Expense Management: Planen von Kosten und Sparzielen

(Last Updated On: 3. Mai 2015)

In meinem Post Schaffen Sie Ordnung mit einer digitalen Notizmappe habe ich Ihnen unter Anderem gezeigt, dass Sie in einer Arbeitsmappe Ihre aktuellen finanziellen Ausgaben und Ziele festhalten sollen. Dabei bin ich jedoch nicht so wirklich ins Detail gegangen, da hier der Ordnungsaspekt im Vordergrund stand.

In diesem Post möchte ich den finanziellen Planungsaspekt in den Vordergründ stellen und Ihnen helfen, in Ihren drei großen Lebensphasen Ihre Ausgaben und Ihre Sparziele zu planen.

Ihre drei Lebensphasen

Ihre Leben lässt sich in drei große Phasen einteilen

  • Jugend. Sie sind Single oder Leben in einer Beziehung. Sie bezahlen höchstens eine Wohnung, aber keinen Baufinanzierungskredit und haben keine Kinder
  • Familie. Sie ziehen Kinder groß und bezahlen eventuell ein Baufiannzierungsdarlehen ab. Hier benötigen Sie am meisten Kapital
  • Alter. Sie beziehen Rente und viele Kosten aus der Familienära – beispielsweise für Kinder – fallen weg. Hier brauchen Sie verhältnismäßig am wenigsten Kapital.

Für diese drei Lebensphasen sollten Sie Ihren Kapitalbedarf planen.

Planen des monatlichen Kapitalbedarfs

Hier im Folgenden eine Tabelle zur Planung ihrer monatlcihen Ausgaben in der Jugendphase. Eine Erläuterung erfolgt später weiter unten. in der rechten Spalte stehen beispielsweise Refrenzwerte

Nettobudget im Monat
– Finanzausgaben (Kontoführungsgebühren usw.)
-Versicherungsausgaben
-Telefon + DSL
-Handytarif
-Stromkosten (oder Festmiete)
– fixe Sparmaßnahmen
– heruntergebrochene Ausgaben
– Budget fürs Einkaufen (Nahrungsmittel, Hygieneprodukte)
-Budget für Reisekosten (Sprit, Bahn fahren, Bus)
– Abonnements (Zeitschriften, VServer usw.)
– Freizeitbudgets (Wochenende, Kurse usw.)
= geplanter Restbetrag am Monatsende

Erläuterungen zu den einzelnen Positionen, die vielleicht Erklärungsbedarf haben.

  • Nettoverdienst: das Geld, dass Sie letztendlich monatlich ausgezahlt bekommen
  • Versicherungsausgaben: Hier geben Sie ihre monatlichen Ausgaben für Versicherungen an, beispielsweise
    • Kfz-Kasko / -Haftpflicht
    • Private Krankenversicherung (gesetzliche ist ja nicht in ihrem Nettoauszahlungsbetrag enthalten)
    • Privathaftpflicht
    • Berufsunfähigkeitsversicherung
    • Rechtsschutzversicherung
    • Auslandskrankenversicherung
  • Strmkosten oder Festmiete.Wenn Sie Ihren Strom selbst zahlen, dann kommt hier der entsprechende Betrag rein. Ansonsten können Sie hier Ihre Fixmiete eintragen. Die Nebenkostennachzahlung, die sie am Ende des Jahres eventuell kriegen, planen wir an anderer Stelle ein
  • fixe Sparmaßnahmen. Dazu gehören fixe Sparausgaben, beispielsweise
    • Bausparvertrag
    • ausgaben für private Altersvorsorge usw.
  • heruntergebrochene Ausgaben. Hier rechnen Sie usgaben, die nicht monatlich, sondern viertel-, halb- oder eben volljährig anfallen, auf einen Monat runter. Solche Ausgaben sind beispielsweise
    • Versicherungen, deren Beitrag jährlich anfällt, beispielsweise
      • Automobilclub (ADAC)
      • Wohngebäudeversicherung
    • Ausgaben an die Gemeinde oder Stadt
      • Kanalnutzung und Wasserabrechnung
    • Jährliche Mietnachzahlung für Nebenkosten
    • Sonstige jährliche mitgliedsbeiträge, beispielsweise für
      • Kreditkarten
      • Vereine usw.
    • Steuerausgaben, etwa
      • Kraftfahrzeugsteuer
      • Grundsteuer
    • Bildungskosten, beispielsweise
      • für ein Fernstudium
      • für Abendschule
    • jährliche bugdets, beispeilsweise für Geburtstagsgeschenke, Autoreifen und Autoreparaturen, Reparaturen am Haus usw.
  • daneben setzen Sie sich verscheidene Budgets für diverse Abonnements, für Ihre monatliche Freizeitgestaltugn (mit oder ohne Partner) sowie für Ihre Verpflegung Dort sollten Sie auch einen Puffer für ungeplante Ausgaben einplanen

Wenn Sie  hier mit realistischen Schätzwerten arbeiten, kommen Sie hoffentlich noch auf einen Plusbetrag, den Sie am Ende des monats wegsparen können

Überprüfen sie, ob Sie in Ihren budgets bleiben

Sie haben sich in der oberen Rechnung einige Budgets eingeplant. Etwa für Ihre Freizeitgestaltung und für Ihre Verpflegung.

