Disk Backup vs Tape Backup und andere Tertiärspeicher

(Last Updated On: 19. September 2015)

Wenn Sie als Systemadministrator oder IT-Architekt irgendwann mit der Thematik der Backup- und Recovery-Planung Ihrer IT-Systeme in Kontakt kommen, kommen Sie an der Frage des passenden Mediums für ein Backup nicht vorbei. Dieser Post befasst sich mit der Analyse verschiedener Backup-Szenarien aus Business-Sicht. Wenn Sie als Privatanwender anch einem passenden, kostengünstigen Backup-Medium sind, bietet dieser Post von mir eine Antwort auf Ihre Frage. In diesem Beitrag gehe ich davon aus, dass Cloud-Lösungen wie Amazon Cloud Drive für Sie nicht in Frage kommen, da Ihr Unternehmen mit sensiblen Daten arbeitet.

Die grundlegende Frage ist die. Sie haben ihre produktiven Daten, mit denen Ihr System arbeitet, erst einmal grundsätzlich auf einem sogenannten Primärspeicher installiert. das heißt, wenn Sie beispielsweise ein Datenbankmanagementsystem nutzen, liegen die Daten dieser Datenbank in den Datendateien dieses DBMS, welche beispielsweise auf Ihrem System unter C:\oracle\data liegen.

Sie wollen sich und Ihr Unternehmen nun gegen das Risiko schützen, dass die Daten durch Anwender- oder Systemfehler korrupt werden oder der Primärdatenträger, auf welchem die Dateien liegen, ausfällt.

Das erste was Sie machen werden ist also, die Daten in regelmäßigen Abständen auf einen zweiten Datenträger gleich welcher bescahffenheit – ob nun DVD, zweite Festplatte, Blu Ray etc. – überspielen. das problem an der Sache ist, dass von der Minute an, an der das Backup abgeschlossen ist, alle danach gespeicherten Daten bis zum nächsten Backup verloren gehen, wenn vor dem nächsten Backup ein Datenträgerausfall oder eine Dateikorruption passiert. Deswegen gehen immer mehr Softwarelösungen und Unternehmen dazu über, immer die aktuellen Dateiänderungen auf einen zweiten Datenträger zu synchronisieren. Das bedeutet: Sie haben zusätzlich zur Hauptsicherung der Daten auf einem zweiten Datenträger eine fortlaufende Sicherung aller Daten, die sich seit der letzten Hauptsicherung geändert haben. Somit gehen zwischen zwei Hauptsicherungen die Änderungen nicht verloren, da sie sich immer auf mindestens zwei Datenträgern befinden. Ein gutes Beispiel frü dieses Konzept ist das Redo-Log-Mirroring einer Oracle-Datenbank. während Sie in den Hauptsicherungen die aktuellen Datendateien der Oracle-Datenbank auf einen zweiten Datenträger überspielen, werden alle nach dieser Hauptsicherung erfolgenden Änderungen beständig auf zwei Datenträgern gespiegelt. Das detailleirte Konzept habe ich in diesem Beitrag zum oracle DBMS erklärt.

Hinweis: Die Fachliteratur bezeichnet oft den Arbeitsspeicher eines Systems als Primärspeicher. Wenn ich in diesem Beitrag von Primärspeicher rede, beziehe ich mich auf den primären Datenträger, auf dem ursprünglich die Produktivdaten gespeichert werden, also beispielsweise die Festplatte, auf der das Datenbankmangementsystem installiert ist.

Die Datenträger, welche neben den Primärdaten eine Hauptsicherung dieser Primärdaten sowie eine ständige Spiegelung der Änderungen seitdem beinhalten, nennt man Sekundärdatenträger. Da diese Datenträger immer minimum genau so häufig mit neuen Daten beschrieben werden wie der Primärdatenträger, müssen die Sekundärdatenträger genau so schnell sein wie der Primrädatenträger, da es sonst logischerweise zu Performancebeeinträchtigungen kommt – denn schließlich muss für ein 100%iges Backup die Anwendung warten, bis die Daten sowohl auf Primär- als auch auf Sekundärdatenträger vorhanden sind, bevor es weitermacht – sonst könnten die Daten auf dem Primärdatenträger ja verloren gehen, bevor sie auf dem Sekundärdatenträger angekommen sind.

