Digitale Bilderrahmen – Alternativen über Tablets oder den Raspberry Pi Display

(Last Updated On: 13. Januar 2016)

Irgendwann wird’s hässlich. Und langweilig. Immer hängen die gleichen Bilder im Wohnzimmer / Büro. Das Selfie vom Musikfestival, das man vor 5 Jahren mal besucht hat, hängt einem ja dann doch irgendwann mal zum Hals raus. Also hängt man es ab und hängt ein neues Bild dran – eines, das wieder andere Maße hat und man daher einen neuen Bilderrahmen dafür braucht. Dementsprechend stehen nun einige Löcher hervor, die man zuvor für das letzte Bild mit der Bohrmaschine gemacht hat. Die kittet man jetzt wieder zu, damit man sie nicht mehr sieht. Und dann würde man aber gerne noch das Gruppenfoto von der Hochzeit des Bruders mit aufhängen. Also wieder Bohrmaschine geholt und wieder vier Löcher für den nächsten Bilderrahmen in die Wand.

Irgendwann dann, nach 10 Jahren, wenn die eigene Familie ins Haus steht, möchte man lieber Babyfotos an der WAnd haben. Also alle Fotorahmen aus den jungen Jahren wieder runter, Löcher kitten, und neue Löcher bohren. Doch was ist, wenn man in einem schieren Anfall von nostalgie die alten Fotos wieder rauskramen möchte? also doch wieder an der Wand gelassen, die alten Bilder, und die Löcher wieder aufgemacht.

Und irgendwie stört auch, dass die verschiedenen Erinnerungsstücke nicht zueinander passen: In einem Bilderrahmen haben Sie Selfies von Musikfestivals, in einem anderen das Bild der kleinen süßen Nichte und direkt darunter hängt der Kumpel, der gerade ordentlich an der Bierbong nascht. Dann haben Sie ein paar Zentimeter weiter Ihre Startnummer vom letzten Marathon eingerahmt und darüber grinst das letzte Bülent Ceylan Ticket aus einem Bilderrahmen raus. Schöner wäre es doch irgendwie, wenn man diese schlecht vereinbaren Dinge nicht miteinander, sondern eines nach dem anderen, sozusagen für sich stehend, anzeigen lassen könnte.

All das muss im Jahr 2016 nicht mehr sein. Bereits seit mehreren Jahren gibt es zwar digitale Bilderrahmen zu kaufen, diese waren in den Anfangsjahren (um 2009 rum) jedoch sündhaft teuer. Selbst für die mickrige Auflösung von 4,3 Zoll hat man damals schon mehr als 150 € hingeblättert.

Heutezutage sieht die Marktlage zum einen etwas anders aus. Sie können bereits schon digitale Bilderrahmen mit einer bildschirmdiagonale von 8 Zoll für rund 44 € bekommen. Und zum anderen bieten Tablets und der Raspberry Pi gute Alternativen zu Fertig-Bilderrahmen. Ich zeige euch im folgenden Tutorial, wie ihr günstige Android- oder Windows-Tablets in einen aufstellbaren Bilderrahmen und den Raspberry Pi sogar in einen an die Wand montierbaren digitalen Bilderrahmen verwandelt.

Digitale Bilderrahmen auf dem Markt

Zunächst befassen wir uns mit kaufbaren Fertiglösungen. Das höchste der Gefühle sind derzeit Bildschirmdiagonalen von 10 Zoll, wie etwa der Hama Slimline Basic für rund 75 €. Dieser spielt Medien von SD-/SDHC- und MM-Karten sowie von USB-Sticks ab. außerdem bietet er eine Fernbedienung, mit denen man auf Wunsch durch die einzelnen Fotos durchschalten kann. Besonders günstig kriegt man 8-Zöller, etwa die Intenso Photobase.

