Das Massenelektrofahrzeug Tesla Model III – All aboard the Hype Train

(Last Updated On: 2. Januar 2016)

In Sachen Elektromobilität sind die meisten Autorhersteller meiner Ansicht nach noch in den Kinderschuhen. Die jetzigen Modelle taugen nur für ortsansässige Stadtbewohner, die nicht mehr als ~120 km am Tag zurücklegen und die nach dieser Strecke Ihr Fahrzeug über Nacht aufladen können. Doch für Berufspendler, die beispielsweise am Wochenende auch mal größere strekcen zurücklegen wollen, gibt es derzeit noch keine wirkliche Lösung. Gar keine? Nein. Ein Hersteller sticht aus der Masse heraus: Tesla Motors.

Schnell und günstig Laden macht Elektromobile für Berufspendler und Roadtrip-Reisende attraktiv

Tesla hat  nämlich erkannt, dass als Problem nicht die Reichweite als erstes nicht die Reichweite der Elektrofahrzeuge verbessert werden muss. Auch der aktuelle Tesla Model S hat bei 120 km/h eine Reichweite von „nur“ 260 km (aber auch immerhin etwa das doppelte der meisten Konkurrenzautos). Das Problem für Berufspendler ist jedoch, dass diese sich nicht an der nächsten Aufladestation 8 Stunden neben das Auto hocken können, bis dieses wieder aufgeladen ist. An den Tesla Superchargern, die mit 400 V ausgestattet sind, ist der Akku hingegen in nur 20 Minuten von 0% auf 80% geladen. Dazu muss man einerseits fairerweise sagen, dasa an der Haushaltssteckdose in der Garage der Tesla Model S 20 Stunden braucht, um von 0 auf 100 voll aufgeladen zu sein, und an einer gewöhnlichen Ladesäule, beispielsweise von RWE, in acht Stunden. Aber mit den Superchargern hat TESLA das größte Problem für Pendler gelöst. Und das beste: Das Laden an den Superchargern ist für Tesla-Kunden frei. Zwar gab es in der Vergangenheit berichte darüber, dass Tesla-Kunden per E-Mail abgemahnt wurden. Dies geschah allerdings nur, weil diese die Supercharger auch für Kurzstrecken nutzten, also den selben Supercharger innerhalb weniger Stunden immer und immer wieder belasteten. Aber selbst diese Kunden wurden bislang nicht sanktioniert, und für Weitstreckenfahrer gibt es keine Abmahnung.

Damit wird das Elektromobil für Berufspendler, die am Tag mehrere hundert Kilometer fahren, attraktiv. Denn 260 km (Reichweite des Tesla Model S) kosten bei einem Diesel mit 6 Liter Verbrauch auf 100 km selbst mit dem derzeitigen Niedrigliterpreis von nur 1 € derzeit 15,60 €. Geht man davon aus, dass der Tesla Model S am Supercharger aufgetankt wird, ist dieser nach etwa 30 Minuten voll. Das heißt, wer seinen Tesla regelmäßig an einem Supercharger auftankt, „wartet“ auf den vollen Akku mit einem Stundenlohn von 31,20 € netto. Das ist jetzt zwar vielleicht nichts im Vergleich dazu, was der durchschnittliche Tesla-Fahrer netto pro Stunde verdient, aber ich würde sagen selbst ein gutbetuchter Berufspendler mit 6-Figure-Job setzt sich bei 31,20 € Nettoersparnis die Stunde gerne mal mit der Zeitung ins nächstgelegene Bistro und wartet, bis der Fahrzeugakku wieder voll ist. Und auch wer an einer klassischen RWE-Ladesäule tankt zahltbei zugrunde gelegten 24 Cent pro kWh für 260 km nur 7,22 €. Das ist immerhin weniger als die Hälfte des derzeitigen Dieselpreises. Jeodch muss man hier sagen, dass das Fahrzeug ja dann acht Stunden zum Aufladen braucht. Das heißt man spart in acht Stunden Tankdauer 8,38 € im Vergliech zum schnellen Dieseltanken, das macht einen „Stundenlohn“ von knapp 1 €. Damit wäre nicht mla der KAffee im Bistro reingeholt, und einer allein wird nicht reichen, bis das Fahrzeug da voll ist. Diese Rechnung lohnt sich also nur, wenn man in den acht Stunden Tankdauer das Fahrzeug ohnehin nicht braucht und daher nicht effektiv warten muss.

