Sich selbst einen persönlichen Webproxy zu installieren kann durchaus sinnvoll sein. Sie können den Webproxy beispielsweise von einem Internetcafe oder vom Arbeitsplatz aus ansurfen und dann von dort aus andere Seiten aufrufen. Somit kann Ihr Arbeitgeber nicht mehr so einfach tracken, welche Seiten Sie besuchen. Dazu müsste er schon den Datenverkehr selbst eingehender analysieren, was natürlich nicht ohne weiteres geht, wenn Sie den Webproxy über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung ansteuern. Genau aus diesem Grund sollten Sie Ihren Webproxy auch ausschließlich über verschlüsselte HTTPS-Verbindungen ansteuern.
Sie sollten den den Proxy dabei nicht über eine URL wie beispielsweise https://<ihre-Domain>/proxy oder https://proxy.<ihreDomain> bereitstellen, da die IT-Abteilung eventuell sämtliche URLs mit dem Wort Proxy darin aussperrt.
Eine sehr einfache Methode für einen Webproxy ist PHProxy. Sie können sich das Paket von Sourceforge herunterladen. Machen Sie sich in der Document Root Ihres Webservers einen Ordner mit dem Namen google. Dann das Paket in diesen Ordner entpackt und schon können Sie Ihren webproxy über http://<IhreDomain>/google/ aufrufen. Wenn Sie jetzt noch den Zugriff über HTTPS einrichten, können Sie ohne Bedenken darauf los surfen.
Eine Alternative zu PHProxy, die genau so funktioniert, ist A2. Eine Alterantive auf CGI-Ebene ist CGI Proxy. Hierbei müssen Sie erst CGI auf Ihrem Webserver aktivieren, wie ich es in diesem Blogpost beschrieben habe. Eventuell funktioniert CGI Proxy nur, wenn Sie sich über https-verbinden und weigert sich, mit einer unverschlüsselten http-Verbindung zu funktionieren.
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