Bei Bilderrahmen habe ich jedoch immer einige Kritikpunkte anzuführen:

  • Die meisten Bilderrahmen kann man nur per Speicherkarte oder USB-Stick befüllen. Das bedeutet jedes mal,  wenn ich neue Fotos draufspielen will, muss ich die Speichermedien entfernen und am PC neu bespielen. Ich persönlich wünsche mir lieber einen Medienabruf über einen zentralen Medienserver.
  • die Rahmen können keine Videos und keinen Sound abspielen, was ich in Zeiten, in denen Video-Filmhardware so günstig ist, wie noch nie, ein NoGo finde. Vor allem, weil man ja hinter einer Slideshow vielleicht ja Hintergrundmusik abspielen möchte.
  • Die meisten Bilderrahmen kann man nur aufstellen, aber nicht an eine Wand hängen. Somit können Sie Wandbilder nicht wirklich ersetzen.

Android und Windows-Tablets

Also müssen Alternativen her, die entsprechend Medien aus dem Netzwerk abrufen kann. Meine erste Idee in diesem Bereich waren Tablets, und siehe da, die Möglichkeiten sind tatsächlich vorhanden. Es gibt Android- und Windows-tablets zwischen 80 und 160 €, die ein 10 Zoll Display bieten und mit der entsprechenden Software Slideshows mit Video und Sound abspielen können. Vorteile:

  • video und Sound jetzt abspielbar – sogar über externe Lautsprecher, wenn gewünscht
  • können Medien auch von Netzwerkfreigaben abspielen. Daher können immer dynamisch neue Medien hinzugefügt werden.

Nachteil, der bleibt:

  • können von Natur aus nicht so einfach an eine WAnd gehangen werden. Einzige Möglichkeit: Man druckt sich mit einem 3D-Drucker einen Wall Mount für das Tablet, in den das Tablet eingesetzt werden kann.

Empfehlung für Android Tablet Konfiguration

Beispiel: Mit einem Android Tablet und der Android-App PhotoFrame kann man Medien von Picasa, Facebook, Flickr, Dropbox, Ubuntu One, SkyDrive, Instagram, und von lokalen Ordnern abspielen. Auf Dropbox bekommen Sie die Bilder beispielsweise mit der Windows-Software Maildrop. Diese verschiebt alle E-Mail-Anhänge mit einem bestimmten Label automatisch in einen Dropbox-Ordner, wo sie dann von dem Android-Tablet beispielsweise gelöesen werden können. Günstige Android TAblets unter 100 Euro finden Sie über diese Vergleichsseite von Chip, wenn Sie dort Preis bis 100 Euro filtern.

nachteil der Andorid Variante: über Netzwerkfreigaben, die Sie rigendwo auf einem Dateiserver hosten, den Sie betrieben, weil Sie ihre Bilder nicht in der Cloud haben und außerdem noch auf einen zwieten DAtenträger backupen wollen, kann derzeit noch keine App abspielen. Zumindest nach mienen Recherchen.

Empfehlung für Windows Tablet Variante

Die nächste Idee, die mir kam, waren also Windows 8 Tablets. Hier müssen Sie aber für ein tablet entsprechend tiefer in die Tasche greifen. Die günstigsten Windows TAblets, die ich gefunden habe, kosten derziet um die 160 Euro, darunter biepsielsweise das i.onik TW Serie I und das Point of View wintab P1006W-232. Ich empfehle Ihnen nur ersteres, da nur dieses einen vollwertigen Windows 8 Desktop bietet, das heißt ganz gewöhnliche Windows-Desktop-Software kann auf diesem installiert und ausgeführt werden. Letzteres kann nur Windows Store Apps ausführen.

Vielleicht ändert sich die Lage in Zukunft und es kommen mehr preisgünstige Windows Tablets aus früheren Generationen in unsere Kriterien. Schauen Sie dazu beispielsweise hier bei idealo.de und filtern Sie nach Preis, Displaygröße und Betriebssystem.

