Sauna-Wissen für Einsteiger

(Last Updated On: 31. Oktober 2014)

Die Sauna ist in Deutschland schon fast zum Trend geworden, vor allem vom mittleren bis ins ältere Alter erfreuen sich Deutsche dem kollektiven Schwitzen. Schade, dass die jüngere Generation dem Trend noch etwas hinterherhinkt. Doch was steckt hinter diesem Körperkult?

Die Sauna als Gesundheitsquell

Zunächst einmal ist die Sauna für viele Leute ein Zufluchtsort zur Entschleunigung des eigenen Lebens geworden. Ein Ort, an dem man abschalten kann, dem Stress entfliehen kann, sich auf sich selbst besinnen kann. Das Bad in der feuchten Hitze wirkt entspannend und kann auch gut für die Gesundheit sein, wenn man es wirklich macht.

Ja, ist denn saunieren jetzt wirklich gesund? Und warum?

Gerade jetzt, in der kalten Jahreszeit, sind wir vielen Belastungen ausgesetzt. Die eiseskälte draußen und drinnen die trockene Heizungsluft. Dann begibt man sich an öffentliche Plätze mit vielen rumhustenden Geschöpfen und wundert sich dann, wenn man selber irgendwann krank im Bett liegt.

Der Gang in die Sauna kann vorbeugend wirken. Reglemäßige Besuche können das Immunsystem trainieren. Auch Erklärtungen kann man durch regelmäßige Saunagänge vorbeugen. Das Saunieren funktioniert dabei ähnlich wie eine natürliche Abwehrreaktion des menschlichen körpers: Fieber. Durch das Fieber produziert der Körper mehr Abwehrzellen, sogenannte Interferone. Deren Produktion wird durch den Hitzeschub auchin der sauna angeregt. Diese halten sich nach dem Saunieren bis zu einer Woche im Blut und sorgen für eine erhöhte Abwehrbereitschaft des Körpers.

Desweiteren hat Saunieren positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel sowie auf den Kreislauf des Körpers. Saunieren kann dabei helfen, den Blutdruck zu stabilisieren, wenn man sich nach jedem Saunagang rasch abkühlt. Das hält den Kreislauf in Schwung und wirkt positiv auf die Gefäßdurchblutung.

Ich persönlich Schätze saunieren außerdem durch ihre Inhalationswirkung für den Hals-Nase-Ohren-Bereich. So hilft Sie, die Belüftung des Mittelohres und der eustaschischen Röhre zu verbessern und beugt somit Mittelohrentzündungen und Erkältungen im Allgemienen vor.

Auch im Hinsicht auf die Schönheit des Menschen ist Saunieren wohltuend. Die anregende durchblutung, das Schwitzen und die daraus resultierende Reinigung sind wie Balsam für die Haut. Die Sauna trainiert sogar die Säureschutzbildung der Haut und ist daher auch aus gesundheitlichen Gründen ein prima Hautpflegewerkzeug.

Wichtig im Bezug auf das Saunieren ist, dass man in die Sauna NICHT mit einer bereits bestehenden Erkrankung hingeht. Während eine Sauna vor dem Einsetzen einer Erkrankung präventiv vorwirken kann, so verstärkt sie eine bestehende Erkrankung durch den Wärme-Kälte-Wechsel! Krankheitserreger halten sich in einer sauna aufgrund der warmen Luft außerdem richtig lange. Desweiteren setzen sich andere Saunagänger dann einer Ansteckungsgefahr aus, was genau das GEGENTEIL des eigentlichen Zweckes zum Saunieren ist. Wer also krank ist, hat in der Sauna nichts verloren! 

Aber die meisten machen das doch nicht wirklich aus diesem Grund, oder?

Zumindest die älteren Semester machen es eigentlich schon deswegen. Aber die meisten Saunagänger machen es wie gesagt eher zum Entspannen. Und das ist auch gut so. WEr sich Zeit für eine Sauna nimmt, lernt, sein Leben ohne Schnellebigkeit zu verbringen und sich auf die kleinen Momente zu freuen. Auch dafür ist saunieren gut. Und natürlich kommt man mit neuen Leuten ins Gespräch. Meine Sauna, die ich zurzeit öfters besuche, ist ansässig in Regen im Bayerischen Wald und ich treffe mich dort jetzt seit einiger Zeit jede Woche mit den selben Leuten, die immer dienstags saunieren geht. Das schöne daran ist, man lernt sich kennen und man kommt in ein richtiges „Vereins“-Feeling. Auch das ist für viele ein Grund für die Sauna.

