Limits beim VServer ausgereizt – guter Rat ist teuer

(Last Updated On: 27. November 2014)

Wenn Sie die Limits bei Ihrem Vserver ausgereizt haben, ist guter Rat teuer. Denn in der Regel können Sie dann keine Befehle mehr über SSH auf der Shell ausführen. Das anfertigen von Backups – und sogar das Neustarten des Servers – wird hier zur Kunst.

Ihre Limits können sie mit dem Kommando

cat /proc/user_beancounters

prüfen. Ist bei einem der hier aufgezeigten Werte der maxheld- wert nahe dem zugehörigen barrier oder limit, liegt die Vermutung nahe, dass Sie Performance-Probleme gekommen. Wenn der Wert failcnt sogar einen Wert größer null hat, ist es sogar sehr wahrscheinlich.

die Probleme äußern sich dann vielschichtig. Bei Webanwendungen bekommen Sie öfters einen Error 500, und die Kommandozeile spuckt fehlermeldungen wie bash: fork: cannot allocate memory, failed to fork oder Ähnliches aus.

Der erste Schritt ist immer eine E-Mail an den Support Ihres Anbieters. Eventuell erkennt er das Problem und erhöht Ihre Limits, sodass Sie wieder Luft nach oben haben. DAs setzt allerdings ein sehr kulantes Verhalten des Providers voraus, da er Ihnen damit erlaubt, mehr Ressourcen mit IHrem Vserver zu verbrauchen, als Ihnen ursprünglich zustehen.

Wenn Sie jetzt noch schnell ein Backup ausführen wollen – oder Ihren VServer vielleicht sogar retten wollen, weil Sie sich vor einer Neuinstallation scheuen, müssen Sie zusehen, dass Sie diese Limits nicht erreichen.

Als erstes sollten Sie versuchen, über die Administrationsoberfläche Ihres Kundenlogins einen Neustart zu veranlassen, vielleicht behebt das die Probleme und Sie können wieder Befehle in der shell ausführen und somit verhindern, dass die Limits in Zukunft erreicht werden.

Meistens hilft es, in der Administrationsoberfläche des VServers den Rettungsmodus zu aktivieren. Jeder gute V-Server-Provider bieten ein solches Rettungssystem an, in welches Sie Ihren V-SErver booten können. Jetzt sollten Sie verhindern, dass beim Start des Servers bestimmte Dienste hochkommen, die viele Ressourcen fressen. Am sichersten machen Sie das, indem Sie dem Start-Skritp oder dem Binary des Dienstes ein chmod von 000 geben. Dienste, die dafür bekannt sind, Ihre Limits zu sprengen, sind der Apache Webserver oder das Parallels Plesk Panel. Letzters finden sie meist unter /etc/init.d/psa. Geben Sie dem Startskript ein chmod von 000 und veranlassen sie nun per Weboberfläche einen neustart des Servers. Eventuell haben Sie jetzt nach dem REboot die nötigen Ressourcen, um die nötigen Schritte durchzuführen.

Sobald Sie Ihren Server einmal so weit haben, dass Sie ihn wieder kontrollieren können, müssen sie in Zukunft dafür sorgen, dass Sie die Limits nicht mehr erreichen. Das können Sie beispielsweise tun, indem Sie bestimmte Dienste komplett ausschalten oder beispielsweise einigeKomponenten im Paralllels Plesk Panel deaktiverne – beispielsweise Anti-Spam-Schutz, Antivirenschutz oder Dr. Web. Das geht natürlich oft zu Lasten der Sicherheit, die sie anderweitig ausgleichen müssen.

Sollten Sie selbst mit diesen Maßnahmen Ihren Server nicht dazu kriegen, künftig die Limits nicht mehr zu sprengen, müssen Sie über ein Upgrade zu einem besseren Paket mit höheren Limits oder gleich über einen dedizierten Root-Server nachdenken – bei einem Root-Server können Sie die Limits in der Regel selbst kontrollieren und bis zur vollen Systemauslastung ausreizen. Eventuell bietet sich auch eine dedizierte Managed Server Variante an – im Fall von Webseiten also ein Webspace – im Falle von Gameservern ein Managed Gameserver, den Sie nur noch über eine Weboberfläche betreuen.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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1 Antwort

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