Der vorteil ist jedenfalls klar: Sie haben 10″ Bildschirmdiagonale, können Medien aus einer Netzwerkfreigabe heraus abspielen, können externe Lautsprecher anschließen, Videos und Sound abspielen und das Tablet läuft sogar ohne Stromversorgung, also ohne lästiges Kabel – zumindest für eine Weile. Und dafür haben sie „nur“ ca. 90 € mehr ausgegeben als für den dummen digitalen Bilderrahmen, der nur Bilder anzeigen kann. Dabei können Sie das Tablet sogar noch für andere Dinge wie Mails checken bspw. benutzen. Sie können sogar Youtube-Videos abspielen lassen und auch animierte Grafiken wie beispielsweise GIF, was viele Bilderrahmen wiederum nicht können.

Slideshow abspielen über Windows Media Center

Option 1: Windows Media Center

Wie spielen Sie nun eine Slideshow gemischt aus Bildern und videos ab? Nun als erstes kommt einen natürlich in den Sinn, dass man ja Bilder und Videos zu einem großen Video zusammenschneiden könnte. mit Videobearbeitungssoftware wie dem Windows movie Maker oder aber auch professioneller Software wie Vegas Pro oder Adobe Premiere Pro könnte man ja solche Videos erstellen. Das hieße aber, dass wir jedesmal, wenn neue Fotos und Videos dazu kommen oder wir die Hintergrundmusik auswechseln wollen, wir ein neues Video erstellen müssen. DAs wäre für mich zu viel Aufwand, wir brauchen also eine Diashow-Software, die immer nur die Medien aufruft und dann beispielsweise hintergrundmusik oder Darstellungsdauer der einzelnen Medien selber verwaltet. Eine Möglichkeit wäre beispielswiese das windows Media Center.  Starten Sie das Media Center über Start / Alle programme / Windows Media Center. Sie bekommen einen Startbildschirm angezeigt.

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Schalten Sie in diesem Willkommensbildschirm eins nach rechts, so dass Sie die Option genießen Sie ihre Lieblingsfotos angezeigt bekommen.

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Wählen Sie den Menüpunkt aus und im nächsten Bildschirm Benutzerdefiniert.

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Im nächsten Bildschirm wählen wir Weiter

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Am Verbesserungsprogramm nehme ich jetzt mal nicht teil. Das kann jeder für sich selbst entscheiden.

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Da wir nur Diashows unserer eigenen Medien anbieten, brauchen wir keine Coverbilder. Also wählen wir auch hier nein:

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Jetzt sit das Media Center konfiguriert und wir können unsere Diashow einrichten. Also klicken wir auf Weiter.

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Im nächsten Fenster wähle ich erstmal, dass ich die Bildschirmdarstellung optimieren möchte.

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Im nächsten Fenster wieder auf Weiter und die Meldung für den Vollbild-Modus mit Ja bestätigen.

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Das Media Center sollte jetzt im Vollbild-modus angezeigt werden. Bestätigt, falls gefragt, dass der bevorzugte bildschirma ngeschlossen ist, mit Ja, der Assitent wird auf dem bevorzugten Bildschirm angezeigt.

Im nächsten Bildschirm werdet ihr gefragt, welche Art von Bildschirm ihr zur Anzeige verwendet. Da ihr meistens den Bildschirm des Tablets verwenden werdet, wählt ihr Integrierter Bildschirm.

Irgendwann müssen Sie noch das Seitenverähltnis des Bildschirms auswählen, wählen Sie hier die naheliegendste, die am ehesten passt. Das i.onik-Tablet hat beispielsweise ein Seitenverhältnis von 16:10. Wird Ihnen nur 16:9 und 4:3 als Option angezeigt, wählen Sie 16:9.

Im nächsten Fenster bestätigen Sie, dass Sie die aktuelle Bildschirmauflösung beibehalten wollen. Ob die option Bildschirmregler anpassen im nächsten Fenster für Sie was bringt, müssen Sie ggf. ausprobieren. Ich hab’s sein lassen.

Falls Sie nun noch externe Lautsprecher am Tablet anschließen wollen, gehen Sie danach wieder im Hauptmenü angekommen auf Lautsprecher einrichten. Ich habe das sein lassen, da ich die internen Lautsprecher des Tablets verwende. Also gehe ich auf Medienbilbiotheken einrichten, wo ich die Quellen für die in der Slideshow abzuspielenden Medien definiere. Dort wähle ich im näcsthen Fenster Medienbilbiothek auswählen zunächst Bilder, danach wähle ich Ordner zur Bilbiothek hinzufügen und dann Auf diesem Computer (einschließlich zugeordneter Netzlaufwerke).