Dadurch kann man mit einem solchen Elektromobil auch sehr günstig reisen. Ein denkbar gutes Szenario wäre beispielsweise ein Roadtrip, bei dem man sich immer von Supercharger zu Supercharger angelt. Ist mal kein Supercharger vorhanden, parkt man das Auto an einer öffentlichen Ladesäule und schaut sihc in der Zeit, in der das Fahrzeug lädt, die Stadt an. Abends, wenn man dann zum nächsten Reiseziel reisen möchte, ist das Auto voll und man kann bis zum Hotel in der nächsten Stadt fahren.

Einen besonders krassen Ansatz dieser Philosophie betreibt der Youtuber Bjorn Nyland. Er hat sein Haus und sein altes Auto verkauft, sich einen TEsla model S geholt und fährt jetzt mit seiner Freundin quer durch den amerikanischen Continent. Geschlafen wird meistens im Auto, denn der Tesla model S hat bei umgelegten Sitzen hinten die Größe eines King Size Bettes – mit zwei selbstaufblasbaren Matratzen hat man hier also vom Schlafkomfort her eine Präsidentensuite gebucht. Dadurch, dass er keine Wohnungsmiete mehr bezahlt, geht er jeden Tag fein essen. Zum Duschen geht man dann entweder in das Wellness-/Spa-Center, in das Schwimmbad oder dann doch mal ins Hotel.  Wenn sein Fahrzeug direkt an einen Supercharger angeschlsosen ist, lässt er über Nacht die Heizung laufen – etwas, was man sich bei einem Verbrenner – selbst mit Standheizung, nicht trauen würde.

der Tesla Model III macht das Ganze erschwinglich für die breite Masse

Auch wenn das Fahren mit dem Tesla Model S nun derzeit so viele Vorteile zu haben scheint – er hat trotzdem immer noch einen stolzen Neupreis. Und es dauert eine Weile, bis man diesen Neupreis im Vergleich zu einem Verbrenner-mittelklassewagen wieder drin hat. deshalb waren die Tesla-karossen bisher nur etwas für Besserverdienende. Das soll sich jedoch mit dem Tesla Model III ändern. Das angekündigte Model III soll nach derzeitigem Stand einen Neurpeis von 30 000 Euro haben und ist damit  – zumindest auf Finanzierungsbasis – für den Allgemeinbürger attraktiv. Denn durch die Ersparnis in den Spritkosten lohnt sich die Investition ähnlich wie bei einem Gasauto. Der tesla model III ist also etwas für Sparfüchse, die anfangs investieren, um auf lange Sicht Geld zu sparen.

Dabei soll der Tesla Model III nicht unbedingt in allen Belangen schlechtere technische Daten haben als der Tesla model S. Denn der Tesla model S ist ein Tesla-Elektrofahrzeug der 2. GEneration (was den Tesla Roadster zur 1. Generation macht). Im Tesla Model III sollen, obwohl dieser ja als mittelklassewagen ausgelegt ist, einige Verbesserungen im Vergleich zum MOdel S enthalten sein, da mit diesem Modell die 3. Generation der Tesla-Mobile eingeleitet werden soll. Das heißt eventuell ist es sogar möglich, dass der Tesla model III trotz seiner mittelklasseeinstufung in Punkto Reichweite oder Aufladezeit wenn nicht besser, dann zumindest gleichwertig mit dem aktuellen Model S abschneiden könnte. Für genaue Daten müssen wir allerdings warten, bis das Modell erstmalig vorgestellt wird.

Der Tesla Model III soll zum ersten mal im März 2016 geschehen, in den Massenmarkt soll das Fahrzeug im Jahr 2017 gehen und von dort ab verfügbar sein. Ich persönlich werde für euch dranbleiben, weil ich persönlich für dieses Fahrzeug schon ziemlich gehyped bin und jede Menge Hoffnungen in das Produkt setze. Wenn ihr nicht so lange warten wollt und das nötige Kleingeld habt, könnt ihr euch natürlich auch überlegen, ein Model S oder Model X zu holen.

 

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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1 Antwort

  1. 20. März 2016

    […] In der Regel haben in den meisten Koferräumen zwei dieser Dinge nebeneinander Platz. In meinem Blog Post über das Tesla Model III habe ich schon einmal einen Vloger vorgestellt, der das so […]

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