Visualisierung: Diagramme

(Last Updated On: 7. Mai 2016)

Heute beschäftigen wir uns mit dem so ziemlich wichtigsten Visualisierungsthema überhaupt: Mit Diagrammen. Hierbei geht es um die Kunst, nicht etwa verschiedene Abläufe und Zusammenhänge darzustellen, wie es etwa bei freien Diagrammen, BPMN, UML oder ERM der Fall ist, oder Pläne zu erstellen, wie beispielsweise bei Flurplänen, Organigrammen oder Gantt-Charts, sondern um die Visualisierung von Datengrößen. Durch die Visualisierung kann der Betrachter schneller Schlüsse aus einem bestimmten Datenbestand an Zahlenwerten erschließen. Er kann Trend beobachten, Ursachen erkennen und Schlüsse ziehen.

Achtung: In diesem Post bschäöfitgen wir uns nicht mit dem Plotten mathematischer funktionen. Wir befassen uns also nicht damit, wie man den graphen einer mathematischen Funktion zeichnet, sondern wir befassen uns mit dem Darstellen von Relationen, also formellosen Daten der Statistik, die beispielsweise von einer Umfrage, ein Business Intelligence System oder durch ein Marktforschungsinsitut stammen könnte.

 

 

Welches Diagramm für welchen Zweck?

Das aller wichtigste zuerst: Welches Diagramm verwende ich für welchen Zweck? Zunächst einmal gilt es zu unterscheiden, was an den Daten Ihnen besonders wichtig ist, etwa

  • der Vergleich zwischen den verschiedenen Größen
    Der Vergleich steht im Vordergrund, wenn Sie etwa zwei Filialen, Mitarbeiter, Unternehmen, Produkte usw. gegeneinander aufstellen wollen. Die Fragen lauten: Wer hat am meisten im aktuellen Quartal verkauft, wer ist erfolgreicher, wer ist am effizienstesten?
  • die Zusammensetzung von Daten steht im Vordergrund, wenn Sie etwa wissen wollen, welche Altersgruppen am ehesten in die Zielgruppe eines Produkts oder Unternehmens passen, wie viele Senioren im Vergleich zu Jugendlichen es in Deutschland gibt, wie viele Verbrenner- im verlgeich zu Elektroautos es gibt usw.
  • die Verteilung von Daten ist wichtig, wenn Sie beispielsweise wissen wollen, welche Produkte in welchen von zwei oder drei Egiesnchaften besonders stark sindBeispiel gefällig? ein STreudiagramm sortiert die Länge und Breite von verschiedenen Artillerieschiffen.
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    Quelle: WikipediaAus dem Diagramm sind sofort einige Eigenschaften ersichtlihc: die Schiffe, die am weitesten rechts oben leigen, sind am größten, und deijenigen, die am ehesten links unten liegen, sind am kleinsten. Leichte Kreuzer und Schwere Kreuzer unterscheiden sich nur in Ihren Extremen, es gibt aber auch Leichte und Schwere Kreuzer, die eine ähnlcihe Größe haben.
  • die Beziehung steht im Vordergrund, wenn man herausfinden will, wie die eine Größe von einer anderen abhängig ist. Das sit etwa wichtig, wenn man wissen will, wie hoch das Risiko einer Geldanlage im Vergleich zur Rendite ansteigt, oder der Verbrauch eines Fahrzeugs im Verlgeich zu seinen Pferdestärken ansteigt, oder welches Produkt den besten Kompromiss aus zwei verschiedenen Kaufkriterien bietet (also in der Mitte liegt).
  • der Trend steht im Vordergrund, wenn Sie wissen wollen, wie sich bestimmte Werte über einen gegebenen Zeitraum hinweg entwickelt haben – etwa Aktienkurse oder Verkaufszahlen.
  • das Ganze steht im Vordergrund. Man möchte die einzlenen bestandteile zeigen, aus dem sich etwas zusammensetzt. Für einfache Entitäten hier ist das Kuchendiagramm optimal („Wie setzt sich aktuell der Bundestag zusammen?“). Wenn mehrere Entitäten gleichzeitig analysiert werden können, bietet sich das Wasserfall-Diuagramm an.