Deswegen werden in der Praxis sowohl Primär- als auch Sekundärdatenträger mindestens als Magnetfestplatte und immer öfter auch als SSD realisiert.

Jetzt können Sie sich natürlich desweiteren vorstellen, dass Primär- und Sekundärspeicher aus diesem Grund nicht nur die selbe Schreib-/Leseperformance, sondern auch die selbe Speicherkapazität haben müssen. Denn ist der sekundärspeicher voll, können die weiteren Änderngen im Primärspeicher nicht mehr gespiegelt und gesichert werden.

jetzt wollen Sie aber mehr als nur das tagesaktuelle Backup auf dem Sekundärspeicher halten, weil Sie sich ja die Möglichkeit nicht zerstören wollen, auf ein früheres Backup, beispielsweise von vor einem Monat, zurückgehen zu können. Denn wenn ihnen erst nach einem Monat auffällt, dass beispielsweise ein User versehentlich Daten gelöscht hat, sind Sie froh, wenn Sie erst das Backup von vor einem Monat zurückspielen und dann durch geschickte Datenverwaltung den damaligen DAtenstand mit dem heutigen Datenstand vereinen können. Nun haben Sie aber aus oben genanntem Grund nciht die Möglichkeit, um die Daten des Primärspeichers dauerhaft zu spiegeln und gleichzeitig mehrere Backupstände von teilweise mehreren Monaten in der vergangenheit vorzuhalten – es sei denn, sie haben den Sekundärspeicher in seiner Kapazität wesentlich größer dimensioneirt als den Primärspeicher.

Dabei macht es aber grundsätzlich kenien Sinn, einfach den Sekundärspeicher wesentlich größer zu bemessen als den Primärspeicher, um auch Backupstände aus der Vergangenheit vorhalten zu können. Denn Sie können sich ja gewiss vorstellen, dass das Risiko des Ausfalls unsererse Sekundärspeichers mindestens genau so hoch ist wie das Risiko des ausfalls des Primärspeichers. Denn schließlich wird der sekundärspeicher ja genau so oft gelesen und beschrieben wie der Primärspeicher, da alle Datenoperationen des Primärspeichers im Sekundärspeicher gespiegelt werden. Dabei können Sie beim Asufall des Sekundärspeichers nicht mehr auf die Backupstände der vergangenheit zurückgreifen, da diese dann mit verloren gehen würden.

Bevor Sie jetzt darüber nachdenken, nun auch den Primärspeicher wesentlich größer zu bemessen, als es eigentlich sein muss, habe ich eine wesentlich wirtschaftlichere und praktischere Lösung für Sie: Sie führen einen sogenannten Tertiärspeicher ein. In diesem Tertiärspeicher werden dann die Backupstände der Vergangenheit archiviert und können im Bedarfsfall wieder herangeholt werden. Der Vorteil an dem Teriärspeicher ist, dass er in der Regel nur einmalig beschrieben (beim Backup) und gelesen (beim Test einer Wiederherstellung des Backups aus dem Tertiärspeicher) wird und danach gelagert werden kann. Dadurch ist das Risiko des Speicherausfalls wesentlich geringer, da der teriärspeicher wesentlich weniger Schreib-/Leseoperationen hinter sich hat und daher eine wesentlich größere Lebenserwartung hat als Primär- oder Sekundärspeicher, selbst wenn es sich bei allen dreien um die selbe Art von Speichermedium handelt (beispielsweise Festplatten).

Ein zusätzlicher Vorteil, der für eine längere Lebensdauer des Teriärspeichers spricht ist die Tatsache, dass ja grundsätzlich nichts dagegen spricht, für den Tertiräsepciher ein Medium zu wählen, welches nicht die selbe Schreib-/Leseperformance wie der Primärspeicher liefern kann, da ja vo diesem nicht ständig Daten geschrieben und gelesen werden müssen. Dabei sind langsamere Datenträger wie das Magnetband oder die Blu Ray mit einer wesentlich höheren Lebenserwartung gesegnet. Eine Blu Ray kann beispielsweise bis zu 50 Jahre die Daten vorhalten, während Sie bei Festplatten innerhalb der ersten 10 Jahre mit ersten Datenverlusten rechnen müssen.