Jetzt mal für totale Anfänger: Wie geht man denn nun am Besten Saunieren?

Zunächst sucht man sich natürlich erstmal eine Location. Grundsätzlich gibt es auch Saunas in Fitness-studios und in Frei- oder Hallenbädern.Diese sind etwas billiger als eine Vollwert-Sauna in dedizierten Saunastudios oder den Anlagen in Wellness-Hotels – doch fehlt ihnen oft die typische Vollausstattung, mehr als die Sauna selber und einige Duschen bekommt man da häufig nicht. Das ist für den Anfang jedoch ausreichend. Ambitionierte gehen wie gesagt in ein Wellness-Hotel oder ein ausgewiesenes Wellnesstudio. Dabie ist sicherzugehen, dass die Sauna gerade offen hat und, falls man zu den Herren der schöpfung gehört, gerade eine gemischte Sauna stattfindet und keine Damensauna. Vor dem Saunieren sollte man dann noch ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, damit man vom Schwitzen nachher nicht umkippt.

Preislich zahlt man in Deutschland in wirklich guten Saunen durchschnittlich 11 € für 90 Minuten Sauna. In Tschechien bekommt man die Leistung für unter 10 €. 90 Minuten ist gleichzeitig die optimale Zeit, die man zum Saunieren einplanen sollte. In einigen Studios umsonst, in anderen wiederum gegen Gebühr kann man sich Bademäntel, Badehandtücher und Badepantinen ausleihen – richtige Veteranen nehmen jedoch Ihre eigene Ausrüstung mit.

Der Dress-Code ist eigentlich überall gleich: Im Aufenhaltsbereich, in welchem sich in der Regel die Zugänge zu den Duschen, dem Eisbad und den einzelnen Saunen befinden, wird im Bademantel und auf Wunsch auch in Badehose rumgelaufen. Vor dem Zutritt zu den Saunen legt man den Bademantel ab und nimmt nur noch das Badehandtuch mit, welches man sich vorerst um die Hüfte (Frauen auch um den Oberkörper) bindet und dann ablegt und als Unterlage verwendet, wenn man seinen Platz gefunden hat. In die Dampfsauna hingegen kann man auch in Badehose gehen. In der Praxis haben aber die wenigsten Leute aber etwas an, weil Sie die Dampfsaune oft als Zwischenstation zu den anderen Saunen einplanen. in der Dampfsauna legt man sich in der Regel, im Gegensatz zu den anderen Saunen, kein Handtuch darunter, da diese sehr feucht ist und man anschließend das Holz im Mobiliar der anderen Saunen unnötig mit seinem Handtuch einnässt.

Vor dem Gang in eine sauna reinigt man sich durch eine ordentliche Dusche. Vor einem Gang in eine Sauna jedoch gründlch abtrocknen, denn mit trockener Haut schwitzt es sich besser! Hat man sich für eine Sauna entschieden, sucht man sich einen Platz. in der oberen Reihe ist es in der Regel heißer als auf den Bänken weiter unten. Das badehandtuch dient als Unterlage zum Schutz der Haut. Man kann sich dann auf einer Bank entweder sitzend oder liegend niederlassen – entsprechende Kopfstützen aus Holz zum Liegen werden bereitgestellt.

Am Eingang zu jeder sauna befinden sich Sanduhren. Diese zeigen in der Regel den optimalen Zeitraum für einen Saunagang an. kommt man in eine Sauna rein, dreht man eine noch freie Sanduhr um und hat somit ein Mittel zum Zeitmessen, wie lange man sich in der Sauna aufhalten sollte.

In der Sauna ist in der Regel reden erlaubt (und auch Lachen), aber nur im Flüsterton. Wenn sich jedoch eine eingespielte Truppe (die sich schon länger kennt) zum wöchentlichen Saunieren trifft, kann es auch schonmal lauter werden.

In der Regel gibt es zu regelmäßig festgelegten Zeiten in der Sauna einen Aufguss. Dieser ist für den eigentlichen Hitzeeffekt der sauna zuständig. Ohne einen Aufguss hält man es in einer trockenen Sauna nämlich ziemlich lange aus. Erst, wenn ein Aufguss auf die heißen Steine gegossen wird, steigt Wasserdampf auf, der vom Aufgießer dann mit einer Fahne oder einem handtuch in der Luft zerteilt wird. dieser Dampf sorgt für eine hohe Luftfeuchtigkeit und damit für einen besseren ÜBergang der Hitze auf unseren körper. Außerdem entfalten sich dann die Wirkstoffe von eventuellen Zugabemitteln zum Saunawasser besser, wie etwa Kräuter in der Kräutersauna. Anfänger sollten sich bie einem Aufguss auf den unteren Bänken aufhalten.

