Windows Recovery: Varianten erklärt

(Last Updated On: 26. Januar 2015)

Viele Heimbenutzer wundern sich oft, warum es beim Wiederherstellen von Windows-Systemen desöfteren Unterschiede gibt, die man herstellerabhängig beachten muss.

Die Standardprozedur

Eine Standard-Windows-Wiederherstellungspartition ist zunächst einmla nicht zu verwechseln mit Windows-Wiederherstellungspunkten. Die Windows-Wiederherstellungspunkte sind gespeicherte Snapshots der Systemdateien eines Computers und daher nicht vergleichbar mit einer Wiederherstellungspartition. Erstere werden im Desktop-Betrieb von Windows erstellt und wiederhergestellt und enthalten, wenn man es so will, ein Abbild des Windows-Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt, der sich jedoch nur dann wiederherstellen lässt, wenn das Windows-System zum Zeitpunkt der Wiederherstellung noch funktioniert – also noch nicht „abgeschossen“, virenverseucht oder sonstiges ist. Denn zum Wiederherstellen des Wiederherstellungspunktes braucht man in der Regel ein funktionierendes winodws-System (welches zumindest im abgesicherten Modus startet), um die Systemwiederherstellungskonsole aufrufen zu können. Ist das System bereits virenverseucht oder startet nicht mehr zuverlässig, ist hier guter Rat teuer.

Eine Wiederherstellungspartition enthält in der Regel den Stand eines Windows-Systems zum Zeitpunkt einer Neuinstallation unter Werkseinstellungen. Diese Wiederherstellungspartition kann auch dann wiederhergestellt werden, wenn das Windows-System an sich bereits kompromittiert ist, da zu dessen Weiderherstellung kein funktionierender windows-Desktopbetrieb notwendig ist.

Standardmäßig wird eine solche Wiederherstellungspartition bei der Erstinstallation von Windows bzw. bei der Erstinbetriebnahme eines Notebooks / Netbooks etc. aufgesetzt. Man kann von ihr booten, indem man das BOOT-Menü seiner BIOS- oder UEFI-Umgebung aufruft. Das passiert in der Regel, indem man nach dem Einschalten die F10- oder F12- Taste drückt. In der Regel taucht dann ein Menüpunkt auf, mit welchem man die Recoverypartition booten kann.

Taucht ein solcher Menüpunkt nicht auf und ist sicher eine Standard-Windows-Recoverypartition vorhanden, kann man auch manuell diese Partition in der Bootreihenfolge der BIOS- oder UEFI-Einstellungen ganz nach oben schieben, damit von ihr gebootet wird. Eine Windows-Recoverypartition enthält ein abgespecktes Windows, von dem gebootet werden kann (windows PE). Bootet man von der Partition, wird Windows PE gestartet und man kann von dort aus dieWiederherstellung des Systems starten.

Recoverypartitionen von Geräteherstellern

Neben der Standard-Windows-Recovery-Partition, die man also über das Bootmenü bzw. die Bootreihenfolge starten kann, gibt es aber auch von Geräteherstellern selbst angelegte Recoverypartitionen. Diese enthalten beispielsweise nicht immer eine windows-PE-Umgebung, sondern werden oft als custom-made Linux-System realisiert, von welchem dann gebootet werden kann.

Oft kann man diese Recoverypartitionen durch eine vom Hersteller definierte Taste kurz nach dem Einschalten des Gerätes booten. Bei Asus ist das beispielsweise oft die F9-Taste. Die Taste steht meistens im Handbuch des Gerätes. Hier eine mir bekannte Auflistung aus http://windows-hilfe-forum.de/f16/windows-7-laptop-netbook-von-recovery-partition-wiederherstellen-2582/, von mir zusätzlich ergänzt

Acer eRecovery:

  • Nach dem Einchalten <ALT> gedrückt halten und solange auf der F10 Taste herunhacken bis das Acer Recovery Programm startet.
  • Anschließend die gewünschte Option wählen und ggf. das System wiederherstellen.

Asus System Recovery:

  • Nach dem Einschalten F9 drücken wenn das ASUS Logo erscheint.
  • Anweisungen folgen.

Dell Restore Partition:

  • Wenn beim Einschalten das Dell Logo erscheint <Strg> + F11 kurz gedrückt halten und gleichzeitig loslassen.
  • Das Restore-Programm erscheint und stellt das System auch wunsch wieder her.
  • oder alternativ: nach dem Dell-Logo F8 drücken und im Advanced boot options Menü den Menüpunkt Repair Your Computer auswählen, Tastaturlayout auswählen und auf Next, danacha ls administrator einloggen.

HP / Compaq System Recovery:

  • Computer einschalten und mehrfach die F10 Taste drücken, wenn das Startlogo des Herstellers erscheint.
  • Im anschließend erscheinenden Dialog kann man auswählen, ob man das System komplett in den Auslieferungszustand zurücksetzen möchte, oder aber die eigenen Daten beibehalten möchte.

Lenovo:

  • kleinen Knopf neben dem Powerknopf gedrückt halten. Der Knopf startet das OneClickRecovery von lenovo, welches zuvor installiert sein muss.

Medion:

  • F3 gedrückt halten

Packard-Bell:

  • ALT + F10 drücken

Sony Recovery Partition:

  • Wenn beim Einschalten das VAIO Logo erscheint die F10 Taste drücken.
  • Der VAIO Recovery Wizard erscheint und hilft bei der Wiederherstellung.

Toshiba Recovery:

  • Beim Einschalten die Null-Taste (0) gedrückt halten. Sobald der Computer anspringt erscheint das TOSHIBA HDD Recovery Utility.

Oft kann man auch einfach während des bootsvorgangs die F8-Taste drücken und kann dann einen Menüpunkt namens Repair Your Computer oder Ähnliches auswählen. Dieser Menüpunkt wurde ursprünglich dann ebenfalls vom Hersteller angelegt.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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