Und so ist es mir jetzt möglich, auf sehr einfache Art und Weise Ordner hinzuzufügen, ganz gleich ob lokal auf dem Tablet oder per Netzwerkfreigabe von einem Dateiserver bereitgestellt (sofern die Netzwerkfreigabe als Netzlaufwerk bereits in Windows bereitgestellt wird).  Das ganze lässt sich dann auch noch für Videos wiederholen.

Slideshow abspielen über content Management System

Anstatt eure Slideshow über eine Desktop-Applikation abzuspielen, könnt ihr threotisch auch ein Content Management System dazu benutzen, welches irgendwo auf einem Webserver installiert ist. Für WordPress gibt es beispieslweise diverse Slideshow-plugins. Besonders cool hierbei ist, dass ihr Bilder und Texte direkt im Plugin anzeigen lassen könnt, große Videos könnt ihr beispielsweise als privates Youtube-Video hochladen und dann durch das Plugin diese wiederum in die Slideshow mit aufnehmen.

Dazu müsst ihr auf dem Windows-tablet oder auch auf einem anderen Rechner im Netzwerk einen Webserver und daruaf dann WordPress inklusive Plugin installieren und könnt dann vom Tablet aus mit dem Browser darauf zurgeifen.

Alternativ verlinke ich euch hier mal ein tutorial von Brian Shim, welcher mit dem jQuery plugin Flexslider seine eigene Slideshow baut.

Slideshow abspielen über IrfanView

Seit einer gewissen Version können Sie mit IrfanView auch Videos öffnen. installieren Sie IrfanView und starten Sie das tool als Administrator. Im Hauptmenü angfekommen wählen wir das zweite Icon von oben links „Slideshow„.

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Rechts browsen wir dann in den verschiedenen Ordnern und wähölen mit den Buttons Add oder Add all entweder alle oder nur ausgewählte Bilder/Videos aus unseren Fotoalben, die in die slideshow hinzugefügt werden sollen. :Dei Files werden dann unten in der Liste Sliedshow files: angezeigt. .mp3-Dateien die wir zur Slideshow hinzufügen werdne autoamtisch bei Bildern als hintergrundmusik abgespielt. Videos die wir hinzufügen werden ohne Hintergrundmusik einfach zufällig eingespielt. Mit den Optionen unter Slide advancement stellen Sie ein, wie lange Bilder angezeigt werdne, bevor sie gewecshselt werden.

Mit der schaltfläche Play Slideshow könnt ihr dann die Slideshow begutachten. Wenn ihr zufrieden seid, könnt ihr sie speichern über Load filenames from TXT file. Wenn das Tablet mal neu gestartet wird, könnt ihr die Slideshow somit wieder über den Button Load filenames from TXT file laden, um dann über den Button Play Slideshow die Sldieshow neu zu starten. So ist es euch auch möglich, nachträglich immer wieder neue Medien zu der Slideshow hinzuzufügen.

Wenn sich IrfanView aufgrund von Codec-Problemen weigert, bestimmte Videos in eurem Fotoalbum abzuspielen, müsst ihr sicherstellen, dass IrfanjView den entsprechenden Video-Codec bereitgestellt bekommen hat, der für das Video benötigt wird. Nur weil ein Videoplayer wie VLC das Video abspielen kann muss das noch nicht heißen, dass IrfanView weiß, wo es den Codec findet. Die schnellste LÖsung ist, sich einfach von chip das aktuelle K-Lite Mega Codec Pack – full herunterzualden und zu installieren. Danach IrfanView neu starten und die Videos werden in 99% der Fälle abgespielt.

Slideshow abspielen über Windows Live Essentials Photo Gallery

downloadet euch die Windows Live Essentials und wählt beim installer aus, dass ihr die Komponenten Windows Live Fotogalerie und movie Maker mit installieren wollt. mit dieser könnt ihr dann ähnlich wie bie IrfanView Fotogallerien erstellen und abspielen.