Ein weiterer Verwendnungszweck von Tertiärspeichern ist das Archivieren von produktivdaten. Das heißt es werden auf einen Tertiärspeicher ausgelagert, die nicht mehr häufig benutzt werden müssen. Stellen sie sich vor, Sie sind ein großes Unternehmens wie Coca Cola und haben in Ihrem Enterprise Resource Planning System Kundenaufträge, Rechnungen, Mitarbeiterdatensätze und weiteree Daten von Mitte bis Ende der 90iger vorrätig. Es ist sehr unwarhscheinlich, dass diese Daten regelmäßig gebraucht werden. Daher amcht es keinen Sinn, dass Sie unnötig Speicherplatz auf Primär- und Sekundärspeicher in Anspruch nehmen, da dieser Speicher ja bestenfalls für aktuelle Daten genutzt wird, welche auf die hohe Performance von Primär- und Sekundärspeicher angewiesen sind. Daher macht es Sinn,  diese veralteten Daten, auf die man im Bedarfsfall auch mal mehrere Stunden warten kann, bis man sie aus dem Tertiärspeicher lesen kann,  im Tertärspeicher zu archivieren. Jetzt machen Sie sich vielleicht Gedanken was denn ist, wenn nun dieser Tertiärspeicher, auf welchem die archivierten Daten liegen, ausfällt? Denn schließlich gibt es ja keine Ablage dieser archivierten Daten auf Primär- oder Sekundärspeicher, weil wir sie daraus entfernt haben. Deswegen müssen Sie auf Tertiärebene nun ebenfalls ein Backup fahren. Das bedeutet, die archivierten Daten müssen ständig auf eniem zweiten Tertiärspeichermeidum abgelegt werden, also beispielsweise ständig auf zwei Magnetbändern präsent sein. Da hier die Performance der Ablage im Hintergrund steht, kann diese Spiegelung problemlos auf den Tertiärmedien vonstatten gehen. Somit haben Sie das konzept der Archivierung mit einer Backuplösung kombiniert. Somit können die archivierten Daten auch mal verändert werden – und diese Änderungen würden dann durch das Backup wieder ständig auf zwei Tertiärspeichern vorgehalten werden.

Tertiärspeichermedien im Vergleich

Jetzt, wo ich Ihnen Sinn und Zweck von Tertiärspeichern näher gebracht habe, gilt es die Frage zu klären, welches Backup-Medium am besten als Tertiärspeicher geeignet ist. Dieser post befasst sich mit dieser Frage und vergleicht verschiedene Medien miteinander. als Primär- und Sekundärspeicher dominieren noch heute Magnetfestplatten udn SSDs, so dass wir dieser Frage keine besondere Aufmerksamkeit schenken.

was muss ein gutes Tertiärmedium leisten? Nun, Sie sehen sicher ein, dass es durchaus Sinn macht, ein Tertiärmedium an einem anderen Ort zu lagern als an dem, an welchem Primär- und Sekundärmedium liegen. Denn wenn das Hauptgebäude abbrennt oder das IT-Gerät von einre Flut zerstört wird, wäre immer noch das Tertiärmedium für einen zumindest teilweisen restores noch verfügbar. Daher müssen Tertiärmedien gut transportierbar sein und den typischen Belastungen bei einem Transport stand hatlen können – also Erschütterungen, sowie extreme Hitze (winter) und Kälte (SommeR).

Deswegen kommen Festplatten in der Regel nicht als Tertiärmedium in Frage, da sie weder Erschütterungen noch wechselnde Temperaturbedingungen besonders gut vertragen.

Ein Tertiärmedium muss auch gut lagerbar sein. Denn den Großteil seiner Lebensdauer verbringt ein solches Tertiärmedium in einem LAgerraum, bis es (hoffentlich niemals) gebraucht wird. Hier ist es von Vorteil, wenn das Medium beispielsweise Sonnenlicht, Staub, magnetische Felder oder hohe Luftfeuchtigkeit ab kann (auch wenn die meisten modernen Lagerräume gegen diese Belastungen nochmal ienen Schutz bieten).

Und dabe macht es auch mit, dass das Tertiärmeidum bei geringem Raumbedarf eine hohe Speicherkapazität hat. Je höher die Speicherkapazität und je geringer der Raumbedarf eines backupmediums, desto mehr Speicherkapazität lässt sich in einem gleichbleibend großen Lagerraum vorhalten, ohne ältere Tertiärmedien vernichten oder einen zusätzlichen Raum anschaffen zu müssen.

