Kaffee: Ist er gesund?

(Last Updated On: 2. November 2014)

Ich persönlich zähle ja zu den Kaffeegenießern, nein eher zu den Kaffeejunkies. Dabei darf es Espresso, Crema, Cappucchino, eine leckere Latte oder auch mal die Eisvariante sein – Hauptsache, das zartbittere Heißgetränk stimuliert meine Sinne. Kaffee ist für mich zu Kultur geworden, ein Quell der Inspiration. Auf meinem ganz persönlichen Kaffeeschrein thront der Vollautomat zusammen mit passender Dekoration und Wandbildern von Kaffee – kurz gesagt: ich bin ein Jünger des Bohnentums!

Das Kaffee allerdings nicht immer gesund ist, das wissen wir alle – es ist eben ein Laster – zwar weniger ungesund wie das Rauchen oder regelmäßiger Alkoholkonsum, aber immerhin ein Laster.

Die Dosis macht das Gift – das wusste bereits der gute Paracelsus zu sagen. Denn Kaffee hat – in annehmbaren Mengen konsumiert – durchaus gesundheitsfördernde Wirkungen an sich. So kann das Getränk beispielsweise das Risiko auf Diabetes verringern, er schützt vor Herzinfakrt, Leberkrebs (nur Hinweise auf Schutzfunktion) und Gallenstein.

Kaffe wird anregend auf den Geist, da er die Nebenniere zur Produktion von Adrenalin anregt. dadurch denkt der Körper, dass eine Stresssituation vorliegt und kurbelt daher den gesamten Kreislauf an und steigert die KOnzentration im Körper. Das ebenfalls vermehrt ausgeschüttete Noradrenalin stimuliert das Nervensystem und hilft bei kreativen Tätigkeiten wie Gestalten, Musizieren oder Schreiben. Das kann sich positiv auf Ihre Tätigkeit auswirken, die Sie während dem Genuss von Kaffee ausüben.  Leider ist die Nebenwirkung, dass man nach dem Kick Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Reizbarkeit spürt – und der Kick braucht erst 30 Minuten Zeit, um überhaupt spürbar zu sein. Deswegen muss Kaffeekonsum, um seine belebende Wirkung zu spüren, auch zeitlich gut geplant sein. Trinken Sie beispielsweise einen Kaffee eine halbe Stunde vor einem Brainstorming oder einer Präsentation, kann das durchaus anregend auf Ihre Produktivität währenddessen wirken. Ist der Konsum schon länger her, fühlen Sie sich womöglich stattdessen müde und kraftlos. In Verbindung mit Stress kann dies auch zu Kopfschmerzen und Reizbarkeit führen.

 

Zu viel Kaffee kann jedoch hingegen Probleme nach sich ziehen. Neben Bluthochdruck und schlaflosigkeit zählt Kaffee nämlich auch zu den psychoaktiven Substanzen und kann somit auch die Psyche des Menschen beeinflussen. Jedoch sei hier gleich wieder Entwarnung gegeben werden, denn dieser Einfluss ist bei weitem nicht so stark messbar wie bei Alkohol oder Drogen – es sind wohl keine starken körperlichen oder phychischen Folgen bemerkbar. Auch wenn Kaffee dabei immer noch wesentlichen milder wirkt als andere Wirkstoffe wie Nikotin und Alkohol, so ist eine geringe wirksamkeit dennoch nicht abzustreiten. Bei Männern kann nicht nur die Potenz, sondern auch gar die Fruchtbarkeit leiden, wenn Kaffee – vor allem in Verbindung mit Nikotin- und ALkoholkonsum – in Massen konsumiert wird. Schwangere Frauen solltene benfalls vorsichtig mit Kaffee umgehen, da zu viel Koffein beispielsweise die Plazenta frei passieren und in das Blut des Fötus eindringen kann. Das setzt sich auch beim Stillen mit Muttermilch so fort. Bei einer geplanten künstlichen Befruchtung sollte man eine Weile sogar gänzlich auf Kaffee verzichten. Jedoch gibt es zumindest eine Reihe von Studien, die keine negativen Wirkungen für das Risko einer Fehlgeburt oder das Geburtsgewicht eines Babys feststellen konnten. Sie müssne also nicht vollständig auf KAffee verzichten.

