On-Demand-Musikstreaming im Vergleich

(Last Updated On: 6. November 2015)

Musik ist seit ihrer ersten Wiedergabe durch einen Phonografen im Jahr 1877 bis heute noch eines der wichtigsten Medien. Heute mehr denn je ist es für viele Leute zur Notwendigkeit geworden, in allen Lebenslagen Freude, Inspiration, Ablenkung und Trost in allen Lebenslagen zu finden – egal ob in der Arbeit, beim Workout, Kochen oder Abendessen: der Konsum von Musik ist heutzutage mehr zur Kultur geworden denn je. Nicht umsonst laufen immer mehr Leute in der Öffentlichkeit mit ohrenumschileßenden Monster-Kopfhörern rum. Nur die wenigsten werden diese jedenfalls für Hörbücher und Podcasts verwenden.

Deswegen habe ich es mir in diesem Post zur Aufgabe gemacht, die besten On Demand Musikdienstleiter zu vergleichen. Hierbei nehme ich sowohl kostenlose und kostenpflichtige Streaming-Dienste wie Spotify und Co. ins Visier.

Eine Liste der besten Online-Radios jedoch erlaube ich mir auf einen zukünftigen Post zu verschieben. Wieder reinschauen lohnt sich also. Ebenso werden in diesem Post keine Online-Bezugsportale für einzelne Audiodateien unter die Lupe genommen. Auch dies vertage ich auf einen anderen Post.

Streaming-Dienste

viele Fans von online-Radios wie di.fm oder Housetime.FM werden sich vielleicht an dieser Stelle noch fragen: Warum? warum sollte ich einen Streaming-Dienst nutzen, wenn doch Musik durch diverse online-Radiostationen ohnehin gestreamt wird?

Die Vorteile solcher Streaming-dienste sind zum einen, dass man nicht nru ein festgelegtes Programm, sondern auch favorisierte Songs und eigene Playlists abspielen kann, ohne die songs selbst besitzen zu müssen. Stattdessen werden die Songs auf der Plattform des Anbieters hinterlegt und können von dort aus jederzeit wieder angehört werden. Sie besitzen die Songs zwar nicht, können diese aber so nutzen, als würden sie es tun. Sie bestimmen, wann und wie oft sie einen bestimmten Titel hören wollen. Sowas kann Ihnen ein Online-Radio einfach nicht bieten. Vor allem: Wenn Ihnen auf dem Online-Radio ein Titel gefällt, ist es immer mühselig, den Interpreten und Titel herauszufinden. Die Streaming-Plattform liefert Ihnen diese infos gleich mit. Desweiteren ist es auch bei den Streaming-Dioensten möglich, seine eigene Musik, die man letztendlich als Datei besitzt, in den Dienst zu importieren und abzuspielen.

Das einzige Problem hierbei: nicht jeder Interpret ist auf jedem Streaming-Dienst vertreten. Die Streaming-Anbieter kämpfen gegenseitig um die Exklusivrechte für bestimmte Interpreten. Beispielsweise hat Tailor Swift all ihre Songs erst im Sommer von Spotify nach Apple Music umgezogen. Auf Spotify ist es nach meinem derzeitigen Kenntnisstand nicht möglich, ohne Importieren eigener Musik auf die Plattform (wird weiter unten erklärt) Tailor Swift über Spotify zu hören. Mit solchen Bitchfights müssen Sie sich als Nutzer eines Online-Radios natürlich nicht auseinandersetzen.

Spotify

Spotify ist ein Streaming-Dienst der zunächst einmal ermöglicht, Musik zum einen kostenlos zu konsumieren – dabei werden jedoch hin und wieder Werbeanzeigen geschaltet – ganz wie beim Online-Radio, jedoch mit dem Nachteil, dass man sich zur Nutzung des Services zusätzlich registrieren und eine Desktop-Software / Smartphone-App installieren muss. Die Anmeldung mittels Wegwerfmail ist möglich. Diese sollte man sich in seinem Passwortmanager jedoch dazu schreiben, damit man sie im FAlle eines Passwort-Resets wieder nutzen kan.

