Auto verleihen – was Sie bedenken müssen

(Last Updated On: 5. Dezember 2014)

Wer sein Auto einfach so aus Gefälligkeit verleiht, oder weil er sich aufgrund von Müdigkeit einem Mitfahrer das Steuer übergibt, der muss bestimmte Spielregeln beachten – sonst kann das teuer werden!

Grundsätzlich sollten Sie sich als allererstes sicher sein, dass der mitfahrer derzeit über eine gültige Fahrerlaubnis verfügt. Ohne, dass Ihnen der Mitfahrer seinen Führerschein gezeigt hat, kommt dieser also schonmal gar nicht hinters Steuer! Denn nicht nur zahlt dann ihre Versicherung bie einem Unfall keinen cent  – oder holt sich diesen per regress zurück: Sie machen isch auch noch mit strafbar.

Was entweder Ihnen als Verleiher oder dem Entleiher passieren kann

Leihen Sie jemand Anderem Ihr Fahrzeug oder überlassen einem Anderen das Steuer und dieser baut einen Unfall, bei dem öffentliches Eigentum, Personen oder fremdes Privateigentum beschädigt wird, haftet grundsätzlich Ihre Haftpflichtversicherung! Das bedeutet, Sie – und nicht der eigentliche Fahrer – werden im Scahdenfreiheitsrabatt Ihrer Haftpflichtversicherung zurcükgestuft. und bezahlen künftige eine höhere Versicherungsprämie. Den dadurch entstandenen Vermögensschaden muss Ihnen der Fahrer des Fahrzeugs  zunächst nicht zurückerstatten. Selbst wenn der Fahrer, dem Sie das fahrzeug übergeben haben, eine eigene Kfz-Haftpflicht hat, wird diese nicht zahlen, da diese Ihre Ansprüche abwehren wird. Ihnen bleibt allerdings die Möglichkeit, Schadenersatz in Höher des entstandenen Vermögensschadens durch die Hochstufung vom Entleiher zu fordern – für den dieser selbst aufkommen müsste. Blöd nur, wenn der Entleiher zahlungsunfähig ist – dann bekommen Sie nämlich kein Geld. Und wenn Sie sich außergerichtlich nicht einig werden, müssen Sie sogar bis vors Gericht gehen.

auf gar keinen Fall haftet der Entleiher für Schäden, die nicht von ihm verschuldet waren. Stellt der Entleiher Ihr Fahrzeug in einem parkhaus ab und beschädigen Dritte das Fahrzeug durch Vandalismus, haftet er auch nicht auf Schadenersatzbasis für eine eventuelle Selbstbeteiligung oder eine Rückstufung. Unproblematisch ist das natürlihc, wenn ein Fremder Ihr Auto im Verkehrsunfall verursacht hat  – dann zahlt selbstverständlich dessen Kfz-Haftpflichtversicherung.

verursacht der Entleiher als Fahrer zusätzlich zu einem Fremdschaden –  oder als Alternative dazu –  einen Schaden an Ihrem Fahrzeug, müssen ebenfalls Sie selbst dafür aufkommen! Wenn Sie eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen haben, zahlt diese jedoch den Schaden. Aber Sie werden auch hier – wie bei der Kfz-Haftpflicht – in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft  – auch hier zahlt Ihnen der eigentliche Fahrer den entstandenen Vermögensschaden zunächst nicht zurück. Haben Sie in der vollkaskoversicherung eine SElbstbeteiligung vereinbart, zahlen Sie zunächst auch hier selbst! Jedoch haben Sie auch hier wiederum privatrechtlich Schadenersatzansprüche gegenüber dem Entleiher. Jedoch müssen Sie sich auch hier wiederum im Vornherein von der bonität des Entleihers überzeugt haben. Waren Sie gar nicht vollkaskoversichert, haften wiederum erstmal Sie komplett mit Ihrem Vermögen selber! Aber auch hier haben Sie wiedeurm Schadenersatzanspruch gegenüber dem Entleiher -hier ist es aber noch unwahrscheinlicher, dass der Entleiher hierfür zur Zahlung fähig ist – denn selsbt wenn der entleiher eine Privathaftpflichtversicherung hat, kommt diese nicht für Ansprüche aus dem Führen von Fahrzeugen auf. Es ist desweiteren mehr als fraglich, ob dessen Kfz-Haftpflichtversicherung (wenn er aktuell überhaupt eine hat!), dafür aufkommen würde.