Ein weiterer nebeneffekt von zu viel Kaffee ist, dass Sie mehr und mehr davon brauchen. Irgendwann werden ihre nebennieren nämlich von der künstlichen Ausschüttung der Stresshormone überfordert und können so ohne weiteres nicht mehr weiter ausschütten – es sei denn, Sie führen noch mehr koffein zu. So kommt es vielleicht irgendwann zu dem Punkt, wo man seine vier Tassen Kaffee am Morgen braucht, um überhaupt wach zu werden. Jedoch erhöht der Kaffeetrinker Studien zufolge seine Kaffeedosis in der Praxis dann doch nicht. Denn der Hauptgrund scheint wirklich nur das belebende Gefühl des Konsums an sich zu sein und nicht der Koffein-Kick danach. In der Praxis pendelt sich also jeder Kaffeetrinker irgendwann auf sein persönliches Maß ein, so dass man hier nicht wirklich von einer klassischen Drogensucht sprechen kann, bei der die Dosis aufgrund einer zunehmenden Immunität des Körpers ständig erhöht werden muss.

Kaffee bringt auch den Blutzuckerspiegel durcheinander – und macht somit Lust auf etwas Süßes. Deshalb tut Kaffee auch Ihrer Figur nicht gut. Kaffee produziert bekanntlich Adrenalin und das veranlasst unsere Leber dazu, eingelagerten Blutzucker freizusetzen. Dann wird wiederum Insulin freigesetzt, woraufhin der Blutzuckerspiegel unter den Normalwert fällt. Obwohl Kaffee also grundsätzlich das Risiko auf Diabetes reduzieren kann, ist er für Diabetiker selbst, die sich schwer im Griff halten können, eine Last.

Besonders problematisch ist Kaffee in Verbindung mit Nikotin. Der Konsum beider Substanzen gleichzeitig überansprucht die Nebennieren. Schlechte, nährstoffarme Ernährung und nicht genug Trinken belastet die Nebennieren dabei zusätzlich. Koffein kann außerdem die Lust auf andere Stimulantien wie Alkohol, Nikotin, aber auch auf Medikamente beispielsweise, erhöhen.

Doch Keine Panik – Kaffee ist erst bei exzessivem Genuss schädlich. Sie haben sich von allen auf dieser Welt vorhandenen Lastern dieser Welt das harmloseste ausgesucht. wer seinen Körper unter einem permanenten Koffeineinfluss hält, verweilt permanent in einer künstlich herbeigeführten Sterssituation. Folgen können Erschöpfung, Angstzustände, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Depressionen sein. Wer bereits jetzt bekannte Probleme mit Blothochdruck und Schlaflosigkeit hat, sollte den Kaffeekonsum jedoch herunterfahren. Auch Entzugserschienungen wie Erschöpfung können eintreten. Von dem ständigen inneren Auf und Ab ist Ihr körper auch für den restlichen Tag,. nahcdem Sie den Konsum abgebrochen haben, weil Sei beispielsweise Feierabend haben, ausgezehrt. Sie können Ihren Feierabend nicht mehr genießen, weil Sie übermüdet sind und nur noch auf die Couch oder ins Bett wollen.

Leider mindert Kaffee auch die Ausschüttung des beruhigenden und glücklich machenden Hormons Serotonin. Das kann sich ebenfalls negativ auf Ihren Stresslevel auswirken. Außerdem wird die Funktion von DHEA verringert. Das Hormon ist zuständig für das Funktionieren des kardiovaskulären Systems. Seine Beeinträchtigung kann beispielsweise Auswirkungen auf die Potenz bei Männern haben. Kaffee verbraucht außerdem die im Körper eingelagerten Vitamin-B-Reserven. Es ist umstritten, ob Kaffee für die ERhöhung des Cholesterinspiegels verantwortlich ist. Die Studien fallen hier in beide Richtungen aus.

Freigesprochen wurde Kaffee hingegen von der Anklage, verantwortlich zu sein für Herzrhytmussstörungen, Magenreizungen oder der Schädigung des Herz-Kreislaufsystems. Ganz so schlimm, wie das Internet das schwarze Gold teilweise darstellt, ist es also auch wieder nicht. Eine Untersuchung vn maher als 128 000 Männern und Frauen ergab, dass selbst mehr als sechs Tassen am Tag keine Schäden am Herz-Kreislauf-System verursachten. Außerdem ist es Unsinn, dass Kaffee dem Körper Flüssigkeit raubt. Kaffee wirkt zwar harntreibend, jedoch ist der Flüssigkeitszugewinn beim Konsum überwiegend. Außerdem soll Kaffee nicht längerfristig den Bluthochdruck in die Höhe treiben. Das soll zumindest eine Studie an 155 000 Frauen aussagen. Umstritten ist, ob Kaffee über den Urin zu einer erhöhten kalziumabscheidung führt und daher schädlich für die Knochen sein kann.