Slideshow abspielen über DS photo App

Wer eine Synology Diskstation als NAS zu Haus rumstehen oder alternativ auf einer virtuellen Maschine eine XPEnology installation laufen hat, kann dort seine Fotos und Videos über die Synology Photo Station pflegen und dann über die Apps DS Photo, DS Video und DS audio auf die Medien zugreifen. Auch hier gibt es Slideshow-Features, mit der ihr eine Slideshow erstellen könnt. Das Thema kann ich im moment leider noch nicht durchnehmen, weil ich erst ein anderes Blogpost-Projekt abschließen muss, bei welcher ich XPEnology vorzeigen werde.

Slideshow abspielen über eigenes Video

Die allerletzte Option ist, die Slideshow selber über ein Videobearbeitungsprogramm wie etwa den Windows Movie Maker, Sony Vegas oder Adobe Premiere zueo immer wieder um neue Medien ergänzen könntVideo immer wieder um neue Medien ergänzen könntVideo immer wieder um neue Medien ergänzen könnt. Danach müsst ihr das Video nur noch immer wieder neu rendern, also als Videodatei ausgeben, und dann mit dem Videoplayer eurer Wahl in Schliefe abspielen.

Digitalen Bilderrahmen mit Raspberry Pi realisieren

Wenn euch die Idee mit dem Billig-Windows-Tablet nicht gefällt, ist die letzte Idee noch die, einen Raspberry Pi in einen digitalen Bilderrahmen zu verwandeln.

Dazu verwenden wir im Tutorail ein offizielles Raspberry pi 7″ Touchscreen Display, jedoch können Sie theoretisch auch einen externen Monitor verwenden, wenn das Ihnen nichts ausmacht. Natürlich müssen wir in diesem Zusammenhang gleich über die Nachteile gegebenüber der Idee mit den Windows-Tablets und den 10″ Bilderrahmen reden, denn Sie bekommen, wenn Sie keinen externen MOnitor verwenden, nur eine maximale Bildschirmdiagonale von 7″ zustande. Ob die Zukunft noch einmal größere bildschirme für den Raspberry Pi vorhält, bleibt offen. Sie haben jedoch beim Raspberry Pi natürlich auch die Möglichkeit, externe Monitore zu verwenden, und können somit  – im Gegensatz zu den digitalen Bilderrahmen – im Endeffekt dann doch größere Bildschirmdiagonalen erzielen. Der Nachteil bei den externen MOnitoren ist jedoch, dass sie nicht so schön schmal sind wie das 7″-touchscreen-Display, und daher etwas „bulkier“ aussehen, vor allem weil sie einen großen Monitorstandfuß haben und daher nicht mal eben „auf den Kaminsims“ gestellt werden können. Da unser Monitor klein und schmal sein soll, damit wir ihn eben auf den Kaminsims stellen oder sogar an die Wand montieren können, verwenden wir im Tutorial eben das 7″ Touchscreen Display. Dieses können wir nun auch an die Wand schrauben, dass wir alle Nachteile, die wir bei klassischen Bilderrahmen einmal hatten, nun eliminieren, wir können also

  • Sound und Video abspielen
  • Medien von Netzwerkfreigaben abspielen und so dynamisch neue Medien hinzufügen und
  • das Display relativ einfach an eine Wand schrauben.

Somit haben wir alle Vorteile, die wir ursprünglich wollten, vereint.

Das geile an dem 7″ Touchscreen ist, dass es über die DSI-Schnittstelle an den Raspberry Pi angeschlossen wird, so dass der HDMI-Port des Raspberry Pi frei bleibt. Somit ist es möglihc, auf einem per HDMI angeschlossenen Bildschirm etwas anderes anzeigen zu lassen als auf dem 7″ Touchdisplay.

Nachdem wir unseren Raspberry Pi grundlegend eingerichtet haben, schließen wir das Display einfach an den Raspberry Pi an.