Der versicherungstechnische Vermögensschaden wird noch höher, wenn Sie zuvor eine verminderte Prämie beim Versicherer zahlen, weil Sie einen beschränkten Fahrerkreis vereinbart haben. WEnn beispielsweise nur Sie udn vielleicht einige Familienmitglieder bei der Versicherung im Fahrerkreis drinstehen, und Sie einen dort nicht aufgeführten nun Ihr Fahrzeug leihen – und es kommt zum Unfall – kommt die Versicherung zwar für den entstandenen Schaden auf. Doch Ihnen wird im Anschluss eine Vertragsstrafe auferlegt, nach der Sie die damit höhere Prämie rückwirkend nachzahlen müssen – schließlich könnten sie ja bereits vorher schon Fremde Personen an das Fahrzeug gelassen haben. Zsutäzlich müssen Sie vielleicht eine vereinbarte Vertragsstrafe noch oben drauf zahlen. Hier können Sie aber wiederum Scahdenersatz gegenüber dem Verleiher geltend machen, zu dessen Zahlung er natürlich fähig sein muss.

Keinen Schadenersatzanspruch haben Sie für schäden, die der Entleiher nicht selbst zu verschulden hat. Hier geht man von einem stillschwiegenden HAftungssuasschluss aus. Wenn Sie jemandem das Auto geliehen haben, dieser das Auto irgendwo parkt und daraufhin ein Diebstahl oder ein Einbruchversuch stattfindet, springt  Ihre Teilkaskoversicherung ein – sofern Sie eine haben. In diesem Fall sind auch wieder Sie es, der die Selbstbeteiligung tragen muss. Ist jemand dem verliehenen Auto reingefahren und begeht danach Fahrerflucht, haften ebenfalls Sie – komplett mit erhöhter Versicherungsprämie, Vertragsstrafe bei zusätzlichem Fahrer und Selbstbeteiligung – weil der Entleiher diesen Schaden nicht selbst verschuldet. Sie haben hier keinen Schadenersatzanspruch in Höhe der Rückstufung im Schadenfreiheitsrabatt, einer Vertragsstrafe oder einer Selbstbeteiligung – das Alles zahlen allein Sie selbst.

Keinen Schadenersatzanspruch haben Sie außerdem, wenn es sich um eine Gefälligkeitsfahrt handelt. das bedeutet Sei alleine haben ein INteresse daran,m dass der ENtleiher mit dem Fahrzeug fährt. Das ist beispielsweise der fall, wenn Sie den Entleiher damit beauftragen, etwas für Sie zu holen – oder sie mit seinem Fahrzeug nach Hause zu fahren, weil Sie selbst nicht mehr fahrtüchtig sind. DFann bleiben sie selbst auf der erhöhten Versicherungsprämie und der Selbstbeteiligung sitzen. Bei Gefälligkeitsansprüchen haben Sie jedoch wiederum Schadenersatzanspruch, wenn der Entleiher den Schaden während der Gefälligkeitsfahrt vorsätzlich oder grob fahrlässig begangen hat – beispielsweise durhc Überfahren einer roten Ampel.

Anders sieht es zunächst aus, wenn der Fahrer, dem Sie das Fahrzeug geliehen haben, mit der Straßenverkehrsordnung in Konflikt kommt: Denn Bußgeld oder ähnliches müssen Sie für den Fahrer nun wirklich nicht bezahlen. Aber: Decken sie beim Ausfüllen des Zeugenfragebogens den beliehenen Fahrer, sodass Verfolgungsverjährung eintritt, beantragen die Sachbearbeiter der Bußgeldbehörden bei Ihrer Zulassungsstelle eine FAhrtenbuchauflage gegen Sie als Fahrzeughalter. in Zukunft dürfen sie also jede Fahrt aufschreiben.

Noch schlimmer: Begeht der Entleiher einen Verstoß im ruhenden Verkehr, so kommt dieser zwar auch hier für das Bußgeld auf, wenn dieser beim Bußgeldbescheid angibt, diesen Verstoß gemacht zu haben. tut er das nicht und wurde seine Identität biem Ausstellen des Strafzettels nicht ermittelt, wird der gebührenbescheid gegen Sie ausgestellt. Gibt der Entleiher den Verstoß nicht zu, stehen Sie dumm da.Ist es desweiteren schwierig für die Behörden, den Entleiher finanziell in die Verantwortung zu ziehen, weil dieser beispielsweise in einem anderen Land wohnt, werden ebenfalls wieder Sie als Fahrzeughalter zur Kasse gebeten, da der behördliche Aufwand gegenüber dem Entleiher nicht zumutbar ist. Da können auf Sie neben dem Bußgeld desweiteren Abschleppkosten und Schlimmeres zukommen.

