On-Demand Serien- und Moviestreaming im Vergleich

(Last Updated On: 7. November 2015)

In einem vergangenen Post von mir ging es überwiegend um das Streamen von Fernsehsendern, um beispielsweise bestimmte Serien, Fußballspiele o. Ä. über diese Streamer anzusehen.

Jedoch ist es natürlich vor allem für Serienjunkies wesentlich komfortabler, einen dedizierten Streamere zu wählen, der sich auf das Ausstrahlen von Fernsehserien spezialisiert hat.

In diesem Post gehe ich ausschließlich auf das Standard-Streaming-Angebot dieser dienstleister ein. Bei vielen Anbietern wie Amazon Prime ist es weiterhin möglich, sich zusätzlich zum allgegenwärtigen Streaming-Angebot eigenetsändig Filme und Serien dazu zu kaufen. Dieses sogenannte á la carte-Konzept werde ich jedoch erst in einem späteren Post durchleuchten.

Netflix Deutschland

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Netflix ist der bekannteste Streamer von Serien. Der erste Probemonat ist kostenlos, danach gibt es ein Abonnement schon ab 7,99 € / Monat, HD-Qualität gibt es aber erst ab 9,99 € / monat. Dafür kann man bei diesem Plan auch schon auf zwei Geräten gleichzeitig gucken und kann sich den Account somit mit einem anderen im selben Haushalt teilen. Dabei ist es möglich, eine PIN festzulegen, die man eingeben muss, wenn der Account FSK18-Material ansehen möchte. So kann man seinen Account beispielsweise mit den Kids teilen. Solange man ihnen den PIN nicht gibt, hat man Kontrolle darüber, dass diese sich entsprechend eingestuftes Material nicht ansehen können.

Anfangs wählt man Serien und Filme aus, die einem gefallen, und Netflix versucht dann gleich, passende Vorschläge auf der Startseite zu präsentieren. Das funktionierte bei mir schon sehr gut.

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Zum Ansehen auf einem Desktop-PC muss im Browser ein entsprechendes Plugin aktiviert sein – hier beispielsweise für den Firefox gezeigt. Stellt sicher, dass das Plugin immer aktiv ist und sich automatisch updated.

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Leider stelle ich fest, dass auf Netflix längst nicht alle Serien in ihrer aktuellen Staffel vorhanden sind. so gibt es anfang november 2015 noch nicht mal die 5. Staffel von The Walking Dead, obwohl die 6. bereits angelaufen ist. Ebenso fehlen die kompletten Serien 24, Blackadder, Vikings,

Leider gibt es selbst auf Netflix keine Serien von HBO zu sehen, darunter beispielsweise der Kracher Game of Thrones. Daran kann jedoch kein Streaming-Anbieter: weder Netflix noch Hulu oder sonst jemand, etwas daran ändern. Denn HBO ist sehr restriktiv mit der Art und Weise, wie ihre Produktionen an andere Streaming-Plattformen weitergegeben werden. Man solle doch HBO’s eigenen Streaming-Service – HBO Go – nutzen. Doch dieser ist nur für Nutzer aus den USA zugänglich.

Ansonsten kann man sich über das Angebot von Netflix jedoch nicht beschweren. Alte und  neue Klassiker sowohl aus dem internationalen wie auch aus dem deutschsprachigen Raum sind verfügbar. Sie finden hier sowohl alle fünf Staffeln von Stromberg wie auch Knaller aus den USA wie biespielsweise Lost, Friends, IT Crowd, Daredevil, Spartacus, Sons of Anarchy, From Dusk Till Dawn, breaking Bad, Better Call Saul, House of Cards, Defiance, Californication u. v. m.

Hulu

 

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Auch bei Hulu gibt es einen kostenlosen Monat geschenkt. Danach gibt einen Plan für 7,99 US$ / Monat, bei welchem das Streaming hin und wieder durch Werbeeinblendungen unterbrochen wird. Der werbefreie Tarif kostet dann 11,99 US$ / Monat.

Leider ist der Dienst standardmäßig nur in den USA verfügar. Der Grund hierfür liegt darin, dass sich verschiedene Rechteinhaber und der Provider nicht über die Preise einig werden konnten. Jedoch vermisst man auch hier einige Serien wie beispielsweise Game of thrones oder die aktuelle Staffel von The Walking Dead.

Es ist möglich, den Dienst auch in Deutschland zu nutzen. Dazu braucht ihr allerdings einen VPN-Dienst (oder einen ähnlichen Service), der es euch ermöglicht, eine us-amerikanische Herkunft (durch die IP-Adresse) vorzugaukeln und dabei gleichzeitig noch ausreichend Bandbreite zur Verfügungg zu haben, um das Angebot genießen zu können. Typische Proxy-Dienste wie Tor usw. fallen dabei schonmal raus, ebenso wie eigentlich alle kostenlosen VPN-Dienste. Eine allgemein bekannte Möglichkeit zum Freischalten des Dienstes ist der Dienst UnblockUS. Das Freischalten des Dienstes über einen solchen Service fällt jedoch in eine rechtliche Grauzone. In der Praxis sind Einzelfälle bekannt, die zu Sperrungen aus dem Dienst oder anderen Strafen geführt haben. Rechtlichen Rat sollte man sich hierbei an anderer Stelle einholen.