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Die Desktop-Software hat ein ansprechendes Design. Angeboten werden vordefinierte Playlisten, die man im Startbildschirm der Software anklicken kann

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und nicht nur Playlisten, sondern auch eine Filterung nach Genres und Stimmungen lässt sich filtern.

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Ebenso ist es möglich, über die STartseite die aktuellen Charts, Neuheiten oder vom Programm empfohlene Titel anzuhören

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Ein weiteres Konzept von Spotify sind die „Radiosender“

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Radiosender sind einfach gesagt Favoriten. Denn in einem Radiosender gibt man in der Suchleiste entweder einen Künstler, ein Album oder eine Playlist ein. Die Songs von diesem Künstler, aus diesem Album oder aus der Playlist werden dann dem RAdiosender hinzugefügt und nacheinander im Shuffle abgespielt. Bis zu 20 Radiosender kann man in der kostenlosen Version konfigurieren.

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Da man jedoch durch die bloße Auswahl von Künstlern, Alben oder Playlists noch nicht so viel Einfluss auf seinen RAdiosender hat, ist es wichtig diesen über Nutzen der ThumbsUp/Down-Buttons zu personalisieren. Spotify erkennt dann automatisch, auf welche Art von Songs aus dem Sender man höchstwahrscheinlich steht und auf welche nicht und passt sich somit dem eigenen GEschmack an.

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Ebenso ist es möglich, Songs, die man immer wieder hören möchte, für den späteren Gebrauch zu speichern. Das geht ganz einfach über Rechtsklick auf den Song und anschließend auf den Eintrag „In deine Musik speichern“

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Einmal auf einen Song ausgeführt, taucht der Song, dessen Album und dessen Interpret automatisch unter „Meine Musik“ auf.

Doch das war noch nicht alles, denn es ist auch möglich, eigene Musikdateien hinzuzufügen

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Zusätzlich ist dann noch möglich, Songs in Playlists zu sammeln, falls einem die Ordnung unter „Meine Musik“ noch nicht ausreicht

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Neben dem kostenlosen Dienst gibt es auch die Premium-Version für 9,99 € im Monat. Für 14,99 € gibt es eine Lizenz für zwei Personen. mit Spotify Premium – und nur damit – wäre es beispielsweise möglich, seine gespeicherten Songs und Playlists auf Spotify offline verfügbar zu machen und somit auch mit langsamer oder gar nicht vorhandener Datenverbindung auf dem Smartphone oder tablet zu hören.

Was bei Spotify noch hinzu kommt ist, dass man mit der Smartphone-App „Spooks“ mit seinem Spotify-Account auch Hörbücher anhören kann. Das Problem im Freemium-Tarif ist jedoch, dass man die Hörbucher nur geshuffelt, also die einzelnen Kapitel nicht Reihenfolge, und natürlich mit Werbeunterbrechung, anhören kann. Desweiteren kann man die Hörbücher nicht offline verfügbar machen. Das geht wiederum nur mit dem Premium-Tarif. Aber wenn Sie ohnehin überlegen, einen On-Demand-Streaming service zu nutzen und auch Hörbücher gerne haben, dann ist Spotify eine günstige Möglichkeit, da Sie ja auch für ein audible-Abonnement Ihre 9, 99 € im Monat abdrücken und dabei aber keine Musik, sondern ausschließlich Hörbücher hören können.

Apple Music

Apple Music benötigt einen iTunes-Account. Apple-Endgeräte mit aufgespieltem iOS 8 haben bereits automatisch die „Music“-App vorinstalliert, die direkt zum Dienst führt. Apple Music steckt auch unter der Motorhaube des Dienstes „beats music“.

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Einmal gestartet, haben sie die Wahl, ein Probeabonnement von 3 Monaten zu starten. Dieses müssen Sie innerhalb dieses Zeitraums manuell kündigen, ansonsten läuft es danach kostenpflcihtig weiter, ist allerdings monatlich kündbar. Um dies zu verhindern,

 

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sie sehen also: Sofern Sie bei Spotify noch kostenlos Musik hören können, solange Sie sich an der Werbung nicht stören, gibt es Apple Music ausschließlich kostenpflichtig. Der dienst kostet 9,99 € pro Monat für einzelpersonen oder 14,99 € für eine Familienlizenz für bis zu 6 Personen.

