Offline-Kartendienste für Auslandsreisen ohne Datentarif

(Last Updated On: 11. Januar 2016)

Dienste wie die iOS Maps oder Google Maps sind im Inland nicht mehr wegzudenken. Man nutzt sie, um die nächstgelegene S-Bahn-Station, Restaurants, Discotheken, Einkaufszentren o. ä. zu finden. Man nutzt sie aber auch, um mit ihnen im Auto zu navigieren. Dabei nutzen die Dienste auch aktuelle Daten, die über die mobile Datenschnittstelle des smartphones abgerufen werden müssen – beispielsweise Stauinformationen. Dadurch ist es beispeilsweise möglich, eine automatische Stauumfahrung bereitzustellen. Aber nicht nur diese Informationen werden über mobile Daten bereitgestellt: die Dienste laden über diese Schnittstelle auch die Karten selbst, die für die aktuelle Umgebung gebraucht werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: die Karten müssen somit nicht im Voraus heruntergeladen werden, sondern können spontan abgerufen werden. Man ist somit also flexibler und braucht weniger Speicher auf seinem Smartphone.

Doch im Ausland hat man oftmals – ohne das teure Datenroaming in Anspruch zu nehmen – häufig keinen Datentarif. Daher funktionieren Dienste wie Google Maps im Ausland häufig nicht.

Ich zeige euch im folgenden Post, wie ihr Offline-Kartendienste nutzen könnt, um euch Kartenmaterial im Voraus herunterzuladen und somit ohne mobilen Datentarif im Auto oder in der stadt zu navigieren.

Mit Google Maps aktuelle Umgebungskarte offline weiterverwenden

Wenn Sie mit Google Maps in einem Moment eine Datenverbindung haben, dann die Grenze überfahren und im nächsten Moment keine mehr haben, können Sie mit einem kleinen Trick sicherstellen, dass sie die aktuell geladene Map offline weiterverwenden können.

Dazu tippen Sie auf die Suchleiste der App,  scrollen im Kontextmenü ganz nach unten und wählen Map für Offline-Nutzung speichern.

Here Maps

eine mittlerweile sehr beliebte Variante ist die App Here Maps. Auf Nokia-Smartphone ist die App bereits vorinstalliert, alle anderen müssen diese nachladen. Mit Here maps ist es möglich, die Karten ganzer Kontinente im Voraus herunterzuladen. Öffnet man dann die Here-Maps-App und hat die benötigte Karte für die aktuelle Umgebung im voraus geladen, kann man dann mit hilfe der Map auch ohne mobilen Datentarif navigieren. Einziger Nachteil: die maps sind richtig groß und brauchen daher entsprechend Speicherplatz. Here Maps zeigt hierbei bereits sehr viele Details wie beispielswiese S-Bahn doer U-Bahn-Stationen und auch einige Point of interests an.

Da ich letztens im Urlaub die here Maps verwendet habe, zeige ich euch hier mal einen kleinen Workflow.

Vor eurer Reise ladet ihr euch die Karte herunter und stellt die App auf den Offline-Modus. DAs geht über die Startseite.

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Das gute an den Here maps im Vergleich zu den Google Maps beispielsweise ist, dass die Sehenswürdigkeiten in einer Stadt gleich markiert sind – und zwar wirklich jede noch so kleine Sehenswürdigkeit, die es auch nur ansatzweise wert ist, besichtigt zu werden. Alle Orte mit einer lila Kamera als Icon sind solche Sehenswürdigkeiten. So ist es ziemlcih einfach für euch, eure Route durch die Sehenswürdigkeiten einer Stadt zu planen.

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ebenfalls sinnvoll sind die Icons mit einem rosa Plattenspieler, das sind Bars und Clubs, an denen man abends weg gehen kann.

Sehr cool ist außerdem die Möglichkeit, über das Icon auf einen Bahnhof oder eine Bushaltestelle auszuwählen. DAnn werden einem die nächsten Abfahrten angezeigt. Das hat mir in Italien sehr geholfen, da es in Italien nicht wie bie uns eine zentrale Bahn-App wie den DB navigator gibt. Da ich aber trotzdem wissen wollte, wann von meinem Hotel ein Zug in Richtung Mailänder Stadtzentrum geht, habe ich einfach auf den nächsten Bahnhof getippt und habe dann die Abfahrten gesehen, ganz ohne spezielle Bahn-App.

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Achtung: nur die Haltestation Centrale mit dem großen Zug-Icon ist der Bahnhof. Die stazione centrale m2 m3 sind S-Bahn und Bus.

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Was ist nun, wenn ihr eine Strecke zu einem bestimmten Punkt auf der Karte berechnen lassen wollt? Nun, ihr bleibt einfach mit dem Daumen eine Weile auf dem Punkt drauf, dann wird dort eine blaue Fahne gesetzt. Drückt dann einfach auf die Anzahl der Kilometer, die angezeigt werden, und schon könnt ihr mit Auto, öfftl. Verkehrsmitteln oder zu Fuß dorthin navigieren.

Ebenso sinnvoll sind Suchbegriffe, die man in die Suchleiste der App eingeben kann. Die App checkt nämlich nicht nur Adressen und GPS-Koordinaten, sondern auch Begriffe wie beispielweise

  • Gas Station
  • Cafe
  • Food
  • Shopping
  • Bar
  • McDonalds / Burger King
  • Hotel

usw.

Jedoch fand ich die Suche auch teilweise komisch. Beispielsweise konnte ich den Mailänder Dom nicht finden, wenn ich in die Suchleiste „Mailand Dom“ eingegeben habe. Wenn ich aber nur „Dom“ eingegeben habe oder das italienische „Duomo“, dann wurde er gefunden.

Galileo Offline-Karten

Die App Galileo Offline-karten ist ausschließlcih für iOS-Geräte verfügbar und funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die here maps. Sprich auch hier werden die Karten unter Aufopferung von etwas Speicherplatz im Vornherein heruntergeladen. Danach kann man in den betroffenen Abschnitten mit Hilfe der App navigieren.

Navigator-App für Android

Die Navigator-App für Android ist mehr zum Navigieren für Autofahrten und weniger zum planen von Stadt- und Shopping-Touren geeignet, da der Detailreichtum der Karten für Stadttouren nicht ausreichend ist. Wenn es jedoch darum geht, nach Überschreiten einer Grenze noch mit dem Auto an seinen Zielort zu kommen, ist die app genau richtig. Auch hier werden die Karten im Vornherein herunterladen. Danach navigiert man ganz normal über die App zum Zielort, wobei sich die app der im vornheren heruntergeladenen Karten bedient. Wie auch bei den anderen Lösungen nehmen die Karten einiges an Speicherplatz in Anspruch.

 

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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