Vor dem Anschließen des Displays müssen wir etwas Software installieren.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get dist-upgrade
sudo rpi-update
sudo apt-get install raspberrypi-ui-mods
sudo apt-get install raspberrypi-net-mods

Der Zusammenbau des Displays wird an dieser Stelle von raspi.tv beschrieben, alternativ gibt es hier einen kleinen Guide dazu.

Das display wird dann über den Display Connector des Raspberyr pi angeschlossen. NICHt über den CAMERA-connector, der die selbe Schnittstellentechnologie benutzt. Stellt daher sicher, dass ihr den richtigen Port verwendet, um den Bildschirm am pi anzuschließen.

Wenn irh den Tu8toraisl weiter oben gefolgt seid, versorgt ihr das Raspberry Pi Display mit einem Netzteil mit Strom und der Raspberry Pi bekommt dann über die Jumperkabel in den GPIO-Schnittstellen den Strom. Teste, ob ihr mit einem Raspberry Pi Netzteil sowohl den Bildschirma ls auch den Raspberry Pi mit Strom versorgen könnt.

Wenn wir nun Bildschirm und Pi zum Laufen gekriegt haben, kaufen wir uns von ModMyPi diesen Touchscreen Case. Er hat an der hinterseite nach fertigem Zusammenbau (Tutorial zum Zusammenbau) zwei Löcher, an denen das Case an zwei Schrauben, die in die Wand eingelassen sind, aufgehängt werden kann. Hängt den Pi an die Wand und ihr seid fertig.

DAs beste an dem System ist, dass es nur etwa 3.75 Watt verbraucht. Somit ist der Stromverbrauch sogar gleichwertig wie bie einem gewöhnlichen digitalen Bilderrahmen und geringer als bei einem Tablet.

Wenn Sei das System nicht an die Wand schrauben, sondern aufstellen wollen, können Sie sich eine Halterung für das pi-Display mit einem 3D-Drucker ausdrucken lassen. Der User Matt Timmons-Brown hat hierzu ein Model auf Thingiverse zur Verfügung gestellt. alternativ können Sie mit dem selben Gehäuse von modMyPi, mit dem Sie das Display an die Wand schrauben können, das Display auch einfach nur aufstellen.

Jetzt ist Ihr Raspberry Pi womöglich an der Wand, womöglich steht er aber nur auf einer kleinen Halterung auf Ihrem Kaminsims, Schreibtisch oder sonstwo. Sichtbar ist nur das microUSB-Kabel, welches in das Gehäuse rein geht, um das Display und darüber wiederum auch den Pi mit Strom zu versorgen.

Was ist denn jetzt, wenn der Raspberry Pi bzw. das Display ein- oder aus schalten wollen, um die Geräte zu resetten? eventuell hängt der pi ja sogar  an einer für Sie nur schwer zu erreichenden Stelle, und an die Steckdose zum Ein/ausstekcen zu kommen ist auch sehr schwer?

Für diesen Fall können Sie eine Funksteckdose nehmen, die Sie per fernbedienung steuern können, beispielsweise einen Edimax smart Plug Switch. Diesen können Sie zwischen Steckdose und Mehrfachsteckdose, an denen der Raspberry Pi und ggf. noch wietere Geräte dran hängen, dazwischen klemmen, das ist kein Problem. mit der mitgelieferten Fernbedienung könenn Sei dann die STeckdose und somit auch display und Pi aus der Ferne ein und ausschalten.

Was ist nun, wenn Sie den digitalen Bilderrahmen im 24/7 Dauerbetrieb haben, und den Stromverbrauch wieter reduzieren wollen? sagen wir z. B. mal Sie wollen, dass der digitale Bilderrahmen von 07-23 Uhr an ist, und von 0-06 Uhr aus? dazu schreiben wir uns ein Skript zum

ausschalten:

xset dpms force off
echo 0 > /sys/class/backlight/rpi_backlight/bl_power

und einschalten:

echo 1 > /sys/class/backlight/rpi_backlight/bl_power
xset dpms force on

Diese Skripte sollten Sie dann zuerst einmal manuell probieren und wenn sie funktionieren über Cronjobs zeitgesteuert einplanen.

alternative: TFT-Monitor per HDMI an Pi anschließen

Wenn ihnen der 7″ Monitor vom Raspberry Pi zu klein ist, können Sie auch einen TFt-Monitor, der über einen HDMI-Eingang verfügt, an den Raspberry Pi anschließen.

