Auto-Praxis: Motorschaden – neuer Motor oder neues Fahrzeug

(Last Updated On: 20. März 2016)

Nichts ist für die Ewigkeit. Das gilt leider auch für das Fahrzeug. Meistens investieren Autohalter gerne noch den ein oder anderen Rubel in eine scheinbar teure Reparatur, die das Fahrzeug noch ein paa rJahre am Leben halten kann. Da werden fleißig Stoßdämpfer, Zahnriemen und Wasserpumpen gewechselt. Klar – schließlich holt man damit ja noch etwas Lebenssaft aus seinem Liebling, in der man weiter auf seinen Nachfolger sparen kann.

Anders sieht es beim Motorschaden aus, denn hier heißt es nicht selten: wirtschaftlicher Totalschaden. Wenn ein Fahrzeug diesen Punkt seiner Lebensspanne erreicht hat, hat es meistens schon mehrere hundert tausend Kilometer auf dem Buckel und einen entsprechend geringen Restwert. Glück haben Sie eventuell, wenn ihnen das Unglück während der Garantiezeit beim Hersteller (oder sogar beim Händler) passiert. Ist eine SErie bekannt für Motorschäden, bekommen Sie vielleicht sogar vom Hersteller auch außerhalb der Garantiezeit eine Reparatur auf Kulanz (was jedoch immer seltener wird).

In der Regel lohnt es sich meistens nicht, einen neuen Motor anzuschaffen und Sie Autos mit einem Wert bis maximal 10.000 € kaufen. Ein neuer Motor kostet Sie bei heutigen Fahrzeugmodellen zwischen 2.000 und 10.000 € . Dafür bekommen Sie einen guten Gebrauchtwagen, weshalb es sich vor allen Dingen für Leute, die Fahrzeuge im Preissegment bis 15.000 € kaufen, in der Regle nicht lohnt, einen neuen Motor einbauen zu lassen. in neuer Motor lohnt sich für Sie nur dann, wenn Sie Fahrzeuge einer höheren Preisklasse entstammt und Sie ansonsten wieder in ein Nachfolgemodell dieser Preisklasse investieren würden. Hat Ihr Baby ursprünglich einmal 30.000 € gekostet und Sie würden für ein baugleiches Modell mit dem selben Fahrkomfort aktuell immer noch 20.000 € bezahlen, lohnt es sich für Sie, die bis zu 10.000 € in die Hand zu nehmen und einen neuen Motor zu versuchen, auch wenn Ihnen der Mechaniker sagt, dass der aktuelle Restwert Ihres Fahrzeugs die Reparatur nicht mehr rechtfertigt. Die TAtsache, dass Sie sich die Neuanschaffung sparen, würde diese Reparatur über dem Fahrzeugrestwert theoretisch rechtfertigen – auch wenn Sie das Risiko eingehen, dass andere Verschleßteile in Zukunft ebenfalls noch reparaturbedürftig werden. Wenn Sie nämlich die Wahl haben zwischen einem Gebrauchten aus zweiter Hand und einem neuen Motor in Ihrem eigenen Fahrzeug, würde ich persönlich bei gleicher Preislage lieber mein eigenes Fahrzeug wieder aufrüsten, da Sie hierbei zumindest wissen, woran Sie sind.

Das sollten Sie aber nur machen, wenn Ihr Liebling in der Vergangenheit artig war. Gab es in der Vergangenheit schon Ärger mit anderen Bauteilen wie etwa der Wasserpumpe, sollten Sie vielleicht auf Nummer sicher gehen und in ein neues Modell investieren. Eventuell bekommen Sie dann auch einen Nachfolger mit geringerem Kilometerdurchschnittspreis, so dass Sie die Mehrausgabe auf die Jahre gesehen wieder einsparen. Rechnen ist hier angesagt.

 

 

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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