Finanztipp: Planen Sie beim Sparen und bei Ihrer Altersvorsorge die Inflation mit ein

(Last Updated On: 5. Mai 2015)

In dieser Kategorie habe ich diverse Posts, die sich mit Themen wie Sparen, Altersvorsorge und dergleichen beschäftigen.

All diese Themen kann man auf einen Grundgedanken herunterbrechen:

  • Sie haben ein oder mehrere Ziele, beispielswiese
    • Weltreise machen
    • Haus bauen
    • zwei Kinder großziehen
    • eigenes Auto / Boot / Flugzeug kaufen
    • den Kindern ein lukratives Erbe hinterlassen
    • ein Unternehmen mit Startkapital gründen
    • ein gesichertes, ausreicehndes Einkommen im Alter haben
  • Zum erreichen dieser Ziele brauchen Sie Kapital
  • Damit Sie dieses Kapital zusammen bekommen, nutzen Sie verschiedene Produkte auf dem finanzmarkt, beispielsweise
    • Weltreise machen -> Sparmaßnahmen (Tagesgeld, Festgeld, Anleihen, vergeben von Privatkrediten, anleihen, indizes usw.)
    • Haus bauen -> Bausparer
    • gesichertes Einkommen im Alter: Private / Betriebliche Altersvorsorge + Gestzliche Rentenversicherung
    • Kindern ein Erbe hinterlassen: Sparmaßnahmen + evtl. Lebensvesricherung
    • Haus bauen: Baufinanzierungskredit mit Lebensversicherung als Besicherung für den Kredit o. Ä.

zu den einzelnen Finanzierungsprodukten habe ich entweder schon einen post geschrieben – oder es folgt entsprechend noch einer.

Für diese Ziele sollten Sie generell einen bestimmten Zielbetrag im Auge haben, Beispiel:

  • sie wollen eine GmbH gründen
    • errechnen Sie, wie viel Startkapital brauchen (sofern es nicht fix vorgeschrieben ist –  etwabei einer GmbH), und entscheiden Sie, wie viel Sie davon finanzieren und wie viel Sie davon ansparen wollen
    • sie wollen eine Weltreise machen
      • ermitteln Sie, wie teuer sie das kommen wird. Berechnen Sie einfach mal aktuelle und realistisch eingeschätzte Flug-, Hotel-, Verpflegungs und Eintrittspreise mit ein
    • sie wollen ein Haus bauen
      • hier haben Sie sich im Vorfeld meistens konkrete Vorstellungen über die Ausstattung und somit büer den Endpreis gemacht, da Sie ja der Bank einen Betrag für das Baufinanzierungsdarlehen nennen müssen. Als Beispiel könnte man etwa 200.000 € nennen.

Was Sie jetzt tun sollten, ist – die Inflation mit einfließen zu lassen. wie Sie ja wissen, bleibt die Menge Geld, die man für Dienstleistungen und Produkte ausgeben muss, nicht immer gleich. Der Gegenwert unseres Geldes zu verschiedenen Produkten nsteigt und fällt kontinuierlich.

Wenn der Wert unseres Geldes im Vergleich zu dem Gegenwert, den wir dafür bekommen würden, sinkt – spricht man von Inflation: sie müssen für die selbe Leistung mehr GEld ausgeben. DAs sit meistens der fall. Manchmal bekommen Sie für die selbe Menge Geld mehr Leistung – in dem Fall ist der Wert des Geldes gestiegen. Man spricht von Deflation. DAs kennen Sie wahrscheinlich alles schon.

Das Bestimmen der inflationsrate läuft nun so:

Das statistische Bundesamt ermittelt einen durchschnittswert, den man pro Jahr für eine bestimmte zusammenstellung aus Dienstleistungen und Produkten ausgeben muss. Darin enthatlen sind beispielsweise Wohnungs-/Mietpriese, Hygieneprodukte, kleidung, nahrungsmittel, Elektrogeräte, Verkehrsmittel und Reisekosten usw.

Das statistische Bundesamt nimmt nun diesen Druchschnittswert für ein bestimmtes Jahr und setzt ihn als Referenzwert. Aktuell gilt der Index vom Dezember 2010 als Referenzwert. Das kann sich in Zukunft auch mal ändern.

Jedenfalls: wenn Sie im Jahr 2015 im Vergleich zu 2010 nun für die selbe Menge Güter mehr Geld ausgeben müssen als damals, dann wird der Anstieg dieses Preises in prozent als sogenannter Verbraucherpreisindex angegeben. Im März 2015 liegt der VPI bei 107,0%, wie Sie dieser Seite entnehmen können. Das heiß: Sie müssen im Vergleich zum Dezember 2010 für das selbe Güterpaket +7% mehr Geld reinstecken.

