Moderne Beleuchtungsssysteme im Vergleich

(Last Updated On: 11. Januar 2016)

In Sachen Hausautomatisierung fällt einem natürlich als eines der ersten Themen ein, dass man vielleicht seine Beleuchtung aus der Ferne steuern möchte. Licht angelassen? Kein Problem, einfach unterwegs schnell ausschalten. Und dann macht es natürlich auch sein, mehrere Lichter, die in einer Gruppe zusammengehörig leuchten sollen, miteinander zu dimmen oder vielleicht sogar in der Farbe wechseln zu können.

In diesem Blogpost vergleiche ich aktuelle moderne Beleuchtungssysteme. Dazu beginne ich mit dem aktuellen Vorreiter auf dem Markt, Philips Hue, und zeige mögliche Alternativen auf. Desweiteren gibt es zwei weitere Wettbewerber, die derzeit noch nicht auf dem deutschen Markt angekommen sind. Diese werde ich kurz vorstellen.

Philips Hue

Philips Hue besteht aus einerzentralen Steuereineheit, die alle Lichter im Haushalt ansteuert. diese wird über ein Patchkabel an den heimischen DSL-Router oder einen Switch bzw. WLAN Access Point eingesteckt, damit es Zugriff auf das Heimnetzwerk hat. Das starterset mit Zentraleiheit und drei Glühbirnen kostet 194 €.

Dann gibt es die Glühbirnen, die mit der oben angesprochenen Steuereinheit angesprochen werden können. Diese können nicht nur ein- und ausgeschaltet,sondern auch gedimmt und in der Farbe gewechselt werden.  Die glühbirnen können 16 Millionen verschiedene Farben darstellen.

Neben den Glühbirnen gibt es noch andere Produkte, die mit der zentralen STeuereinheit angesprochen werden können, beispielsweise der Bloom, der hauptsächlich dafür eingesetzt werden soll, um Farbkleckse an bestimmte Flekcen in der Wohnung zu werfen. Dieser wird einfach in dieSteckdose eingesteckt. Neben dem Bloom gibt es noch LED-Leuchtstreifen, die auch ganz normal in eine Steckdose eingesteckt werden.  Ein sehr cooles Produkt ist Hue Go Leuchte, die mobil aufgestellt werden kann.

Gesteuert wird die Farbe, die Leuchtintensität usw. der Glühlampen über eine Smartphone-App oder Desktop-Software auf dem PC. Die Geräte müssen dabei nicht unbedingt WLAN Zugriff haben. Man kann auch über das Internet mit seinem Philips Hue Account seine Lichter steuern.

Das Besondere an Philips Hue ist, dass man nichts an seiner derzeitigen Beleuchtungseinrichtugn ändern muss, da es sich ja lediglich um Glühbirnen handelt. Man löst einfach die alten Glühbirnen aus der Fassung und schruabt dann die Philips Hue Glühbirnen rein – fertig. Die Glühbirnen gibt es dabei für alle gängigen Sockelarten, z. B. E27 und GU10. Für E14 gibt es einen Adapter von E27 auf E14. Da die glühbirnen einfach nur reingeschraubt werden, können Sie immer noch mit den selben Lichtschaltern wie bisher ein- und ausgeschaltet werden.

ein weiteres cooles feature von Philips Hue ist IFTTT (If This Than That). Damit könnt ihr konditionierte Ereignisse einstellen. Beispielsweise könnt ihr konfigurieren, dass immer wenn ein Youtuber, den ihr abonniert habt, ein Video hochlädt, die Lichter in eurem Haus für eine gewisse Zeit rot werden.

Einziger Wehrmutstropfen bei Philips Hue: der Preis eine 10 Watt E27 LED-Lampe kostet 60 € bei eingestuften 15000 Stunden Lebensdauer, das macht 0,004 Cent pro Stunde. Auf Amazon kriegt man ein 5er-set 60erE27 LED Lampen für 10,35, also für knapp über 2 € das Stück.

Osram Lightify

Auch bei Osram Lightify hat man ein Startkit, welches jedoch nur aus einer Glühbirne und einem Repeater besteht. Das finde ich persönlich besser, da bei Philips Hue ja schließlich auch für den ein oder anderen Verbraucher zu viele Glühbirnen drin sein könnten, die er nicht gleich alle verbauen kann. Das Starterset kostet 114 €.

Zur Einrichtung des Repeaters scannt man einen QR-Code auf der Verpackung ein und wird dann von der Osram-App zur Einrichtung des Repeaters weitergeleitet. Vorteil bei Osram Lightify ist, dass der Repeater einfach nur in eine Steckdose gesteckt wird. Eine Verbindung zum Router / Switch braucht er nicht, der Repeater abut sien eigenes Netz auf und sucht nach allen angeschlossenen Glühbirnen im Umkreis

Nachtiel an der ganzen Sache ist, dass der repeater nur diejenigen Glühbirnen erkennt, die er empfangen kann. Eventuell ist es notwendig, in mehreren Räumen jeweils einen Repeater zu installieren, weil der Repeater im einen Raum die GLühbirnen im anderen nicht sieht. Es ist aber trotzdem möglich dann, über die App, auch über das Internet, die Glühbirnen im eigenen Hauhalt jeweils anzusteuern.