Was Ihnen im schlimmsten Fall geschehen kann

Doch es geht noch schlimmer.Bei Gefälligkeitsfahrten (bereits oben schonmal behandelt) kann es außerdem sein, dass Sie auf dem kompletten Schaden sitzen bleiben, also nicht nur erhöhte Versicherungsprämien, sondern auf dem Scahden selbst. Denn viele Versicherungen haften bei solchen Auftragsfahrten eventuell nicht, indem sie einen sogenannten konkludenten Haftungsausschluss bei Versicherungsabschluss mit Ihnen vereinbaren. Wenn sie wollen, dass Ihnen ein Bekannter einen Gefallen tut, dazu Ihren Wagen nimmt, wird dieser außerdem nur stutzig anschauen, wenn Sie ihm auch dann  noch einen schriftlichen Vertrag unter die Nase halten, dass er dann auch noch dafür haften soll. Stellen Sie also sicher, dass Ihre Versicherung sich nicht gegen Gefälligkeitsfahrten Ihnen gegenüber abgesichert hat.

Was dem Entleiher im schlimmsten Fall geschehen kann

Auch für den Entleiher kann es schlimm ausgehen. Nehmen wir einmal an, Sie verleihen Ihr Fahrzeug an jemanden, der keine Kfz-Haftpflichtversicherung hat, weil er zwar einen Führerschein und somit eine Fahrerlaubnis, aber derzeit kein Fahrzeug besitzt – und daher keine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Zwar zahlt die Haftpflichtversicherung des Verleihers für Schäden Dritter, die der Entleiher bei einem Unfall verschuldet hat – sie zahlt jedoch nicht für einen Schaden am Auto des Verleihers, wenn Sie als Verleiher  keine Vollkaskoversicherung dafür abgeschlossen haben. Hat der Entleiher keine Kfz-Haftpflicht, haben Sie trotzdem Schadenersatzanspruch gegen Ihn.

Selbst wenn Sie eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen haben: Bei grober fahrlässigkeit holt sich die Vollkaskoversicherung im sogenannten Regress das Geld vom Unfallverursacher – in diesem Fall vom Entleiher –  wieder, wenn in den Vertragsbedingungen Ihrer vollkaskoversicherung der Versicherer nicht auf die einrede der groben Fahrlässigkeit verzichtet. Hat der Entleiher keine Kfz-Haftpflichtversicherung, welche auf die Nachrede der groben Fahrlässigkeit verzcihtet, zahlt er den Regress der Vollkaskoversicherung selbst. Der Regress der verischeurng kann hierbei bis zu 10 000 betragen – mehr Gott sei Dank wiederum nicht. Trotzdem sind 10 000 Euro bei grober fahrlässigkeit ein krasser Hut.

Dementsprechend möchte ich hier gerne eine E-Mail zitieren, die ich auf Anfrage der Siftung Warentest als Antwort erhalten habe, um mich über den REgressanspruch bei grober Fahrlässigkeit zu informieren:

Sehr geehrter Herr Loibl,

 

vielen Dank für Ihr Interesse an Finanztest.

 

Zu Ihrer Anfrage teilen wir Ihnen Folgendes mit:

 

Jeder Schaden, der auf einer Fahrt mit Ihrem Wagen, der von Ihnen versichert worden ist, Dritten zugefügt wird, wird von Ihrer Kfz-Haftpflicht beglichen und Ihr Tarif enthält dann die damit verbundene Rückstufung. Fährt jemand anderes als der Versicherte, der ein eigenes Auto hat und verursacht einen Unfall mit Ihrem Wagen, bleibt der SF-Klasse in seinem Vertrag zu seinem Wagen erhalten.

 

Grobe Fahrlässigkeit kann in der Kaskoversicherung dazu führen, dass man auf dem Schaden sitzen bleibt. In der Haftpflichtversicherung muss der Versicherer den Unfallgeschädigten dann entschädigen, kann aber vom Unfallverursacher einen Regress bis zu einer Höhe von 10000 Euro fordern (und sich darüber einen Teil des Schadens zurückholen). Die Regelungen zum Regress finden Sie in den Versicherungsbedingungen. Die können auch niedriger oder höher liegen. Meistens ist der Regress bei Unfallflucht höher. Bitte lesen Sie hierzu auf test.de.

https://www.test.de/Schadenregulierung-Wie-viel-Versicherer-bei-grober-Fahrlaessigkeit-zahlen-4641013-0/

 

https://www.test.de/Kfz-Versicherung-Grob-fahrlaessig-1847204-0/

Viele Versicherer bieten – oft gegen Aufpreis – eine Klausel an, mit der sie auf den Einwand der groben Fahr­lässig­keit in der Kasko-Versicherung verzichten und statt­dessen voll zahlen. Wenn Sie an unserer Analyse zur Kfz-Versicherung teilnehmen, können Sie sich die Angebote dementsprechend herausfiltern. Auch in der Tabelle in Finanztest 11/14 zu den Tarifen der Autoversicherungen ist genannt, welche

– Stiftung Warentest E-Mail-Kontakt

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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