Untersuchungen zeigen hingegen, dass Kaffee, entgegen des individuellen Eindrucks, den sein Konsum vermittelt, eher reaktions- und gedankenverlangsamend wirkt. Nur weil das Nervensystem angeregt und Adrenalin ausgeschüttet wird, heißt das nicht, dass der Körper dadurch auch vitaler wird. Denn: die chronische Stimulierung des Nervensystems zehrt den körper alngsam aus.

Kaffee trägt auch zur Übersäuerung bei, weshalb man seinen Konsum auch überdenken sollte.

Wie viel Kaffee ist gesund?

Medizinische Studien belegen, dass die meisten Erwachsenen 400 Milligramm koffeing pro Tag gut vertragen, ohne dasds die Gesundheit leidet. Dabei gilt jedoch zunächst noch abzugrenzen, dass koffein nicht nur über Kaffee aufgenommen wird, sondern allein in der Natur in über 60 verschiedenen Pflanzenarten vorkommt und daher über die alltägliche Ernährung bereits von uns aufgenommen wird. Denn nicht nur Cola, Cocktails und Energy drinks enthatlen Koffeein, sondern auch sämtliche Kakao- und Schokoladenprodukte sowie Eiscreme, Fitnessbooster und Medikamente enthalten es. 50 Gramm Zartbitterschokolade enthalten alleine 40 Milligramm Koeffin, ein schokocroissant hingegen nur 5 Milligramm.

Eine Tasse Kaffee oder eine Latte enthalten zwischen 80 und 120 Milligramm koffein, eine Tasse Espresso 50-60 und grüner sowie schwarzer Tee enthalten 30-60 Milligramm.

Zur Ermittlung des zulässigen koffeinkonsums kann man einen Kalkulator zu Rate ziehen. Deiser bezieht Alter, Körpergewicht und Geschlecht in die Berechnung mit ein und zeigt Ihnen die ganz für Sie individuell zulässige Menge an.

Allgemein spricht man bei mehr als drei normalgroßen Tassen Kaffee am Tag von einem Kofeeinjunkie.

Was mache ich, wenn ich zu viel Kaffee konsumiere?

Wenn Sie für sich nun festgestellt haben, dass Sie zu viel Kaffee – oder auch andere koffeinquellen – zu sich nehmen, sollten Sie STück für Stück den Konsum herunterfahren. Sie werden sich vielleicht die ersten zwei Wochen etwas reizbar und müde fühlen, aber wenn Sie diese Phase durchstehen, sind Sie in der Regel wieder über dem Berg.

Dabei ist eine gesunde Ernährung sehr wichtig, da Ihre inneren Organe vermehrt Nährstoffe brauchen werden, um den Koffeinentzug zu kompensieren. Verzichten Sie deshalb in dieser Zeit auf Fertiggerichte und vorgekochte Speisen. Kochen Sie wenn möglichst die gesamten zwei Wochen hinweg selbst oder lassen Sie sich bekochen – aber nicht von der Betriebskantine, sondern von einem Restaurant!

Wenn Sie all das kombinieren, sollten Sie es schaffen, von dem Suchtmittel herunterzukommen. Probieren Sie doch als Alternative in Zukunft grünen Tee, kräutertee, Ginseng-Tee und grüne Smoothies

Kaffee ist übrigens gesünder, wenn er gefiltert wird (Kaffee-Filter oder KAffeepad). Denn dann werden Diterpene herausgefiltert, die vorgeshcädigte Blutgefäße belasten können. Das ist aber nur interessant für Menschen mit vorhandenen Herzerkrankungen. Gesunde Menschen können ruhig auch zum Vollautomaten-Kaffee griefen.

Schlusswort

Ich habe hier in diesem Post Wissen aus verschiedenen Quellen zu Kaffee zusammengetragen. Auffällig ist, dass die Infos aus den Magaazinen wie Spiegel und Focus eher zugunsten des Kaffees ausfallen (vielleicht weil hier Interessen an Anzeigenschaltungen potentieller Kaffeehersteller und -händler bestehen), und die Infos von neutralen Gesundheitsquellen eher zugunsten des Verzichts. Mein Fazit ist das des guten alten Paracellsus: Die Dosis macht das Gift. Für mich sind bis zu drei tassen Kaffee am Tag in Ordnung.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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1 Antwort

  1. 1. August 2015

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