Und natürlich, da der Osram-Repeater sein eigenes Netz aufbaut, kann dieses theoretisch mit dem Haushalts-WLAN in Interferenz geraten und daher die Datenübertragungsrate etwas negativ beeinträchtigen.

Außerdem können die Philips Lightify bei weitem nicht das Farbspektrum der Philips Hue abdecken. Ich habe euch hierzu mal ein Video angehangen, wo die Problematik angesprochen wird.

Eine Funktion wie beispielsweise IFTTT von Philips Hue habe ich bei Osram vergeblich gesucht, auch fehlen mir noch ein paar coole Lampen, wie etwa eine Alternative zum Philips Go. Dafür ist Osram Lightify wesentlich günstiger als Philips Hue. Eine 10 W E27 LED kostet hier nur 19,99 € und sit mit 25000 Stunden Lebensdauer eingestuft, das macht nur 0,0008 Cent pro Stunde. Das ist zwar immer noch nicht auf dem Niveau gewöhnlciher LED-Lampen, aber das kann man ja auch nicht erwarten bei dem Leistungsumfang. Für mich persönlich wäre der Preis in Ordnung.

In SAchen Sockelvielfalt gibt es wie schon bei Philips Hue neben E27 auch GU10-Lampen und ist somit auch für die installation von Spots gerüstet.

LIFX

LIFX nutzt weder eine zentrale Steuereinheit noch einen Repeater. Die Glübirnen wählen sich einfach in das heimische WLAN ein und können dann von der Smartphone App gefunden werden. Der vorteil gegenüber Osram Lightify ist, dass LIFX ebenfalls 16 Millionen Farben darstellen kann und somit in Sachen Farbspektrum mit Philips Hue mithalten kann.

Jedoch konnte ich bei LIFX keine Lampen mit GU10-Sockel finden, was bei vielen, die entsprechend Spots mit GU10-Anschluss bereits vorverbaut haben, auf Unmut stößt. Auch vermisst man Fancy Produkte wie etwa eine Alternative zum philips Go oder Philips Bloom. Jedoch bietet LIFX ebenfalls die Möglichkeit, das Beleuchtungssystem mit IFTTT zu koppeln, steht in dieser Hinsicht also Philips Hue in nichts nach. Außerdem bietet die App einige Effekte wie Strobe-Modus (Disko-Blitzlicht), Color Cycle und Canfle Flicker (emuliert das Flackern einer Kerze). Wie schon bei Philips Hue kann sich das Licht an der Musik anpassen, die im Raum gespielt wird.

Happig ist der Preis für eine einzelne 10 Watt E27 Glühbirne. Dieser beträgt nämlich zwischen 84 und 99 €. Jedoch wurden die Lampenmit einer Lebensdauer von 40.000 Stunden ausgezeichnet, was 0,0021 Cent pro Stunde macht und damit günstiger als bei Philips Hue, aber teurer als bei Osram Lightify ist.

Fazit: Meiner Meinung nach wäre LIFX das derzeit beste moderne Beleuchtungsssystem, wenn es auch Lampen mit GU10-Sockel und mehr Produkte als nur die bloßen LED-Glühlampen geben würde. Die zukunft wird zeigen, ob sich die Sparte hier noch entwickelt.

 

MiLight

MiLight ist aus meiner Sicht nicht wirklich eine Alternative zu Philips Hue und Osram Lightify, weiles keine zentrale Steuereinheit gibt. Jede Glühbirne muss extra gesteuert werden. Ein zentrales Ansteuern mehrerer Birnen ist daher nicht möglich. Auch der Preis spricht nicht wirklich für milight. 2 9 Watt E27 LED Lampen kosten 49 €, das macht 24,50 € pro Stück und damit sind die MiLights sogar teurer als die günstigsten Osram Lightify Birnen für 20 €. Zwar gibt es 6 Watt LED-Lampen im Viererpack, die 18,85 € pro Stück kosten, aber warum sollte ich das tun, wenn ich für einen Euro mehr bessere Qualität von Osram bekomme? Für mich gibt es überhaupt keinen plausiblen Grund, auf MiLight zu gehen.

Aussicht in die Zukunft

Auf dem deutschen Markt noch nicht so angekommen sind die Alternativen Misfit Bolt und, für mich ganz besonders interessant, Qube. Für Qube habe ich euch einmal ein Youtube-Video angehangen, sieht wirklcih sehr vielversprechend aus.

 

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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