Und das backup auf ein Tertiärmedium will der Administrator natürlich nicht manuell anstoßen müssen, sondern er möchte es automatisiert über ein Skript machen lassen.

Am weitesten verbreitet – das Magnetband

Derzeit liegt das Magnetband mit der Speicherkapazität von modernen Magnetfestplatten gleich auf. Beide liegen derzeit bei etwa 5 TB  Speicherplatz, wobei es bereits Magnetfestplatten mit mehr gibt. Der Raumbedarf von Festplatten und Magnetbändern ist ebenfalls vergleichbar. Daher eignet sich das Magnetband derzeit sehr gut als Tertiärmedium, da es viele fortschrittliche Egienschaften der Magnetfestplatte teilt (bis auf die schnelle Schreib-/Leseperformance natürlich).

Das Magnetband zeigt weitgehend unbeeindruckt gegenüber Erschütterungen, Hitze, Kältze und Luftfeuchtigkeit, ist jedoch anfällig gegen Sonnenlicht, Staub und magneitsche Felder. Zum SChutz gegen Sonneneintrahlung und Staub befindet ischd as Tape in einem Gehäuse, was den ungefähr gleichbleibenden Raumbedarf wie bie Magnetfestplatten auszeichnet.

Magnetbänder können automatisiert gewechselt und somit auch vollautoamtishc über Skripte beschrieben und gelesen werden. Somit haben Magnetbänder die Möglichkeit zur vollautomatischen Sicherung beispielsweise durch Skripte. Damit dieser Automatismus jedoch möglich ist, mus man ein Bandlaufwerk mit Anschaffungskosten zwischen 1.400 und 12.000 € anschaffen. Zusätzlich dazu kosten 1,5 TB Speicherplatz derzeit rund 30 €, so dass Sie für 5 TB etwa 150 € (3 ct / GB) hinblättern dürfen. Der selbe Speicherplatz an Magnetbandkapazitt kostet also ungefähr genau so viel wie eine Festplatte.

Optische Medien wie Blu Ray, M-Disc usw.

Die Blu Ray scheint sich auch mittlerweile sehr gut als Tertiärmedium zu eignen. Auch sie ist unempfindlich gegen Erschütterung  und Kälte sowie gegen magnetische Felder. Hitze und driekte Sonneneintrahlung machen jedoch auch der blu Ray zu schaffen. Sie sind also im Transport und in der Lagerung ähnlich anfällig wie das AMgnetband, mit dem Vorteil, dass sie zusätzlich geschützt vor amgnetischen Feldern sind. Hier gewinnt die Blu Ray also durch ein Kriterium.

Blu Rays haben zumindest unter Laborbedingungen eine noch längere Haltbarkeit (50 Jahre) als Magnetbänder (30 Jahre). Sie sind also noch besser lagerbar.

Zum automatisierten Archivieren ihrer Daten auf Blu Ray bruachen Sie im Business Bereich auf jeden Fall eine Blu Ray Brennstation. Für diese dürfen Sie derzeit etwa 2.400 € einplanen. Sie können also je nach Wunsch genau so teuer weg kommen wie beim Magnetband. Einziger derzeitiger Wehrmutstropfen: Auch wenn das Brennen der Daten von der blu Ray genau so gut funktioniert wie das Beschrieben von Magnetbändern – so gestaltet sich derzeit ein Recovery wesentlich schwieriger. Denn die Kopierstationen sind derzeit noch nicht dazu in der Lage, die gebrannten Blui Rays auch wieder so einzulesen, dass direkt auf die Daten zugegriffen werdne können. DAs heißt die einzelnen Blu Rays in Laufwerke einlegen und die Daten daraus recovern müssen wieder Sie selbst. Zwar gibt es derzeit Entwicklungen auf dem Markt wie hier bei Facebook, diese sind jedoch derzeit noch nicht allgemein verfügbar.