Wenn Sie diese zentrale Fragen beantwortet haben, gibt es noch Detailfragen, die dann letztendlich zum am besten geeigneten Diagramm führen. Über http://labs.juiceanalytics.com/chartchooser/index.html könne Sie nach diesen fünf Kriterien sortieren. Ansonsten liefert Ihnen eine Google Suche nach „chart Chooser“ einfache Bildübersichten, mit denen die Auswahwl eines passenden Diagrams kinderleicht wird. Ein weiterer guter Post zum Vergleich ist hier auf Hubspot. https://blog.hubspot.com/marketing/data-visualization-choosing-chart

 Microsoft Excel

Fangen wir mit dem klassiker an.

diagramme mit 2 Variablen

Diagramme mit 2 Variablen sind sehr einfach zu erstellen. Einfach in die Spaltenüberschriften die Werte der Variable 1 eintragne und in die Zeilenüberschriften die WErte der Variablen 2

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Diagramme mit 3 Variablen

Das erstellen von Diagrammen mit 3 Variablen ist ebenfalls sehr einfahc. dazu müssen Sie einfach die drei Variablen nebeneinenader stellen

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Das Ergebnis sieht standardmäßig aber noch relativ nackt aus

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deswegen linksklickt ihr erstmal auf das Diagramm und geht dann auf den Reiter Layout im Ribbon-Menü von Office. Als erstes würden wir z. B. wollen, dass die Blasen auseinander gehalten werden können. Dazu doppelklickt ihr auf eine einzelne  Blase und stellt dann für diese eine eine gesonderte Füllfarbe ein. Von dort an bekommt ihr auch von Excel automatisch mehrere Datenreihen angezeigt.

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Das könnt ihr nun für alle Blasen wiederholen. Wenn ihr nun noch Beschriftungen hinzufügen wollt, rechtsklickt auf enie der blasen, so dass alle Blasen miteinander ausgewhlt sind, und wählt den Kontextmenüpunkt Datenbeschriftungen hinzufügen. DAs Ergebnis ist zunächst nicht überzeugend, da die Beschriftungen die Werte der zweiten Spalte anzeigen. Auf diese beschriftungen könnt ihr jedoch klicken. Es wird zwar kein Cursor erscheinen, aber ihr könnt auf der tastatur einen Text eintippen, Enter drücken und schon ändert sich die Beschriftung. Mit den Beschriftungen ist es euch möglich,die Legende, die ihr leider nicht verändern könnt, zu entfernen. Das Ergebnis sieht dann so aus

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dygraphs

dygraphs ist ein JavaScript, welches Objekte enthält, die wiederum Daten aus einer CSV-Datei lesen und dann in einem ansprechenden Diagramm im Browser präsentieren können. dygraphs ist also eine wundbare Möglichkeit, um Daten, welche mitarbeiter mit Microsoft Excel oder Open Office erstellt haben beispielsweise ins Intranet oder in eine Wiki-Seite einzubinden und darzustellen.

Das gute an dygraphs ist also, dass Sie die Datenquellen, die Sie im selben Format erstellt haben wie weiter oben unter Excel gezeigt, einfach als .csv abspeichern und als Datenbasis verwenden können.

– to be continued-

GoJS

– to be continued –

Google Developers Chart Tool

Google Developers ist eine sehr gute Alternative zu dygraphs, also eien Möglichkeit, Diagramme im Browser auf der eigenen Webpräsenz zu erzeugen und anzuzeigen.

– to be continued-

Online Chart Tool

Online chart Tool ist ein sehr einfach zu bedienendes Online-Tool

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Tricky an diesem Tool ist, dass Sie über die Optionen Data Sets und Groups die Anzahl der Zeilen und Spalten auswählen müssen, bevor Sie Daten eingeben können.

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Leider hat in meinem Fall der import von .csv-Dateien nicht sauber funktioniert. Die Daten wurden nicht erkannt und mussten manuell in der Maske eingegeben werden. Schade.

