt

Kostenlose Mailprovider haben in Ihren AGBs oft Klauseln eingebaut, nachdem Ihre Vorlieben, Suchbegriffe oder sonstige Daten an Drittparteien weiterverkauft werden. Bei einer Mailadresse unter eigener Domain kann Ihnen das natürlich nicht passieren.

Desweiteren können Sie meiner Meinung nach davon ausgehen, dass alle Mailprovider mit dem BND und BKA zusammenarbeiten und deswegen auf Nachfrage ihren Mailverkehr an die Behörden weiterleiten, wenn danach gefragt wird. Desweiteren ist fraglich, wie restriktiv sich Ihr Mailprovider gegenüber Anfragen von Rechtsanwälten und anderen Dritten verhält, wenn diese nach Ihren Kontaktdaten fragen. Auch diesen Stress können Sie mit einer eigenen Mail-Domain umgehen.

Nachteile

Die Mailadresse ist immer gleich mit Ihrem Namen verbunden

Auch, wenn Sie sich eine Mailadresse unter einer Domain machen, die nicht auf Ihren Namen zurückschließen lässt, müssen Sie sich als Domaininhaber mit Ihren realen Daten registrieren. Jeder x-beliebige Dritte kann dann diese sogeannnten WhoIs-Inforamtionen zu ihrer Domain abfragen und bekommt dann entsprechend Ihre Kontaktdaten angezeigt. Bei einer .de-Domain beispielsweise müssen die interessenten einfach auf www.denic.de/webwhois gehen und den Domainnamen eingeben, und schon werden Sie anIhre Kontaktdaten herangeführt. so einfach kommen Außenstehende nicht an ihre Kontaktdaten heran, wenn Sie ein anonymes Mailkonto bei einem kostenlosen Mailprovider haben. Grundsätzlich ist es aber so, dass der kostenlose Mailprovider ja sensible informationen wie beispielsweise ihre Suchanfragen, Geschmäker usw. an Drittparteien weiterleitet, um Geld zu verdienen, während die Denic-Anfrage nach ihrer Domain nur informationen preisgibt, die auch im Telefonbuch stehen würden. Es liegt also jetzt an Ihnen, zu bewerten, welche Art von Infomrationen Sie lieber verheimlichen wollen.

Bestimmte Services müssen Sie selbst administrieren

Je nachdem, was für ein paket Sie bei Ihrem Hoster gekauft haben, sind bestimmte Services wie beispeilsweise ein serverseitiger Spamschutz oder eine Weboberfläche zum Abrufen und Verwalten der E-Mails schon dabei oder eben nicht. Wenn Sie beispieslweise bei Strato einen Webspace mit Domain und E-Mail-Adresse kaufen, ist hier meist eine Administrations-Weboberfläche mit SpamAssassin als serverseitiger Spamschutz dabei. Wenn Sie hingegen einzig und allein die Domain registrieren und sonst nichts dazu kaufen, müssen Sei sich selber darum kümmern, dass sie einen Server hosten, diesen absichern, eine weboberfläche darauf installieren und einen Spamschutz einrichten.

Sie haben Kosten

Der letzte Nachteil bei der Verwendung einer eigenen E-Mailadresse: Es kostet was. Wie viel, das hängt davon ab, welchen Umfang Sie wollen. Günstige Hosting-pakete mit E-Mail-Adressen, Weboberfläche zur Administration, Domain und serverseitigem Spamschutz gibt es schon für um die 10 € im Monat. Hier müssen Sie etnweder selbst recherchieren oder auf künftige Posts auf meinem Blog warten, welche Angebote vergleichen.

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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1 Antwort

  1. 5. Juni 2015

    […] Top Level Domain im Vergleich zu einem kostenlosen Mailkonto bei einem Anbieter habe ich hier […]

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