Die ganze Rechnung nützt Ihne natürlich nichts, wenn Sie diese Budgets sprengen, sich also nicht daran halten. Das zu überprüfen ist ebenfalls _Ihre Aufgabe.

Die einfachste MÖglichkeit, dies zu tun, ist meiner Meinung nach, nach jedem Kaufvorgang sich die Quittung aufzuheben und den Betrag im Anschluss in eine Handy-App oder in eine excel-Tabelle am Computer einzutragen. Für Android-Handys gibt es beispeislweise die App Expense Manager für diesen Zweck. Sie müssen nur immer daran denken, sich die Quittung mitzunehmen.

Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass Sie ein Budget zu niedrig eingeschätzt haben, müssen Sie es in Ihrer Rechnung entsprechend erhöhen.

Positionen für weitere Lebensabschnitte

Wie oben bereits festgestellt, gibt es neben dem Lebensabschnitt der Jugend, den wir weiter oben einmal durchgeplant haben, noch den Lebesnabschnitt der Familie und des Alters.

Im Lebensabschnitt der Familie müssen Sie womöglich Kosten für Kinder einplanen, wenn Sie einen Kinderwunsch haben. Ein Kind kostet im Jahr durchschnittlich

AlterKosten pro Jahr
0-65.616 €
6-126.816 €
12-187.860 €

Wenn Sei die kosten entsprechend auf MOnate runterrechnen, können Sie sie in unseren obigen Kostenplan integrieren.

Eventuell haben Sie vor, irgendwann aus Ihrer mietwohnung auszuziehen und ein Haus zu bauen. Meistens müssen Sie dazu einen Baufinanzierungskredit abbezahlen. Diese monatliche Position sollten Sie in Ihre Rechnung integrieren und dafür die Mietkosten wegrechnen. Recherchieren Sie einfach, wie hoch eine empfehlenswerte Tilgungsrate für ein Haus Ihrer gewünschten Größenordnung wäre.

Eventuell wollen Sie diese Positionen durch 2 teilen, weil Sie davon ausgehen, dass Sie sich diese kosten mit Ihrem Partner teilen. Grundsätzlich können Sie das auch tun, weil man selbst nach einer Trennung oft noch gemeinsam für ein Kind sorgt.

Und zu guter letzt planen Sie noch die Kosten für das Alter ein. Hierbei fallen Kosten für die Kinder weg, da diese auf eigenen Beinen stehen. Auch Ihren Baufinanzierungskredit sollten sie bis dahin schon abbezahlt haben und daher auch keine Miete mehr zaheln. Ihre Freizeitbudgets sollten Sie nicht unbedingt herunterrechnen, da man auch im Alter gerne noch das Leben genießen würde.

Spar- und Einkommensziele setzen

Wenn Sie in den beiden Lebenspahsen Jugend und Familie mit Ihrem aktuellen Gehalt jeweils auf einen Plusbetrag gekommen sind, dann herzlichen Glückwunsch: sie haben es geschafft.

Sollten Sie bei Ihrem aktuellen Gehalt in der Phase Familie derzeit noch auf minus stehen, müssen Sie ihre Erwratungen entweder herunterschrauben (beispielsweise kein Haus kaufen / bauen), oder Sie arbeiten hoffentlich aktuell gerade an Ihrem Bildungsabschluss und planen daher den Einstieg in eine höhere einkommensklasse. Dass dieser Plan grundsätzlich mit Risiko behaftet ist und auch schief gehen kann, muss ich Ihnen ja nicht sagen. Jedenfalls haben Sie aber mit Ihrer aktuellen planung ausgearbeitet, welches Einkommensziel Sie sich setzen müssen, um in dieser Phase alle Ihre Bedürfnsse befrieidgen zu können.

Die monatlichen Kosten, die Sie für die Phase des Alters ermittelt haben, ist das monatliche Einkommen, welches Sie sich für das Rentenalter ausgerechnet haben. Wenn sie jetzt noch eine Kontenklärung durchführen lassen und daher abschätzen, wie viel Sie später einmal von der Rente bekommen werden, können Sie sich Ihre sogenannte Versorgungslücke ausrechnen, also wie viel Sie privat noch vorsorgen müssen, damit Sie im Alter über dieses Wunscheinkommen verfügen.

Zu guter letzt planen Sie sich jetzt noch Sparziele ein. Sie wollen ein neues Auto? Stellen Sie fest, wie viel Sie dafür ausgeben müssen, und planen Sie anhand des ermittelten Plusbetrags am Ende des MOnats, wie lange sie dafür brauchen, um den Betrag zusammenzukratzen. Dieses Verfahren führen Sie für sämtliche Sparziele durch, die Sie haben. Wenn Sie ein guter sparer sind, ist es für Sie auch kein Problem, Ihre Zinsen dabei mit einzurechnen.

 

Schlusswort

In ihre Einkommens- und Sparpläne sollten Sie ggf. die Inflationsrate einplanen, wie in diesem Post von mir bereits erläutert.

Ich hoffe mit diesem kurzen überblick habe ich Ihnen ein wenig dabei geholfen, Ihren Finanzbedarf besser abzudecken und Ihre finanzielle Zukunft besser zu planen.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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1 Antwort

  1. 5. Mai 2015

    […] Sie auf ihr benötigtes nettoeinkommen im Ruhestand kommen, habe ich in diesem Post einmal […]

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