Gluten – Warum sich glutenfreie Lebensmittel selbst hypen

(Last Updated On: 16. November 2015)

In diesem kurzen Post möchte ich ein kurzes Statement zum Thema glutenfreie Lebensmittel schreiben, was es damit auf sich hat. Es hat mich selber einfach mal interessiert und ich denke ich teile einfach mal, was ich aus meinen Recherchen gewonnen habe.

Gluten setzt sich zusammen aus Proteinen der Gruppen Glutelin und Prolamin. Sein berühmtestes Vorkommen ist in Getreideprodukten wie Weizen, Dinkel und Roggen. Aus diesen Getreidesorten werden viele Endprodukte gefertigt wie beispielsweise Nudeln, Spätzle, Seitan, Brötchen, Müsli usw. Werden diese Getreidesorten nass, verbinden sich die beiden Proteinsorten und werden zu Gluten. Gluten ist essentiell für das Fertigen jeglicher Backwaren, da es für die Elastizität des Teiges verantwortlich ist. Gluten wird aufgrund seines Bindeverhaltens als „Klebstoff“ aber nicht nur in typischen Getreideprodukten, sondern auzch in anderen Produkten wie Tees, Joghurt, Schokolade, Wurst und in vielen Fertiggerichten verwendet.

Von sich aus gesehen ist Gluten also erstmal nichts Schlechtes. Jedoch werden dem Gluten diverse negative Eigenschaften nachgesagt. Gluten kann, wenn man eine entsprechende Glutenunverträglichkeit hat, Auslöser für diverse Krankheiten sein, weil bei einer glutenunverträglichkeit eine Entzündung und eine damit einhergehende Abwehrreaktion des Körpers einhergeht. Daraus können letztendlich die Entstehung von Krankheiten begünstigt werden wie etwa Diabetes Typ 1 oder Multiple Sklerose. Außerdem kann Gluten auf Dauer die Darmwände angreifen. Genauere infos sollte man sich in entsprechender Fachliteratur und beim Arzt seines Vertrauens einholen.

Eine solche Glutenunverträglichkeit soll bei etwa 0,6% aller Menschen vorliegen, jedoch ist eine Dunkelziffer aufgrund von Falschdiagnosen zu vermuten. Eine Glutenunverträglichkeit lässt sich diagnostisch feststellen und wird bei entsprechenden Beschwerden vom Hausarzt auch in Erwägung gezogen. Wenn Sie sich aktuell gesund fühlen und keine Beschwerden, insbesondere im Magen-/Darmbereich haben und dabei glutenhaltige Lebensmittel reglemäßig verzehren, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie keine solche Unverträglichkeit haben. eine genaue Diagnose kann jedoch immer nur ein Arzt stellen. Die Gefahr und gleichzeitig die Herausforderung für die Medizin ist eben die derzeit noch nicht vol ausgereifte Forschung im Bereich der Glutenunverträglichkeit und Glutensensibilität, da die Krankheitsbilder betroffener Patienten sehr unterschiedlich sind. Wichtig als potentieller Patient ist hier einfach, etwas sensibel mit dem Thema Ernährung umzugehen, Beschwerden frühzeitig zu erkennen und einen Hausarzt zu konsultieren.

Warum macht die Lebensmittelindustrie nun so einen Hype daraus, wenn ein Produkt glutenfrei ist? Nun, dies ist einfach der Tatsache geschuldet, dass Gluten heutzutage nun eben in so vielen Lebensmittlen unseres täglichen Bedarfes enthalten ist – ich habe es ja weiter oben schonmal aufgezählt. Das bedeutet: der heutige Mensch hat eine wesentlich höhere Durchschnittsbelastung an Gluten als damalige Zeitgenossen. Und dies wiederum fördert – wie wir weiter oben schon gelesen haben, eine Schädigung der Darmwände oder beim Vorliegen einer Unverträglichkeit von anderen Krankheiten.

Was macht nun die Lebensmittelindustrie daraus? Ganz einfach:  ein Qualitätsmerkmal. Denn: Der Glutengehalt von getreidehaltigen Lebensmitteln lässt sich mit bestimmten Produktionsverfahren verringern, etwa wenn diese Produkte fermentiert oder angekeimt werden. Und in Produkten, in denen das Gluten als Bindemittel eingesetzt wird, kann man das Gluten eventuell durch andere Mittel ersetzen. Der daraus resultierende niedrigere Glutengehalt macht das entstehende Lebensmittelprodukt weniger bedenklich.

Grundsätzlich ist es also nichts Schlechtes, auf Glutenfreiheit bei bestimmten Lebensmitteln zu achten. Man kann damit letztendlich nichts falsch machen. Grundsätzlich muss sich niemand Sorgen machen, der sich an die Grundprinzipien der gesunden Ernährung hält, also nicht ausschließlich Getreideprodukte, sondern abwechslungsreich ist, kaum Fertigprodukte zu sich nimmt und viel Wasser trinkt. Wer dann noch beim Kauf seiner Lebensmittel zusätzlich jene bevorzugt, die glutenfrei sind, sollte auf der sicheren Seite sein. Überbewerten darf man die Glutenfreiheit bei den Lebensmitteln aber auch nicht. Wer jeden Tag eine Fertiglasagne und Pizza in den Ofen schiebt und dann aber beim Tee und Joghurt penibel darauf achtet, dass diese glutenfrei sind, wird damit auf Dauer nichts erreichen. Zudem kann man sich was gutes tun, indem man glutenhaltiges Getreide in einigen Gerichten durch glutenfreies ersetzt. Beispielsweise ist Reis ein glutenfreies Getreide. Wenn Sie also Gerichte haben, in denen beispielsweise nudeln vorkommen, können sie diese einfach durch Reis ersetzen.

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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