in SAchen Speicherkapazität bietet eine einzelne Blu Ray derzeit zwar nur etwa 25 GB pro SCheibe, ist dafür jedoch sehr sehr günstig. Ein GB Blu Ray Speihcerplatz kostet Sie derzeit nur 4 cent. Im Kostenfaktor schlagen Blu Rays also sogar die derzeit günstigsten Festplatten. jedoch gibt es hier ein Problem: Für etwa 5 TB Speicherplatz brauchen Sei etwa 200 Blu-Ray Scheiben. Damti brauchen Sie wesentlich mehr Raum zur Lagerung als bei Magnetbändern oder Festplatten, egal ob Sie die Blu Rays in kleinen Rohling-Hüllen oder in einer Mappe lagern.

eine weitere interessante Entwicklung im Bereich der blu Rays bieten die ersten Blu Ray M-Discs. Diese versprechen aufgrund ihrer besonderen Materialien eine Lebenszeit von 1 000 Jahren unter Laborbedingungen und halten auch extremer Hitze problemlos stand. Leider kostet derzeit ein Blu Ray M-Dics Gigabity 20 cent. Das heißt Sie können die Daten derzeit presilich gesehen fünfmal auf eine neue blu Ray brennen, bevor sich die M-Disc überhaupt rentiert. Dabei können sie mit diesen 5 Blu Rays bereits theoretisch 250 Jahre überbrücken. Die Anschaffung von M-Discs lohnt sich derzeit also nur für Institutionen, die wirklcih ein begründetes Interesse an der langen Lebensdauert dieses Mediums haben. Beispielsweise also Verteidigungs- und Finanzministerien / -institutionen und dergleichen. Große Global Player könnten ebenfalls von der Technologie profitieren.

SSDs

Woran viele bei der Beurteilung von Tertiärmedien nicht denken, sind Flash-Speicher, insbesondere SSDs. Der grund dafür ist, dass diese flash-Specihertechnologien derzeit noch viel zu teuer sind. Ein Gigabyte SSD-Speicher kostet Sie derzeit ca. 11 cent. Damit ist der Flash-Speicher natürlich derzeit weder gegen Blu Ray noch gegen das Magnetband konkurrenzfähig.

Sie dürfen aber auch nicht vergessen, dass es sich bie den Flash-Speichern noch um eine relativ neue Technologie handelt. Wenn davon ausgegangen werden kann, dass die Entwicklung der flash-Speicher so vorangeht wie bisher und die speicherkapazität dem Moore’schen Gesetz folgt, könnte die SSD noch in diesem Jahrzehnt die Blu Ray und das magnetband in der Kosteneffizienz überholen.

ansonsten sind SSDs nämlich in allen anderen Belangen der Blu Ray und dem Magnetband ebenbürtig. Mti dem Zusatz, dass die SSD zusätzlich gegen Sonneneinstrahlung und Luftfeuchtigkeit von Natur aus besser geschützt ist. Auch von Magnetfeldern zeigt isch die SSD unbeeindruckt. DA es auch keine beweglichen Teile mehr in einer SSD gibt, lässt sie sich auch hervorragend transportieren. Und ein extra Laufwerk muss ebenso nicht angeschafft werden. Die Zukunft wird uns also sagen können, ob in Zukunft die SSD den Gesamtspeichermarkt überrollt und wir uns vom Magnetband endgültig verabschieden können.

Storage Attached Network (SAN)

Rufen wir uns noch einmal kurz ins Gedächtnis, warum wir überhaupt als Tertiärspeichermedium andere Medien nutzen als eine Festplatte:

  • wir wollen die daten an einem anderen Ort haben als den Ort, an dem sich Primär und Sekundärspeicher befinden
  • wir wollen auch vergangene Backups in einem Archiv haben, ohne dabei die Performance oder Kapazität von Primär- und sekundärspeicher zu beeinträchtigen, indem wir beispielsweise unnötig viele Festplatten am Server anschließen oder unnötig große Primär- und Sekundärspeicherfestplatten anschaffen müssen