Anfänger werden es in der Regel während eines aufgusses noch nicht schaffen, so lange in der Sauna zu bleiben, bis die Sanduhr abgelaufen ist. Das ist aber nicht schlimm. Wann immer man das bedürfnis hat, „jetzt raus zu müssen“, hat man das aktuelle Pensum erreicht und kann raus gehen. Beim Saunieren gilt: besser kuzr, aber intensiv schwitzen als lange, aber moderat. Pro Gang genügen etwas 8 bis 15 Minuten. Die letzten ein bis zwei Minuten sollte man sitzen, um den Kreislauf auf das Aufstehen vorzubereiten.

Nach einem Saunagang gilt nun: Sofort Abkühlen (Kaltwasserguss), um den Kreislauf in Schwung zu halten. Das geht am besten in einer kalten Dusche oder über ein Eisbad, in welches man entweder mit einem beherzten Satz reinspringt oder sich langsam über die Treppe nach unten tastet. Einige Saunen haben als Alternativweg Crushed Eis in Behältern für diejenigen, die sich nur partiell abkühlen wollen – gut, wenn man beispielsweise die Durchblutung in bestimmten körperarealen verbessern will (und nein, das wirkt nicht auf ALLE Körperteile). abnfönger können auch einfach nur mit umgebundenen Handtuch in den Außenbereich gehen. Wichtig nach einem Saunagang ist außerdem frische Luft. Deswegen haben viele Saunen eine Luftzufuhr oder aber einen Außenbereich.

Zwischen den Saunagängen sollte man NICHT TRINKEN! Durch das Schwitzen sind die nieren nämlich bereits extrem belastet. Erhöht man die Belastung nun zusätzlich durch die Zuführung von Flüssigkeit, kann sich dies auf Dauer über Monate hinweg bei wöchentlichem Saunieren schädlich auf die nieren auswirken.

Nach einer Erholungspause, die genua so lange dauern sollte wie der suanagang selbst, geht man nun in den nächsten Saunagang. DAs wiederholt man dann, bis man etwa 3 Saunagänge hinter sich gebracht hat. Danach kühlt man sich  noch einmal final ab und begibt sich dann in den Ruheraum, wo man sich auf einer Liege niederlassen, ausschwitzen und die Muskulatur entspannen kann. Nach einer erholungsphase von 10-15 Minuten beendet man dann in der Regel seinen Aufenthalt in der Sauna. Nach dem letzten Saunagang auf jeden Fall genug tirnken – aber auf keinen Fall Alkohol.

sportliche Aktivitäten nach der sauna sollte man vermeiden. Sauna nach dem Sport hingegen ist sogar empfehlenswert. Die Hitze regt nämlich die Durchblutung und den Stoffwechsel an. Dadurhc kann der Körper nach der Trainingseinheit schneller regenerieren. Stoffwechselproudkte iwe beispielsweise Laktat werden dann schneller abgebaut, und Botenstoffe, die zur Regeneration nötig sind, kommen ebenfalls schneller in der Muskulatur an. Verspannung lösen sich schneller, Zerrungen und Kater können durch einen Saunagang präventiv verhindert werden, oder heilen zumindest besser ab.

viele kennen ebenfalls die Wärmepflaster aus dem physiotherapeutischen Bereich. Den selben Effekt kann man teilweise auch in der Sauna haben, wenn wärme gezielt auf kleinere Verletzungen einwirken kann. Außerdem haben die so freigesetzten Beta-Endorphine eine schmerzstillende Wirkung.

damit man die gewünschten Gesundheitsvorteile erzielt, muss man die Sauna reglemäßig aufsuchen. Empfohlen wird einmal ide Woche (genauer gesagt 50 Wochen im Jahr), das lässt sich natürlich nicht immer einrichten, aber ich sage mal wer auf 40 Wochen im Jahr kommt ist auch gut dabei.

Schlusswort

Das war ein erster Überblick über das saunieren. Ich hoffe Ich konnte euch für dieses wohltuende Hobby begeistern und euch zu einem regelmäßigen Wellness-Erlebnis inspirieren.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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