Die inflationsrate wiederum ist die Veränderungsrate des VPIs im Vergleich zum Vorjahr. die inflationsrate von 2013 auf 2014 beispeislweise liegt bei 0,9%, wie sie der unteren Tabelle auf dieser Seite entnehmen können

Beispiel: der VPI für den Dezember 2014 lag bei 106,7%. das heißt im klartext: sie mussten im Dezember 2014 im Vergleich zum Dezember 2010 für die selbe Menge Waren und Dienstleistungen 6,7% mehr Geld ausgeben. Das ist relativ wenig, da der generelle Konsens lautet, dass sich der VPI jedes Jahr um etwa 2% erhöht. Wir hätten also eigentlich bei ca. 108% liegen müssen.

Der grund dafür, dass die inflationsrate hier so niedrig war, sind die aktuellen Preisentwicklungen in der Mineralölindustrie. Es dürfte ihnen aufgefallen sein, dass Sie seit einigen Monaten für die selbe Menge Geld wesentlich mehr Tanken können. Das kommt der gesamten Wirtschaft weltweit zugute. Der Grund, dass es überhautp eine inflation gibt und wir nicht seit langem mal wieder eine Deflation erleben durfen ist der, dass trotz der Entwicklungen im Ölsektor die Energiekosten allgemein gestiegen sind – beispielsweise aufgrund der derzeitigen globalen Anstrengungen zum Atomausstieg und der teureren Gewinnung von erneuerbarer Energie.

Was machen Sie jetzt mit diesem Wert?`Nun, hin und wieder schalgen Sie ihn auf den Betrag auf, den sie ermittelt haben, um eines Ihrer Finanzziele zu erreichen. Dabei müssen sie aber aufpassen: nicht immer ist es mathemtatisch korrekt, die inflatiosnrate aufzuschalgen. Beispiel:

  • Sie wollen eien GmbH gründen und brauchen dafür 25.000 € Startkapital.
    •  dieser Betrag ist seit Jahren fix und wird nicht von der Inflatiosnrate beeinflusst. Deshalb müssen Sie hier nicht die Inflationsrate draufschlagen

Anderes Beispiel:

  • Sie wollen ein Unternehmen gründen und haben dazu errechnet, wie viel Sie beispielsweise für ein Lagerhausmiete, für IT-Gerät, an Büromiete, für Büromaterial und -Ausstattung usw. ausgeben müssen
    • hier sieht es wieder anders aus. Alle diese errechneten Größen unterliegen der inflationsrate: sie können davon ausgehen, dass sich mit der Zeit die Menge an Büromaterial, Büroausstattung, Mietleistung usw. ändert, die Sie für eine gegebene Menge Geld bekommen.
      • wenn Sie ihr Unternehmen relativ zeitnahe gründen wollen, sagen wir mal in 2 Monaten, und Sie jetzt gerade frisch errechnet haben, wie viel Sie für diese Unternehmensgründung ausgeben müssen, dann brauchen sie nicht die Inflationsrate draufschlagen, da Sie davon ausgehen können, dass sich die Preise für die zu bezahlenen Güter und Lesitungen in zwei monaten nicht nennenswert ändern
      • wenn Sie jedoch beispielsweise jetzt erst anfangen, für die Gründung zu sparen, und beispeilsweise in 5 Jahren erst Ihr Unternehmen gründen wollen, dann sollten Sie eine inflationsrate aufschlagen. Sie können davon ausgehen, dass Sie in 5 Jahren einen anderen Preis für die Unternehmensgründung zahlen werden, als Sie sich derzeit ausgerechnet haben.

Was ist nun eine sinnvolle inflationsrate, die man hierfür als „inflatiosnrate“ draufschlagen kann? sie können ja schließlich nicht wissen, wie viel mehr oder weniger Sie in 5 Jahren für die Güter ausgeben müssen, die Sie zur Unternehemsngründung brauchen.

Nun, hier zählt einfach nur der gesunde Menschenverstand. Entscheidend für Ihre Bewertung sind zwei Faktoren:

  1. wie war die Entwicklung der inflationsraten in der Vergangenheit? Ist hier ein Trend ersichtlich? (etwa 2% STeigerung pro Jahr?)
  2. wie hoch ist das Risiko, bei der investition, die Sie tätigen wollen?