was ist aber, wenn ich Ihnen sage, dass Sie die Datenträger unter Umständen gar nicht transportieren müssen) Wenn Sie ein Storage Attached Network haben, haben Sie ein dediziertes Netzwerk, in welchem Ihre Daten zwischen verschiedenen Standorten ausgetauscht werden können. Dabei können Sie diesem Datennetzwerk beliebig viele Datenträger hinzufügen, um vergangene Backups zu archivieren. Dabei ist es möglich, dass Ihre aktuellen Daten und auch vergangene Backups über das Netzwerk auf mehrere Standorte gespiegelt werden, so dass Sie Ihre aktuellen und vergangenen Backups immer an mehreren Standorten gesichert und archiviert haben. In der Beispielgrafik sehen Sie, dass verschiedene webserver der Firma Google die Wahl haben zwischen verschiedenen Storage-Standorten. Alle diese Storage-standorte liefern die selben Daten. Das heißt es spielt keine rolle, ob der webserver in Deutschalnd sich die Daten aus dem Storage in Deutschland selbst oder aus dem Storage in den USA holt. Wenn der Storage in Deutschland einmal komplett ausfällt, sind die Daten immer noch in den USA und in Großbritannien vorhanden. Sie können also immer die Daten eines Standorts aus den Daten des anderen Standorts wiederherstellen

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Die einzige noch übrig bleibende Gefahr ist, dass sich ein Angreifer beispielsweise Zugriff in das Storage Attached Network verschafft und dabei die Daten aller Standorte zur selben Zeit löscht (was in der Praxis jedoch durch entsprechende sicheurngsmaßnahmen verhindert wird). Dieses Risiko können Sie umgehen, wenn Sie Ihre vergangenen Backups einmal auf alle Standorte verteilen und dann die Datenträger, in denen diese vergangenen Backups gespeichert sind, für den Zeitraum, in welchem sie nicht gebraucht werden, aus dem Netzwerk entfernen.

Ein Storage Attached Network hat theoretisch geringe Kosten pro Gigabyte Speicherplatz, da Sie Ihre Datenträger so kombinieren können, wie sie wollen. Sie können also auch in einem Storage Attached Network weiterhin wählen, welche Daten Sie auf Festplatten backupen wollen und welche beispielsweise auf Magnetband, Blu Ray oder BD-MDisc. Nur weil Sie sich also für ein SAN entschieden haben, müssen Sie in diesem selber sich nochmal für das einzusetzende Datenträgermedium zur Archivierung entscheiden. Sie sparen sich beim SAN jedoch den Transport und haben dadurch beispielsweise wieder die Freiheit, sich für Magnetfestplatten zu entscheiden, da diese nicht mehr transportiert werden müssen. Sie können einfach immer wieder neue Festplatten in das SAN einhängen und transportieren dann die Daten anstelle der Datenträger. Zwar sind Magnetfestplatten pro Gigabyte derzeit noch um 1-2 ct teuerer als Magnetbänder oder blu Ray Discs, dafür sparen Sie sich die Anschaffung einer Brennstation oder eines Magnetband-Roboters und dadurch Anschaffungskosten von 1.000 – 10.000 €.

Fazit

Der nachteil an einem SAN im Vergleich zur bloßen Archivierung über Magnetband/Blu Ray und anschließendem Transport der Datenträge rist der Betrieb und der Aufwand für das SAN Selbst. Denn für das Storage Attached Network brauchen Sie spezielle SAN-Hardware und müssen Sich bei Internet Service Providern spezielle Internetleitungen zwischen Ihren Standorten buchen, damit der Datenaustausch entsprechend performant und hochverfügbar funktioniert. Diese option lohnt sich also vor allem für diejenigen Unternehmen, die so oder so bereits für Ihren Primär- und Sekundärspeicher ein SAN betreiben müssen und daher kaum zusätzliche Kosten entstehen, wenn man nun auch den Tertiärspeicher dort auslagert. Für kleine bis mittelständische Unternehmen jedoch lohnt sich in den meisten Fällen ein SAN nicht. Hier geschieht der Dateiaustausch zwischen Standorten häufig über ganz normale TCP/IP-Netzwerke. In diesem Fall sollten Sie sich dann einfach für die Archivierung mit einem der erwähnten Datenträgermedien (Magnetband oder Blu Ray bspw.) entscheiden. Für die Zukunft sollten Sie wie gesagt die Entwicklung der SSDs im Auge behalten, da es sein kann, dass diese in Sachen kosteneffizienz bald gegenüber Magnetband und Blu Ray aufholen.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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1 Antwort

  1. 29. September 2015

    […] bezieht sich vor allen Dingen auf den Unternehmensbereich. Es empfiehlt sich, als Einstieg meinen Post über den Sinn und Vergleich von Tertiärspeichermedien zu […]

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