Den TFT-Monitor könen Sie dann über eine Wandhalterung wie diese hier an die WAnd anbringen. Picken Sie sich von diesem Chip-Artikel einen 24-Zoll-Bildschirm raus und bringen Sie diesen an der Wandhalterung an. Den Raspberry Pi, das Netzteil vom MOnitor sowie sämtliche Kabellage können Sie mit Panzertape/Gewebeband an der rückseite des MOnitors unsichtbar anbringen.

Alternative: Laptop LCD Screen verwendne

statt einem vollwertigen PC-Monitor können Sie sich auch ein Notebook-LCD-Display kaufen. Damit kombinieren Sie zwei Vorteile:

  • die LCD-Screens sind schmal und gut aussehend, genau wie der Raspberry Pi MOnitor
  • haben aber gleichzeitig eine höhere Bildschirmdiagonale als dieser. Sie könnten sich beispielsweise ein 15″-Display kaufen, sogar ein 17″-Display. Die besten Disaplys für Bilder und Videos haben ein SEitenverhältnis von 16:10 und haben eine glossy-finish Oberfläche.

Eine gute Seite zum Raussuchen von Screens ist http://www.laptopscreen.com/, zum Kaufen könnt ihr ja dann den Namen des Displays in deutschsprachigen Shops einfügen.

Jedoch gibt es auch Nachteile:

  • es gibt von Haus aus keine kaufbaren WAndhalterungne für Notebook-LCD-Displays, was es für TFT-Monitore oder das Raspberry Pi Display dann doch gibt. Sie müssen sich also IHre Haltung selber machen, beispielsweise mit einem 3D-Drucker.
  • Sei brauchen zusätzliche Hardwarekomponenten wie beispielsweise einen LCD Controller, da Sie ja den LCD Screen für da sNotebook nicht direkt per HDMI an den Raspberry Pi anschließen können. STattdessen brauchen Sie einen Controller, der zum LCD Screne für Ihr Notebook kompatibel ist. Achtne Sie außerdem darauf, dass ein LCD Controller für ienen CCFL-Monitor nicht bie einem LED Monitor funktionieren wird und umgekehrt. Meistens können Sie die Nummer eines LCD-Screens an den Vertreiber von LCD-Controllern schicekn und diese sagen Ihnen dann, welcher der richtige für Ihren Screen ist. Firmen, die LCD Controller vertrieben, sind bspw. LCDParts oder NJYTouch.

Der User Victorforu hat ein Video gedreht, wie er das Ganze realisiert hat mit ebay-Links zu dem von ihm verwendeten LCD Controller

Der User andyjagoe hat ein cooles Video gedreht, wie er ein LCD Display mit einem Controller von NJYTouch verbindet.

 

Ein paar Kombinationen aus Bildschirm und LCD Controller, die erfahrungsgemäß funktionieren:

passende externe Lautsprecher

ein passender externe Lautsprecher für die Bildschirme wäre beispielsweise der X-Mini II Capsule Speaker.

Slideshow abspielen über Kodi

So, nun habe ich Ihnen umfangreich gezeigt, wie Sie den Bilderrahmen über den Raspberry Pi einrichten, aber wie spielen wir jetzt die Slideshow ab? Nun, dazu installieren wir uns den Media-Server Kodi, ehemals XBMC.

sudo apt-get update
sudo apt-get install kodi

sollte das noch nicht gehen, einfach nochmla ausführen:

sudo apt-get install software-properties-common
sudo add-apt-repository ppa:team-xbmc/ppa
sudo apt-get update
sudo  apt-get install kodi

Jetzt ebarbeitne wir die Datei sudo nano /etc/udev/rules.d/99-input.rules und fügen dort ein