Um diese beiden Punkte zu erklären, verlassen wir jetzt mal das Beispiel der unternehemsngründung und gehen davon aus, dass Sie ein Haus bauen wollen, von dem Sie sich errechnet haben, dass Sie 200.000 € an kosten haben werden, um es zu bauen. Der hausbau an sich leigt noch in ferner zukunft, sagen wir mal 10 Jahre in der zukunft – und Sie wollen gerade 1/3 der Kosten, nämlich 66700 € über einen Bausparvertrag finanzieren.

DAs risiko dieser Investition ist sehr groß. Denn wenn die inflation in diesen 10 Jahren unerwartet hoch ansteigt, brauchen Sie einen wesentlich größeren Baufinanzierungskredit für den Restbetrag, als Sie ursprünglich angenommen haben. Das kann Sie unter umständen, da Sie dann wesentlich höhere Tilgungsraten doer eine wesentlich lägnere Laufzeit haben, in den Ruin treiben oder zumindest von anderen Zielen abhalten, wenn Sie die inflatgionsrate nicht als Puffer eingerechnet haben.

Sie können in 10 Jahren nicht mal annähernd bewerten, wie die Zukunft aussehen wird. Sie sollten sich daher einen historisch realistischen Risikowert halten. Deswegen sollten Sie nicht mit der Druchschnittsinflation der letzten Jahre rechnen, sondern mit einem leicht angehobenen Satz. Wenn Sie sich nämlich die inflationsraten derzeit ansehen, so liegen diese in den letzten 10 Jahren immer zwischen 0,9% und 2,6%. Das ist relativ günstig. Historisch betrachtet gibt es auch Zeiten, in denen die inflationsraten noch günsitger liegen können (etwa Ende der Achtizger 1986-1988), aber auch wesentlich schlechter leigen können – etwa Anfang der Siebziger, da ahtten wir stellenweise 6-7,1%.

Die inflationsrate rechnen Sie in ihren Ansparbetrag ein wie zinsen. Sinnvoll wäre es jetzt, in diesen Zinsen, für die es grundsätzlich eine gute Idee wäre, eine Durchschnitssinflation von 2% anzunehmen (das ist derzeit sozsuagen der worst case, wenn man scih die aktuellen inflationsraten soansieht), auch jahre einzubauen, in denen man auch aml von einer inflation von 4, 6 oder 7% ausgeht. DAmit rechnen Sie auch schlechte Zeiten in Ihren Sparplan mit ein.

Sie können Ihre zinsen nun entweder maneull berechnen. Dazu brauchen Sie als erstes zu Ihrer information diesen Beitrag. Dann werden Sie feststellen, dass die inflationsrate dem Zinseszinsprinzip folgt, da sich die inflationsrate auf die Änderung des VPI zum Vorjahr bezieht. Sie könenn also den Endbetrag mit Hilfe der Zinseszinsformel berechnen. Dazu gehen wir beispielsweise mal davon aus, dass Sie für die nächsten 10 Jahre die Inflationsrate auf Ihren ausgerechneten Bausparbetrag 66.700 € draufshclagen wollen. In unsere Berechnung bauen wir probehalber zwei Jahremit einer Inflation von 6% ein, den Rest lassen wir bei 2%. wir berechnen also für 8 Jahre den „Inflationsaufschlag“ bei 2%

Kn = K0 * ((p / 100) + 1)n

K8= 66700 * ((2 / 100) + 1)8 = 78149 €

und dann noch von hier den Betrag, wenn wir zwei miese Jahre mit Inflationsrate von 6% einrechnen.

K2=  78149 * ((6/100)+1)2 = 87808,22 €

Merken Sie, was für einen höllischen Unterschied es macht, wenn Sie die inflation einrechnen? Am Ende müssten Sei nämlich feststellen, dass Sie rund 20.000 € zu wenig über den Bausparer finanziert haben.