 

amCharts

amCharts ist ein Tool, das mich aufgrund seiner einfachen Bedienung und seiner gutaussehenden Standardtemplates sehr überzeugt hat. Wählt man eine Diagrammart aus, wird einem bereits die Datenstruktur mit automatisch erzeugten Beispeildaten richtig angezeigt, man muss also nur noch die Daten eintragen.

die Daten auf amChart habe ich nicht eingetragen. Die Beispieldaten wurden automatisch erzeugt.

die Daten auf amChart habe ich nicht eingetragen. Die Beispieldaten wurden automatisch erzeugt.

chartGo – wenige Templates

Das Tool ChartGo liefert leider nur eine sehr übersichtliche Auswahl an Daigrammtypen, die man erstellen kann, und fällt daher aus meiner Auswahl an Tools raus.

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Zur Asuwahl stehen lediglcih einfache Säulen-, Linien-, Kuchen- und Flächendiagramme. asugefallene Varianten wie Blasendiagramme und Ähnliches sucht man leider vergeblich.

infogr.am

infogram ist ein tolles Tool, da es auch sehr sehr ausgefallene Diagramme wie Wordclouds oder TreeMaps unterstützt.

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Leider ist der Dienst jedoch nicht umsonst, sondern kostet nach einer dreißigtägigen Trial minimum 15 US-Dollar im Monat. Man kann zwar nach der Trial den Dienst weiterhin kostenlos nutzen – es stehen einem dann aber beinahe keine Funktionen und themes mehr zur Verfügung, was das tool dann wiederum schlechter macht als andere Free-lösungen.

Hohli

Hohli konnte mich als Dienst aufgrund seiner wenigen vorhandenen Diagramme und seiner spartanischen Funtkion zur Dateneingabe nicht überzeugen. Die Daten müssen für jede spalte einzeln in ein Textfeld zeilenweise eingegbeen werden, es gibt also keine Tabellenansicht, die einem beim Fromulieren der Daten hilft.

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verwirrenderweise gibt es eine zweite Version von Hohli auf Basis der Google Charts APi, die man afurufen kann. Dort bekommt man dann entsprechend die gewünschte Tabellenansicht und kann noch ein paar weitere Arten von Diagrammen erstellen, etwa Kartendiagramme. Mit der Funktion der Kartendiagramme punktet Hohli zumindest für diesen speziellen Fall.

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plot.ly

plot.ly ist eigentlich DAS online-Tool für Excel-Enthusiasten. in einer Excel-ähnlichen oberfläceh gibt man seine Daten ein und lässt sich auf Knopfdruck das passende Diagramm plotten. Vorteil: direktes kopieren aus Excel heraus ist meist möglihc. Auch der Import von Daten ist möglich.

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Jedoch ist auch hier die Menge an verfügbaren Diagrammen sehr dünn gesät und wir haben bereits einige andere Dienste kennengelernt, die ich persönlich als intuitiver und umfangreicher empfinde.

ChartBlocks

auch bei ChartBlocks kann man seine Daten direkt von Excel heraus in eine ähnlcihe Oberfläche reinkopieren

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Das, was Chartblocks so schön macht meiner Meinung nach ist, dass einem sofort passende Templates vorgeschlagen werden.

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Von daher ist ChartBlcoks eine nette Alternative zu Microsoft Excel, um sofort zu einem visuell beeindruckenden Ergebnis zu kommen.

RAW

Von RAW weiß ich nciht so recht, was ich halten soll. Einerseits kann man ganz einfach Daten aus Excel heraus kopieren und einfügen und kann dann auf sehr intuitive Art und weise auswählen, welche Spalte zu welcher Achse / Größe des Diagramms gehört. Jedcoh kann man hier zwar sehr ausgefallene Diagramme auswählen, aber keine einfachen wie beispielswiese Balken- und Kuchendiagramme konnte ich in der Auswahl nicht finden. Zwar kann man sich selbst eigene Charts über eine Skriptsprache bauen, jedoch ist das letzte, worum ich mich beim Erstellen eines Diagramms kümmern möchte, das Coding der Darstellungslogik. aus Gründen der Vollständigkeit möchte ich den Dienst einmal erwähnen für den Fall, dass jemand tiefer eintauchen möchte.

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Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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