SUBSYSTEM==input, GROUP=input, MODE=0660
KERNEL==tty[0-9]*, GROUP=tty, MODE=0660

und ändern dann die Datei /etc/udev/rules.d/10-permissions.rules und fügen ein

# input
KERNEL=="mouse*|mice|event*",   MODE="0660", GROUP="input"
KERNEL=="ts[0-9]*|uinput",     MODE="0660", GROUP="input"
KERNEL==js[0-9]*,             MODE=0660, GROUP=input
# tty
KERNEL==tty[0-9]*,            MODE=0666
# vchiq
SUBSYSTEM==vchiq,  GROUP=video, MODE=0660

nun führen wir folgende Befehle aus, welche die Berechitugngen für den User pi setzen

sudo usermod -a -G audio pi
sudo usermod -a -G video pi
sudo usermod -a -G input pi
sudo usermod -a -G dialout pi
sudo usermod -a -G plugdev pi
sudo usermod -a -G tty pi

Jetzt äöndenr wir noch die Datei /boot/config.txt und fügen ein

gpu_mem=160

Jetzt starten wir kodi zum ersten mal über die Kommandozeile über

kodi-standalone

Wenn ihr hierbei nicht zum Ergebnis kommt, sondern beim ersten Versuch einfach nur einen Shell-prompt und beim zweiten mal sogar einen schwazren Bildschirm zurückkriegt, so handelt es sich um ein bekanntes Problem mit Kodi auf dem Raspberry Pi. Es gibt zwei kodi-Releases: einen für das ältere Raspbian-Image Wheezy und eines f+ür das neuere Image Jessie. Wie man die jeweiligen Versionen installiert, ist hier beschrieben.

Jetzt habt ihr irgendwann kodi zum Laufen gebracht und seht auf eurem Bildschirm die Bedienoberfläche von kodi. Als erstes ändenr wir die auflösung unter System / settingsVideo Output / Eintrag REsolution. Unser 7″ display kann 800 x 480, wählt eine passende Einstellung in Kodi.

Nun könnt ihr die Sprache noch auf Deutsch stellen unter System / appearance / International / Language.

dann stellen wir noch ein, dass Kodi bei einem neustart des Raspberry pid rietk in den MKenüpunkt Bilder schaltet.Dazu klicken wir im Hauptmenü auf Optionen / Darstellung / skins / Startfenster und wählen Bilder aus.

 

Damit Sie nun über Kodi auf freigegebene Fotos und Videos im Netzwerk zugreifen können, müssen Sie diese erst auf einem Dateiserver freigeben, der zugriff auf ihre Fotos hat. Wie Sie auf Freigaben eines Windows-Dateiservers zugreifen und diese einrichten, habe ich hier gezeigt. Wenn ihr Dateiserver ein Linux-Server ist, können Sie auch eine NFS-Freigabe einrichten und darauf zugreifen, wie hier schonmal gezeigt.

Nun können Sie im Kodi Menü unter Bilder / Bilder hinzufügen die Bilder auswählen, die Sie in eine Slideshow einfügen wollen. Um die Dieashow zu starten, fahren wir mit der Maus links ü+ber den Pfeil am Bildschirmrand, wählen die Fotos auf und klicken dann auf Diashow.

Gut, jetzt wissen wir, wie wir manuell über Kodi eine Diashow starten, aber wir wollen ja, dass die Diashow automatisch startet, sobald dedr Raspberry Pi hochfährt. Dazu installierren wir unter Optionen / Darstellung / BildschirmschonerMehr… und wählen als Schoner den Picture Sldieshow Screensaver.  n ach der installation des Bidlschirmschoners wählen wir im Bildschirmschoner-Menü Einstellungen / Basis und geben dort nun die Quelle für die Fotos an.

Alternativen zu Kodi

Es gibt noch andere alternativen zu Kodi, beispielsweise die Software PiPresents oder wie bereits weiter oben bei den Windows-Tablets gezeigt ein Content Management System, auf dem ein WordPress-Slideshow_plugin läuft. dazu muss auf dem Raspberry Pi ein Browser und irgendwo im Netzwerk ein Webserver mit WordPress + plugin installiert werden.

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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