Ein ähnliches Beispiel, bei welchem Sie eine hohe inflation einrechnen sollten, ist beispielsweise das Kapital zur privaten Absicherung für Ihre Altersvorsorge. Sie haben eine bestimmte Versorgungslücke, das bedeutet: sie haben sich in der vergangenheit mal ausgerechnet, dass sie für ein angenehmes Leben mehr GEld im Monat braachen werden, als Sie von der gesetzlichen Rente später einmal ausgezahlt bekommen. Damit Sie diesen Differenbetrag später einmal monatlich ausgezahlt bekommen, müssen Sie ein bestimmtes Kapital in eine private oder betribelcihe Altersvorsorge investieren. Dieses zu investierende Kapital ist Ihre sogenannte Versorgungslücke. Das Problem hierbei ist: den monatlichen Betrag, den Sie errechnet haben, haben Sie beispielsweise im Jahr 2014 mit einer Inflation von 0,19% berechnet. Sie haben beispielsweise ausgerechnet, dass Sie im Alter monatlich rund 1.800 € netto benötigen werden, um anständig leben zu können. Wenn wir alleine schon von einer Regelinflation von 2% ausgehen, dann sind wir am ende bei sagen wir aml 45 Arbeitsjahren bei

K45 = 1800 * ((2/100)+1)45 = 4.388 €.

Da können Sie sich nach 45 Jahren mit Ihren 1.800 € ein paar thai-Massagen im Monat weniger als gewohnt leisten. Damit Sie auf diese nicht verzichten müssen, sollten Sie den entsprechenden Risikowert mit einrechnen.

Warum kommt uns das in der Realität so unrealistisch vor? Nun, weil in der Realität nicht nur die Kosten für Güter steigen, sondern auch unsere Löhne und gehälter steigen in einem gewissen Maß mit. sie bekommen beispielsweise immer wieder mal Gehaltserhöhungen und unabhängig davon verändern sich die Bruttolöhne gegenüber dem Vorjahr immer ein wenig. Da statistische Bundesamt veröffentlicht auch hierzu regelmäßig eine aktualsiierte Statistik. Anhand dieser können Sie feststellen, ob die veränderung der Buttolähne / -gehälter die inflationsrate des jeweiligen Rates ausgeglichen hat oder nicht. Wenn Sie die Inflationsraten der letzten Jahre mit den Geahltsentwicklungen der letzten jahre verlgeichen, sieht es eigentlich ganz gut aus – zumindest in der Statistik. Deswegen fällt vielen eben in der Praxis nicht auf, dass Sie von jahr zu Jahr mehr zahlen. Für Ihre Rente jedoch gibt es diese Erhöhung von jahr zu Jahr nicht. Da müssne Sie schon selber ranklotzen und die Inflation eben in Ihren Sparplan einrechnen.

Wie scahut es jetzt bei einem Beispiel mit geringerem Risiko raus?

Nehmen wir mal als Beispiel, dass Sie derzeit sparen, um sich in 5 Jahren ein Elektro-Auto zu kaufen. sie verfolgen derzeit fiebernd die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt der elektro-Autos und erhoffen sich, ein lukratives Automobil mit geringen Unterhaltskosten anzuschaffen. Sie sehen sich den derzeitigen Anschaffungspreis solcher Elektrofahrzeuge an und haben ermittelt, dass Sie in 5 jahren genug zusammengespart haben, um sich diesen Traum zu erfüllen.

hier ist das Risiko bei unerwartet hohem inflationsanstieg relativ gering. Wenn die Inflation in die Höhe schießt, gibts halt einfach (noch) kein Auto. Das ist grundsätzlich noch kein Beinbruch.

Hier macht es Sinn, sich einfach die Entwicklung der Inflation der letzten 5 Jahre anzusehen und einen agnemessenen Durchschnittswert einzurechnen. Beispielsweise die inflationswerte der Jahre 2014 – 2011.

JahrInflation
20140,19%
20131,43%
20122,04%
20111,98%

Da muss man nicht wirklich mathematisch rumrechnen, um auf einen realistischen inflationswert von 2% zu kommen, den Sie draufschlagen sollten.

Jetzt noch ein kleiner Gedankenanschnitt für diejenigen, die eine Weltreise planen: Wenn Sie natürlich in Ihrer Weltreise kosten planen, die in einem fremden Land anfallen, dann müssen Sie zur Einrechnung der inflationsrate natürlich den VPI des jeweiligen Landes zur Rate ziehen.

Ich hoffe, dieser kleine Exkurs hilft Ihnen ein wenig, Ihren Finanzbedarf etwas exakter zu planen.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

Das könnte Dich auch interessieren...

2 Antworten

  1. 3. Mai 2015

    […] ihre Einkommens- und Sparpläne sollten Sie ggf. die Inflationsrate einplanen, wie in diesem Post von mir bereits […]

  2. 5. Mai 2015

    […] die selben Leistungen im Alter ein wenig mehr Geld brauchen werden als aktuell. Das bhabe ich Ihnen in diesem Post einmal beigebracht. Jetzt wollen Sie vielleicht erstmal wissen, wie viel gesetzliche Rechnte Sie […]

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.