Auch bei Apple Music gibt es Playlist-Selections, die verschiedene Titel auf ähnliche Art und Weise zusammentragen wie bei Spotify. diese sind leider nur 20 Songs lang, also wesentlich kürzer als bei Spotify, was aber grundsätzlich kein großer Drawback ist, da man ja einfach eine neue playlist wählen kann.

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Bislang konnte ich keine Desktop-Software für Windows-PCs entdecken, die Apple Music unterstützen. Meiner Meinung nach schon ein kleiner Drawback gegenüber Spotify.

wie auch bei Spotify gibt es auch bei Apple Music ein Radio-Feature, in welchem die Anwendung versucht, anhand der Auswahalktionen des Benutzers möglichst akkurat den Geschmack des Hörers zu treffen.

Cool bei Apple Music ist das iTunes Match-Feature, welches es ermöglicht, alle in der iTunes-Bibliothek befindliche Musik automatisch in den „My Music“-Bereich von Apple Music  zu hinterlegen.

Google Play Music All Inclusive

Bei Google Play muss man unterscheiden zwischen dem MP3-Shop, in dem man einzelne Titel kaufen und somit als Datei wirklich erwerben kann, und dem Streaming Dienst „all inclusive“, der ähnlich läuft wie bei Spotify.

Google Play bietet einen Probemonat an und kostet danach 8 € im Monat, ist also etwas günstiger als die Konkurrenz. Komplett kostenlos wie bei Spotify geht es allerdings auch hier nicht.

Google Play Music bietet wie alle anderen Dienste auch die Möglichkeit, Interpreten und Alben zu suchen und diese dann unbegrenzt abzuspielen. Wie auch schon bei Spotify und Apple Music können Sie sich Musik, die Ihnen gefällt, in die Rubrik „Meine Musik“ wegsichern oder in eine Playlist speichern.

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Wie auch bei der Konkurrenz gibt es nun auch hier wieder Kategorien wie Charts oder aktuelle Neuerscheinungen.

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Goolge Play ist auch auf Desktop-Systemen über den Browser erreichbar und bietet daher auch auf Mac und PC einen ähnlichen Komfort wie Spotify

rdio

Wie auch Spotify und Google Play alle incluside lässt sich der dienst auch als Desktop-Software anwenden. Ein cooles Feature der Desktop-Software ist das Scanning-Feature. Hierbei wird die Windows Media Player- und iTunes-Library auf dem lokalen Desktop gescannt und jeder dort gefundene Titel wird automatisch in die Mediathek von rdio hinzugefügt.

rdio ist neben Spotify der einzige hier aufgeführte Dienst, der ein unbegrenzt gültiges Freemium-Modell bietet, bei welchem man Dienst unter Inkaufnahme von Werbeeinblendungen weiter nutzen kann. Jedoch hat rdio zusätzlich den Nachteil, dass man im Freemium-Tarif nur das Radio-Feature, aber keine Playlists oder Alben anhören kann. Danach kostet der Dienst wie die Konkurrenz 9,99 € im Monat.

Amazon Prime Music

Amazon Primce Music lässt sich über die Smartphone-App oder gleichnamige Desktop-Software „Amazon Music“ nutzen. Diese war ursprünglich einzig und allein für gekaufte MP3-Dateien auf Amazon vorgesehen.

Seit einiger Zeit jedoch hat Amazon sein Portfolio erweitert und bietet nun innerhalb dieser Software ebenfalls einen On-Demand-Streaming-Service an.

Wie auch bei der Konkurrenz gibt es bei Prime Music Playlisten, Radiostationen und Kategorien wie Neuerscheinungen oder Charts. Jedoch fällt hierbei auf, dass die Aktualität der angebotenen Songs leider nicht so umfangreich ist wie bie den anderen Streaming-Diensten. Ein ähnliches Modell kennt man ja schon vom Videoangebot von Amazon Prime – auch hier konnte man häufig nicht auf aktuelle Filme und Serienstaffeln zugreifen. Der Delay liegt hier in der Regel bei rund 6 Monaten. Außerdem liefert Amazon Prime derzeit nur rund 1 Mio. Songs. Die Konkurrenz hat hier teilweise das Dreißigfache auf dem Kasten, man muss dem Dienst aber zugute halten, dass er noch sehr jung ist.

