Ordnung schaffen mit einem persönlichen Inventar

(Last Updated On: 22. Dezember 2014)

Geht es Ihnen auch so? sie haben zwar Ordnung in Ihrem Haushalt, haben aber insgesamt so viel Zeugs rumliegen, dass Sie desöfteren vergessen, wo Sie eine bestimmte Sache denn eigentlich gelagert haben?

Oder sie leben in einem Haushalt mit mehreren Personen und stellen irgendwann fest, dass ein anderer (oder vielleicht sie selbst mal) das jeweilige SAchgut weggenommen und nicht wieder an seinen rechtmäßigen Platz zurückgestellt hat. Dann geht das Gesuche los.

solche Probleme lassen sich vermeiden, wenn man ein Inventar führt und dieses mit regelmäßigen Kontrollen verbindet. Dabei prüft man nicht immer das gesamte Inventar, sondern immer nur einen Teilbereich, also z. B. Kleidung, Büromaterial, Sportausrüstung oder Werkzeug. So hat man über lange Sicht immer einen Überblick, was wo stehen soll und vor allem, was noch da ist und was nicht mehr. Dadurch verringert amn die Reaktionszeit, wenn man jemanden darauf ansprechen will, wo denn das gute Stück geblieben ist.

Zunächst unterteilen wir unser Inventar in zwei große Kategorien: Gebrauchsmaterial, also Sachen die einmal gekauft immer da sind – und Verbrauchsmaterial, also Sachen die reglemäßig ausgehen und neu beschafft werden müssen.

Kümmern wir uns als Erstes um das Gebrauchsmaterial.

Unterteilen Sie Ihr Gebrauchsinventar zunächst in Themenbereiche. Ich habe zum Beispiel

  • Haushalt: Reinigungsmittel, Möbel, Haushaltsgeräte, Ordnungssysteme, Pflanzen
  • Büro: Festes Büro- und Schreibmaterial wie beispielsweise whiteboard, Pinnwand, Schreibtischlampen, bereits fest befüllte Ordner im Aktenschrank usw.
  • IT- und Mutlimedia: Monitore, PCs, Notebooks, Drucker, Festplatten, Fernseher, DVD-Player usw.
  • Gaming: Ich habe für Gamingutensilien eine extra Kategorie,gemacht, obwohl man sieauch in Multimedia hätte einordnen können. hier liste ich Spielekonsolen, Spiele, Controller usw. auf
  • Kleidung: T-Shirts, Unterwäsche, Jeans, Jogginghosen, Kurze Hosen, Sportkleidung, Mützen, Stirnbänder, Skimasken, Pullis, Westen, Jacken, sonnenbrillen usw.
  • ich habe außerdem für jede Sportart, die ich betreibe, eine extra Kategorie gemacht
  • Kochen: Küchenutensilien, Geschirr, Küchengeräte usw.

Nun bauen Sie sich in microsoft Word oder OpenOffice eine DIN4-Seite. Als Überschrift schreiben Sie immer eine Kategorie, und den Rest des Blattes befüllen Sie mit einer Tabelle mit folgenden Spaltenüberschriften

NameOrt 1Ort 2Ort 3AnzahlStatus

Kurze Erklärung: Ein bestimmter Gegenstand ist NIE grundsätzlich an einem Ort – oder nur selten. Nehmen wir beispielsweise mal Ihren Haustürschlüssel. Der kann in einer Schüssel neben der Tür sein, an einem Haken in einem Schlüsselhaken, und manchmal lassen Sie ihn auf dem Nachttisch oder im Auto liegen.

Geben Sie bei Ort1 den Ort ein, bei welchem der Gegenstand sich am häufigsten befindet. Bei Ort2 eben der Alternativort. Wenn sie den Gegenstand ab und zu verlieren und ihn an bestimmten Orten wiederfinden (ich lasse meinen Schlüssel z. B. regelmäßig in meiner Sporttasche im Vorderfach liegen), dann ist dies ein Kandidat für Ort 3.

Was Sie jetzt machen, ist, für die jeweilige Kategorie alle Gegenstände mit einem Stift aufzuschreiben, die grundsä#tzlich in Gefahr liegen

  • verloren zu gehen (dann können Sie entweder Leute fragen, wissen, dass Sie suchen müssen, oder sie können einen Erastz nachkaufen)
  • von anderen geliehen und nicht mehr zurückgebracht zu werden
  • an einen anderen Ort verlegt zu werden

alle anderen Gegenstände, die quasi nie ihren Standort verlassen werden, lassen sie weg.

Dabei sollten Sie die einzelnen Gegenstände, die sie aufführen wollen, gruppieren. Beispiel: Ich liste natürlich NICHT jedes einzelne T-Shirt auf, das ich habe. Ich habe meine T-Shirts in einfarbige T-Shirts und Motiv-T-Shirts unterteilt. Genau so habe ich sie auch in meinem Kleiderschrank getrennt.  Ich habe also nur die einfarbigen und die T-Shirts mit Motiv durchgezählt und bei Anzahl diej eweilige Menge dazugeschrieben. So machen Sie es beispielsweise auch mit ihren Küchenmessern, Tassen, Tellern usw, sofern diese Gefahr laufen, mal von einem Bekannten für einen Campingausflug oder für ein Picknick ausgeliehen zu werden.

sollte eines Ihrer Gegenstände mal kaputt gehen,. verliehen werden oder repariert werden müssen, notieren Sie das unter Status. Sie können beispielsweise notieren „verliehen an…“ oder „Reparatur“ oder „Ersatz“.