Neben der Herkunft über einen VPN-Dienst muss man jedoch auch eine Zahlungsmethode bereitstellen können. Nur US-Kreditkarten und amerikanische Paypal-Konten werdne akzeptiert. Lösen kann man dieses Problem über Prepaid-Kreditkarten aus den USA. Ein Spezi aus den USA kann eine solche Prepaid-Kreditkarte mit Geld aufladen und man selber kann dann damit zahlen. Solche Kreditkarten werden jedoch auch auf Ebay und Co. angeboten. Zur Aktivierung der Prepaid-Karte muss eine Postleitzahl aus den USA eingegeben werden, bestenfalls eine aus Oregon oder Delaware, das spart Steuern beim Bezahlvorgang.

zu guter letzt ist dann  noch eine amerikanische E-Mail-Adresse notwendig. Dies ist aber die am leichtesten zu überwindende Hürde. die E-Mail-Adresse muss eine endung wie .com oder .net haben und man sollte sich beim E-Mail-Anbieter mit einer amerikanischen IP-Adresse angemeldet haben.

Weitere Dienste, die US-exklusiv sind, sind beispielsweise HBO Go, die US-amerikanische Version von Netflix mit einem etwas aktuelleren Angebot, ITV unbd BBC iPlayer.

Amazon Prime

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Auch Amazon Prime lässt sich den ersten Monat kostenlos testen. Nach der Aktivierung haben sie auf der Amazon-Startseite über die Schaltfläche „Mein Prime“ direkt Zugang zu den einzelnen Serviceportalen von Amazon Prime. Neben dem für uns interessanten „Amazon Prime Instant Video“ gibt es nämlich auch noch beispielsweise Amazon Prime Music, einen Musikstreaming-Service, den ich an dieser Stelle schon einmal reviewed habe.

Auch bei Amazon Prime sucht man vergeblich nach Staffel 5 und 6 von The Walking Dead oder nach Game of Thrones. Dafür gibt es allerdings beispielsweise die Serien Vikings und 24, die ich auf Netflix vergeblich gesucht habe. Und das überraschende: Auch sonst nehmen sich die Angebote von Amazon Prime und Netflix erstaunlich wenig. Vergleichen Sie einfach mal selbst, ob Sie auf Netflix Serien und Filme finden, die es auf Amazon Prime nicht gibt. Ich persönlich konnte nicht wirklich viel entdecken. Sogar Serien, die unter dem Netflix-Label laufen, wie beispielswiese DareDevil, sind auf Amazon Prime Video zu finden. Jedoch muss man hier auch erwähnen, dass einige Netflix-eklsuvie Serien wie Penny Dreadful, die Serie „scream“, Better call saul  oder Marco Polo nicht verfügbar sind. Einige der hier genannten Serien lassen sich dafür für 2,49 € pro Episode kaufen.

Maxdome

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Auch maxdome lässt sich einen Monat lang kostenlos testen. Wie schon bei Netflix können Sie auch hier eine PIN zum Schutz von FSK18-Content festlegen. Neben seinem Streaming-Service bietet Maxdome auch noch einen Shop, in welchem Filme und Serien, die im Streaming-Angebot nicht enthalten sind, gekauft werden können. Desweiteren gibt es einen Service „Maxdome Live“, in welchem Sportevents zum Grundtarif flexibel hinzugebucht werden können, etwa Kämpfe der UFC. Thematik dieses Posts soll nur das Standard-Streaming-Angebot „Monatspaket“ sein.

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auch bie Maxdome sucht man vergeblich nach Vikings, The Walking Dead Staffel 5 und 6, 24 und Game of Thrones.

Watchever

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Wie immer kann man auch den Watchever-Dienst kostenlos testen.

Auch auf Watchever gibt es die letzten beiedne Staffeln von The Walking Dead nicht. Ironisch, da doch auf der Startseite von WatchEver Rick und Carl abgebildet sind, was doch irgeendwie impliziert, dass die aktuelle Staffel verfügbar sein müsste?! Ebenso vergeblich sucht man nach 24, Vikings und Game of Thrones.

Fazit

Damit wären wir auch schon am Ende im Vergleich der On-Demand-Streaming-Anbieter. Wie bereits erwähnt, steht ein Test der á la carte-Angebote, bei welchem man Filme, Staffeln und einzelne Episoden von Serien kaufen und dann gleich digital konsumieren kann, noch aus.

Meine grundsätzliche Empfehlung ist, dass man mit einem der oben genannten Streaming-Anbieter für ein gutes Grundrauschen sorgen kann und sich dann die einzelnen Serien, die auf diesem Streaming-Service nicht verfügbar sind, über die im nächsten Post erwähnten á la Carte-Anbieter kaufen kann.

Sehr überzeugt hat mich Amazon Prime Video. Das Angebot ist sehr breit gestreut, beinhaltet On-Demand Musik-Streaming (steckt halt noch in den Kinderschuhen)  und kostet runtergerechnet rund 4,15 € / Monat, ist dafür nicht monatlich kündbar.

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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2 Antworten

  1. 8. November 2015

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