Alles über Mietkaution

(Last Updated On: 9. Februar 2015)

Die Mietkaution dient dem Vermieter als Absicherung

Auf diese kaution kann der Vermieter zurückgreifen, wenn der Meiter seinen miet- oder Schadenersatzpflichten nicht nachkommt. Ansorüche auf Rückzahlung der mietkaution kann der mieter frühestens nach der wohnungsübergabe an den Vermieter stellen.

(Originaltext Wikipedia)

Es ist also das gute Recht des Vermieters, eine solche Kaution zu verlangen.

Wichtig ist, dass ihr bei der Wohnungssuche sichergeht, dass ihr die Kaution auch wirklich an den Vermieter und nicht an den alten Mieter oder einen mitbewohner in einer WG zahlt. Viele Betrügereien im Internet oder abzockende Altmieter versuchen, von euch eine Kaution einzutreiben. Allein der Vermieter hat das Recht, eine solche einzutreiben.

Es kann allerdings sein, dass eure Vorgänger von euch eine Ablöse für Möbel verlangen. Das wiederum ist das gute Recht der Altmieter – ihr könnt euch nur entscheiden, ob ihr das Angebot akzeptiert oder nicht. Dabei solltet ihr euch vom Zustand der Altmöbel überzeugen und die Übergabe der originalrechnung verlangen.

die Höhe der Kaution, die der Vermieter von euch verlangen darf, darf drei Monatskaltmieten nicht übersteigen. Tricky: in der Regel werden die Nebenkosten nicht berücksichtigt, ganz gleich, ob diese detailliert berechnet oder als PAuschael abgegolten werden. ist hingegen eine sogenannte pauschalmiete vereinbart, ist dieser Preis für die Berechnung der Kaution maßgebend – im Endeffekt zahlt ihr dann die Betriebskosten bei der Kaution mit.

Grundsätzlich ist das nicht schlimm – denn: Solange ihr keinen Schadenersatz leisten müsst, eure Miete brav zahlt und ansonsten keine Schulden beim Vermieter aufbaut, bekommt ihr die Kaution zurück.

Wird die Grenze von drei monatskaltmieten überschritten, steht euch der überschüssige Betrag als Rückzahlung zu. Der Rest ist weiterhin als Kaution gültig beim Vermieter hinterlegt. Der mietvertrag wird deswegen also nicht gleich unwirksam.

Das Vereinbaren von mehreren Kautionen für verschiedene Zwecke ist unwirksam. Kautionen für Schönheitsreparaturen, Parkettböden o. Ä. sind in der Grundkaution mit einzukalkulieren und dabei ist der Höchstbetrag von drei Monatskaltmieten einzuhalten.

Der Vermieter hat auch keinen Anspruch auf Aufstockung der Kaution bei einer Mieterhöhung. Es kann jedoch sein, dass im mietvertrag eine solche Aufstockungsvereinbarung drinsteht – also hier vorsichtig lesen, denn sonst könnte diese Erhöhung zulässig sein. diese Klausel muss aber eine Anpassung auch bei einem mietnachlass ermöglichen.

Die mietkaution muss in der Regel auch nicht auf einmal beglichen werde, sondern in drei gleichen Teilen in einer regelmäßigen Rate. Einige vermieter halten sich für ganz schlau – und verlangen die Bezahlung der kompletten Mietkaution auf einmal, sonst werden die Schlüssel einbehalten.

Sie als Mieter sollten dem Vermieter in diesem Fall ein Einschreiben per Rückschein schicken mit der Aufförderung, die Schlüssel bis zu einem Fälligkeitsdatum herauszurücken. Zwar ist ein Einschreiben per Rückschein per se nicht rechtssicher -Sie müssten dazu auf eine Gerichtsbotensendung zurückgreifen, siehe mein Post Der Beweiswert von Kommunikation  -was ist vor gericht verwertbar – aber das Einschreiben liefert ihnen schon einen gewissen Nachweishcharakter, da man in Ihrem Fall davon ausgehen kann, dass nur ein bestimmter Inhalt in diesem Schreiben vorgelegen haben kann. Wenn sie auf Nummer sicher gehen wollen, entscheiden Sie sich für eine Gerichtsbotenzusendung.

Weigert sich der Vermieter immer noch,die Schlüssel herauszugeben, können Sie sich an den mieterbund oder an einen REchtsanwalt wenden. sie können bei nachweislichem Leistungsverzug die Verzugsschäden, wie Rechtsanwalts- oder Hotelkosten vor Gericht geltend machen.

die Kaution, die Sie an den Vermieter zahlen, muss dieser auf einem separaten Konto ansparen. Dieses Konto soll vor einer Plete des Vermieters schützen und somit verhindern, dass die Mietkaution nicht mehr zurück gezahlt werden kann. Es gab Fälle, in denen sich der Vermieter nicht darn gehalten hat. In einem Fall fand der Mieter dies heraus und zog den Kautiosnbetrag bei der letzten mietzahlung ab. Dem Zwangsverwalter, der zum Einzug der fehlenden mietsumme zuständig war, teilte dieser mit, er würde den Betrag einbehalten, bis der vermieter für seine Kaution ein extra bankkonto eingerichtet hatte. Der Fall wurde vor dem Bundesgerichtshof geklärt – die Kaution musste umgeschichte werden – und zwar vom Zwangsverwalter. Schlecht sieht es hingegen aus, wenn sich das gesamte Mietgebäude in der Insolventverwaltung befindet.  Dann bekommen sie nur Geld, wenn die Kaution bereits im Vorfeld anderweitig angelegt wurde. Ansonsten müssen Sie – wie alle anderen Gläubiger des Vermieters auch – Ihre Kaution als Insolvenzforderung geltend machen – da sehen Sie meistens nicht alles wieder, was Sie angezahlt haben.

Als Mieter kann man grundsätzlich vom Vermieter einen Nachweis eines insolvenzfesten Kontos für die Kaution verlangen, bevor man diese zahlt. Verweigert dies der vermieter, kann man die Kautionszahlung zurückfordern.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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