Am Anfang machen Sie das mit dem Stift. Sie drucken Sich die Listen aus und gehen damit im Haus rum, bis Sie einen Grundstock von Ihren Gebrauchsmaterialien einmal aufgenommen haben. Irgendwann, wenn Sie mal Zeit haben, digitalisieren Sie die Listen und schreiben es in eine Word-Datei. Von nun an, wenn Sie einen Gegenstand verlieren oder einen neuen dazu kaufen, pflegen Sie einfach aus Gewohnheit gleich Ihre Inventarliste.

Sobald Sie Ihr Inventar das erste mal digitalisieren, sollten Sie noch ein paar Spalten für Zusatzinformationen hinzufügen

HandbuchRücksendungGarantieHändlerRechnung / Bon

 

Unter der Spalte Handbuch tragen Sie einen Link zum Handbuch ein sofern es eines gibt- entweder die Download-Version, wenn der Hersteller eine zur Verfügung stellt, oder vielleicht eine digitalisierte/eingescannte Version.

Unter Rücksendung tragen Sie bei einem neu gekauften Gegenstand ein, wie lange Sie Zeit ahben, um den Gegenstand bei nichtgefallen zurückzuschicken

Unter Garantie tragen Sie den längsten Garantiezeitraum (Händler oder Hersteller) ein

Unter Händler kommt die Webadresse zum Shop oder zum Amazon/Ebay-Profil des Händlers rein.

Unter Rechnung / Bon tragen Sie einen Dateilink zur Rechnung oder zum Kassenbon, den Sie entweder bereits digital zugeschickt oder eingescannt haben, ein.

Gut, das Gebrauchsmaterial hätten wir jetzt inventarisiert. kommen wir zum Verbrauchsmaterial.

Auch hier lohnt es sich wieder, Gruppierungen durchzuführen. Hier ein paar Beispiele

  • Küche: Backpapier, Alufolie, Küchenrolle
  • Haushalt: Verschiedene Sorten von Batterien, verschiedene Sorten von Glühbirnen, Kohleanzünder für den Feuerholzofen, Feuerholz oder Heizpellets, Feuerzeugbenzin
  • Büro: Schriebmateiral, Schreibblöcke, Lineale, Radierer, Tackernadeln, Druckerpatronen, Druckerpapier, Collegeblöcke / Notizblöcke, Whiteboardstifte, Paketbank, Klebestifte, Versandtaschen, Briefumschläge, Briefmarken
  • Hygiene: Fensterreiniger, Bodenreiniger, Duschgel, Rasierschaum, Rasierklingen, Kondome, Zahnpasta, Desinfektionsmittel, Klosteine, Nähmaschinenöl für den elektrischen Rasierer, Ceranfeldreiniger, Tampons
  • Schuhe: Schuhcreme, bienenwachs, Schnürsenkel
  • Auto: motoröl, Frostschutz, Autopolitur, Glühbirnen
  • Arznei: tempotaschentücher, Pflaster, Aspirin, Oropax, Nasenspray

Vorab ein paar Anmerkungen: Ich habe in der Kateogire Küche bei mir keine Zutaten wie beispielsweise Öle, Sirup, Butter, Weizenerzeugnisse, Gewürze oder dergleichen auf der Liste der Verbauchsmaterialien, da ich hierfür jede Woche vor dem Einkaufen meine Zutatenliste checke.

In die Inventarliste für das Verbrauchsmaterial kommen nur die Mengen rein, die gerade auf LAger sind, nicht die, die gerade gebraucht werden. Will sagen: Sie führen in Ihr inventar keine angebrochene Flasche motoröl auf, keine in der Fassung befindlichen Glühbirnen und keine im Drucker befindliche Druckerpatronen, sondern nur das, was derzeit auf Lager ist.

Ich finde es sinnvoll, als Verbrauchsmaterial auch „kleinmist“ aufzuführen, der zwar häufig nur einmalig gekauft wird, aber desöfteren verloren geht und dadurch neu beschafft werden muss. Deshalb stehen bei mir beim Verbrauschmateiral beispielsweise auch Lineale, Lesezeichen, und Gasanzünder / Feuerzeuge dran.

Die Liste machen Sie auch hier in Word und füllen Sie zunächst mit dem Stift aus, bis Sie eine Basis erstellt haben und diese später digitalisieren. ihre Tabelle könnte beispielsweise so aussehen:

NameOrtIst-BestandSoll-BestandNachkaufbestand

Unter Ort geben Sie ein, wo Sie das Sachgut lagern, bei Ist-Bestand der derzeiutige Bestand des Materials, bei Soll-Bestand das, was sie  normalerweise davon auf Lager haben möchten, und bei Nachkaufbestand der, bei dem sie beginnen möchten, etwas davon nachzukaufen.

Jetzt, da Sie ihr inventar vervollständigt haben, sollten Sie es in einen Ordner heften und reglemäßig checken. Das Verbrauchsmaterial sollten Sie einmal im Monat komplett prüfen. Jeden monat prüfen Sie außerdem eine Kategorie aus Ihrem Gebrauchsmaterial. Das heißt einmal im Monat prüfen Sie die küche, einmal ihre Kleider, usw.

Wenn Sie einen Gegenstsand verlieren, dann blättern Sie erst  in  Ihrem Inventarordner, an welchen Orten sich der Gegenstand normalerweise befindet oder versteckt, und suchen erst dort.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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