Aufnahme-Hardware: PC, Konsole, Handheld, TV

(Last Updated On: 22. März 2015)

In diesem Post geht es um Hardware (nicht Software!) die man dazu nutzen kann, um Footage vom PC-Bildschirm oder Fernseher aufzunehmen – um beispielsweise ein Video zur Fehlersuche in ein Forum zu stellen, etwas zu dokumentieren oder um es auf Youtube hochzuladen usw.

Der Vorteil von dedizierter Hardware im vergleich zur Software ist, dass die Hardware in der Regel das Gerät, auf welchem das aufgenommene System läuft, nicht verlangsamt. Es ist dadurch auch besser gewährleistet, dass das Video nicht ruckelt oder die Aufnahme irgendwann abgebrochen wird. Desweiteren funktioniert die Hardware auch außerhalb des Betriebssystems. Bei einem PC kann man damit beispielsweise also Videos vom BIOS oder UEFI eines PCs aufnehmen.

Einen Nachteil werden Sie schnell erkennen: Im Vergleich zur Software sind die Hardwarelösungen meist recht teuer. Wenn man die Möglichkeit hat, auf eine Softwarelösung auszuweichen, beispielsweise auf Fraps oder Camtasia für das Abfilmen des PC-Desktops oder von PC-Gaming, dann braucht man in der Regel nur einen schnellen Prozessore und eine SSD, um ordentliche Aufnahmen zu gewährleisten. Oft kann man aber nicht auf eine Hardwarelösung verzichten, beispielsweise beim Aufnehmen von Konsolen-Gameplay.

PC-Bildschirm aufnehmen

Es gibt grundsätzlich zwei finanzierbare Methoden, einen PC-Bildschirm per Hardwarelösung aufzunehmen: über einen DVD/BD-Recorder oder über einen angeschlossenen Smart-TV, der eine USB-Aufnahme erlaubt.

DVD-Recorder werden über den Analog-Ausgang einer Grafikkarte angeschlossen, BD-Recorder über HDMI. Dazu muss die jeweilige Grafikkarte die gewünschte Schnittstelle besitzen. Bei den Recordern kann man dann meist entweder auf eine interne oder externe Festplatte sowie alterantiv auf einen Datenträger wie einen DVD- oder Blu-Ray-Rohling schreiben. Aufgrund der hohen Schreb-Geschwindigkeit empfehle ich grundsätzlich eine per SATA angeschlossene externe oder sogar intern verbaute SSD statt einer üblichen Magnetfestplatte.

Anstatt eines PC-Bildschirms können Sie auch ein Smart-TV per HDMI an die Grafikkarte anschließen. Neuere Modelle haben oft die Möglichkeit, das Bild auf eine angeschlossene Festplatte aufzunehmen. Dabei sind Lösungen, bei denen man eine SATA-platte anschließen kann, USB-Lösungen vorzuziehen, aber auch diese könnten ausreichend sein.

Allgemein könnt ihr aber immer dann, wenn eure Grafikkarte einen HDMI-Ausgang hat, grundsätzlich auch die unten aufgeführten Konsolen-Aufnahmegeräte benutzen. Die sind auf Dauer günstiger als sämtliche oben vorgestellten Lösungen. Ihr braucht nur dann einen zweiten Rechner / Laptop, auf welchem dann die Aufnahmesoftware läuft, falls ihr beispielsweise das BIOS aufnehmen wollt.

Footage von Analog-Geräten aufnehmen

Vielleicht wollen Sie Footage von alten Analog-Geräten wie beispielsweise VHS-Kassettenspieler aufnehmen, um diese zu digitalisieren. Da diese noch ältere Anschlüsse haben, ist es fraglich, ob eine Aufzeichnung über Adapterkabel mit den unten vorgestellten HDMI-Konsolenaufnahmegeräten funktionieren würde.

die sichere Methode ist, einen USB Audio/Video-Grabber mit Analogeingängen (RGB-Kabel und S-Video) zu kaufen. Damit retten Sie alte VHS-Kassetten in das digitale Zeitalter.

Konsolen-Footage aufnehmen

HDMI-Konsolen

Wenn Sie Gameplay-Footage von einer Konsole aufnehmen wollen, kommen Sie meist um eine HArdwarelösung nicht drum rum. Die Recording-Lösung von Smart-TVs ist in der Regel nicht ausreichend, um eine entsprechende qualität zu liefern.

Es gibt spezielle HD-REcording-Devices. Bewährt haben sich die Geräte von AVerMedia und von Elgato, diese sind klein und handlich. Die Geräte werden einmal per HDMI in den HDMI-Ausgang der Konsole eingesteckt, und einmal per HDMI in den HDMI-eingang eures Fernseher. Das Gerät hängt also zwischen Konsole und Fernseher und zeichnet alles auf, was aus der Konsole rauskommt, um es anschließend an den Fernseher zur Darstellung weiterzuleiten. Per USB steckt man das Ding dann noch an einen PC oder Laptop an, auf dem die Capture-Software installiert ist, welche den Aufnahmevorgang steuert (startet, pausiert, stoppt usw.)

eine andere Methode wären die Kombigeräte, die etwas größer sind, beispielswiese das Hauppauge HD PVR 2. Den Vorteil dieses Gerätes erkennt ihr im Kapitel für Analog-Konsolen.

Analog-Konsolen

ältere Konsolen wie beispielsweise der SNES, der N64, Sega Dreamcast usw. haben noch keinen HDMI-Ausgang, sondern noch einen analogen. Hierfür braucht ihr ein Capture-Device mit Analogeingang. Die oben angesprochenen Geräte von AVerMedia und Elgato können grundsätzlich mit ein paar Tricks auch dies bewerkstelligen.

Kmfortabler wäre hier aber beispielsweise der Hauppauge HD PVR2. Ein gutes Tutorial-Video sei hier mal eingefügt. Einfach gesagt: Man braucht drei Y-KOmponentenadapter und zwei Komponentenkabel. Ein Komponentenkabel in den Fernseher, ein anderes in das Recording Device – fertig.

Handhelds

Für Handhels gibt es ebenfalls spezielle Capturing-Devices. Für den nintendo 3DS gibt es beispielsweise ein spezielles Board, welches man beispielsweise unter www.3dscapture.com erstehen kann.

TV-Ausstrahlungen aufnehmen

Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Viele Smart-TVs unterstützen die Aufzeichnung auf ein per USB angeschlossenes Medium von Hause aus. Einige brauchen Nachhilfe. Mit einem Smart-Receiver, teilweise schon für 50 € zu haben, können Sie die Aufzeichnungsfunktion nachrüsten. Auch hier können Sie per SATA oder USB ein Medium anschließen, auf welchem die Aufzeichnung gespeichert werden soll.

Selbstverständlich können Sie zur Aufzeichnung auch die oben genannten Konsolen-Devices nutzen, wenn Sie statt der Konsole einfach den Receiver per HDMI mit dem Aufzeichnungsgerät verbinden.

Smartphone-Bildschirme

Grundsätzlich kann man Smartphones mit HDMI-Ausgang ebenfalls über die oben genannten HDMI-Konsolenaufnahmegeräte aufnehmen. Ansonsten gibt es leider keine Hardware für Smartphones. Dann muss man auf Apps wie beispielsweise Screencast für Android ausweichen.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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