Der Vorteil ist jedoch der geringe Preis. Für die Amazon Prime Jahresgebühr von 50 € bekommt man nun schließlich nicht nur Premium-Versand auf Amazon und das Videoangebot, sondern nun auch On-Demand-Musikstreaming mit. Für ein Jahr Musikhören zahlt man hingegen bei Spotify und Co mehr als die Hälfte – nämlich aufgerundet 120 € im Jahr.

Wie auch bei Spotify Spooks gibt es auch bei Amazon Prime Music einige Hörbücher zum Anhören. Da Amazon aber natürlich ein dediziertes Portal, nämlich Audible, mit Premium-Abomodell vertreibt, könnt ihr euch natürlich vorstellen, dass die dort platzierten Hörbücher natürlich auch meist eher Ramschware sind.

Deezer

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Deezer ist ein Service, den es schon recht lange gibt. er datiert zurück bis ins Jahr 2007. Wie acuh bei Spotify gibt es ein Freemium-Modell mit Werbeanzeigen. Zusätzliche hürde ist, dass pro Stunde maximal sechs Songs geskipt werden können. Sie müssen also unter Umständen Songs anhören, die Sie nicht zu Ende hören wollen, solange Sie nur Free-Kunde sind. Im Premium-Tarif hingegen verschwinden diese Einschränkungen und Sie können ebenfalls Content offline verfügbar machen. Den Dienst können Sie am Desktop und am Smartphone konsumieren.

Tidal

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Tidal ist ein Premium-only Dienst ohne Freemium-Modell.Der Dienst unterscheidet lediglcih zwischen Tidal Premium für 9,99 € und Tidal HiFi für 19,99 € im Monat. Einziger Unterschied ist hier die Qualität der Übertragung. Im HiFi-Tarif erleben Sie Ihre Musik in Lossless CD-Qualität über den FLAC-Codec.

Das Hauptkonzept hinter Tidal ist, dass der Dienst verspricht, einen wesentlich größeren Anteil seiner Einnahmen an die Songwriter und Künstler abzugeben als es die Konkurrenz bisher tut. Spotify und Co haben in letzter Zeit immer wieder mal von sich hören lassen, weil die schlechten Konditionen für die eigentlichen Schöpfer der dort ausgestrahlten Werke so wenig vom Kuchen abkriegen sollen. Vor allem für Leute, die ja gerade durch das Nutzen von On-Demand Service die Künstler direkt unterstützen wollen, scheint Tidal also die richtige Antwort zu sein.

Eine Kontroverse ist derzeit die Diskussion, ob nicht immer mehr und Künstler gerade aus diesem Grund exklusiv zu Tidal wechseln werden, weil sie sich von diesem Dienst eine bessere Marge für das Bereitstellen ihrer Tracks erhoffen werden. Derzeit ist noch kein Trend feststellbar der anzeigt, dass viele Künstler von Plattformen wie Apple Music oder Spotify abwandern, könnte aber passieren, wenn die Tidal-Nutzerzahlen weiter steigen.

Auch bei Tidal gibt es die Möglichkeit, den Content in Playlisten oder Radiostationen zu sortieren und offline verfügbar zu machen.

Pandora

Pandora ist kein Streaming Service, aber ein lernfähiges Online-Radio, welches sich an den Geschmack des Hörers anpasst. Deswegen widme ich dem Dienst auch hier einen kurzen Block. Hierbei handelt es scih um einen Dienst, der eigentlich nur in den USA, Kanda und neuseeland verfügbar ist. Jedoch ist es möglich, mit kostenlosen VPN-Diensten wie Cyberghost oder Zenmate auch von Deutschland aus auf Pandora zuzugreifen. Hierbei gaukeln Sie dem Dienst eine IP-Adresse aus einem der entsprechenden Ländern vor und haben somit Zugriff auf den Dienst.

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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