Impfplan: Impfungen, die im Inland als Erwachsener und für Kinder wichtig sind – Auffrischen!

(Last Updated On: 11. Mai 2015)

Wie lange ist es her, dass Sie das letzte mal in Ihr Impfbuch geschaut haben?

Ist Ihnen bewusst, dass Sie für Impfungen reglemäßig Auffrischungen brauchen, damit diese erhalten bleiben? Damals bei der Impfungen hat Ihnen der Arzt oder sein Personal ein Datum in das Impfbuch eingetragen, wann die Auffrischung fällig wird – zumindest geschieht das normalerweise so. Auch wenn nicht, kann ein Arzt anhand des Datums der Eintragung einer Impfung feststellen, ob eine Auffrischung nötig ist oder nicht.

Hinweis: Wenn Sie als Kind bestimmte Impfungen nicht erhalten haben, die eigentlich zum „Grundschutz“ dazu gehören, kann es unter Umständen sein, dass Sie zu einer Personengruppe gehören, für die diese Impfung nicht mehr als notwendig erachtet und daher auch nicht empfohlen wird. Auf diesen Umstand gehe ich in diesem Posting nicht ein. Ich gehe davon aus, dass jeder, der diesen Post hier liest, Interesse daran hat, den FIKO-empfohlenen Komplettschutz bei seinem Kind herzustellen oder diesen im Erwachsenenalter aufzufrischen und zu erhalten. Beachten Sie außerdem, dass es sich hier nicht um medizinische Beratung handelt, da ich kein Fachmann in diesem Bereich bin. Eine Beratung mit einem Arzt ist daher unumgänglich.

Desweiteren haben viele Deutschen empfehlenswerte Impfungen bis ins hohe Alter hinein nie erhalten, weil sie sich selbst nie darum gekümmert haben – denn im Standardpaket, welches man als Kind erhält, ist längst nicht alles dabei, was man im Erwachsenenalter gebrauchen kann.,

falls Sie sich wundern: in Ihrem Impfbuch stehen desöfteren Einträge mit dem Merkkürzel „VS“ darin. diese Abkürzung steht für „Vollschutz“. Bis zu dem dort eingetragenen Datum liefert Ihnen die erhaltene Impfung den vollen Schutz, bis Sie sie erneuern sollten.

Suchen Sie daher Ihr Impfbuch und prüfen Sie erstmal, ob Auffrischungen eingetragen und fällig sind. Desweiteren will ich hier mal eine kleine Checkliste abarbeiten, welche Impfungen man hier im Inland nicht versäumen sollte.

Grundsätzlich besteht in Deutschland keine Impfpflicht. Das ist angesichts von Vorkommnissen wie Schweinegrippeimpfung und Co. auch gut so  – denn eine Impfung ist nur der Impfung wert, wenn das Risiko der Erkrankung höher ist als beim Eintreten von Nebenwirkungen nach der Impfung – und selbst dann nur, wenn die Erkrankung schlimmer ist als die Nebenwirkung der Impfung =).

Empfehlungen für den Impfschutz eines deutschen Bundesbürgers gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) aus. Ärzte und Ärztrinnen richten sich nach den Empfehleungen der STIKO und empfehlen daher bestimmte Impfungen an Ihre Klienten.

Die Kosten für eine Impfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt – Reisekassen müssen von diesen nicht erstattet werden – viele Kassen tragen diese jedoch als Zusatzleistung freiwillig mit.

Diptherie

Der Erreger der Diphterie kann auch heute noch weltweit übertragen werden und ist nach wie vor weit verbreitet.

Die erste impfung als Kind erfolgt nach dem zweiten vollendeten Lebensmonat, die zweite Impfung ab dem vollendetem dritten Lebensmonat, und die dritte Dosis erfoglt ab dem vollendetem vierten Lebensmonat. Die letzte Teilimpfung wird dann am Ende des ersten Lebensjahres verabreicht.

Die impfung sollte im Alter von fünf bis sehcs, im Anschluss dann von neun bis 17 Jahren und danach alle zehn Jahre aufgefrischt werden.

FSME

Grundsätzlich sind viele der Meinung, dass man sich erst im Jugendlichenalter gegen fSME impfen sollte, da vorher ja nicht so ein hohes Risiko besteht, von einer Zecke geimpft zu werden. Aber auch schon Kleinkinder spielen in der freien Natur. Deswegen ist die allgemeine Empfehlung, eine Impfung ab einem Alter von drei Jahren vorzunehmen – bei Kindern unter drei Jahren kann es in seltenen Fällen zu einer Fieberreaktion auf die Impfung kommen. Deswegen muss bei solchen Impfungen mit dem Arzt ein Gespräch stattfinden, um das Risiko einer Infektion während der Impfungszeit einzuschätzen.

Für den Aufbau eines längeranhaltenden Schutzes sind drei Impfungen erforderlich. Üblicherweise wird in ein bis drei M;onaten nach der ersten impfung die zweite Dosis verarbreicht. Die letzute Impfung erfolgt dann nach 5-12 bzw. 9-12 Monaten.

Die Zeckensaison beginnt jedes jahr im April. es ist daher sinnvoll, bereits spätestens im Januar zu beginnen. Denn bereits 14 Tage nach Verabreichung der zweiten Impfdosis ist ein Grundschutz vorhanden. Die dritte impfung dient dazu, den Schutz über längere Zeit zu erhalten. Dann ist die sogenannte Grundimmunisierung hergestellt

3 Jahre nach vollständiger Grundimmunisierung wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen. Alle darauffolgenden Auffrischungen sind dann alle 5 Jahre erforderlich.

Hepatitis B

Obwohl Hepatitis B statistisch gesehen größtenteils nur durch den Geschlechtsverkehr übertragen wird, ist dennoch eine Impfung im Säuglingsalter empfohlen, damit die Impfung mit der Zeit nicht verschleppt wird.

Die erste Impfung erfoglt ab dem vollendeten zweiten Lebensmonate, die zweite dosis bekommt das Kind nach vollendetem dritten Lebensmonat, die dritte nach vollendetem vierten Lebensmonat, und die letzte dann am Ende des ersten lebensjahres.

Für diese Impfung braucht man in der Regel, einmal in der Grundimmunisierung hergestellt, keine Auffrischung mehr. Deswegen muss man als Erwachsener in der Regel auf diese impfung nicht mehr aufpassen.

Lediglich, wenn man als Kind keine Grundimmunisierung erhalten hat, muss diese hergestellt werden. Dabei sind zwie bis drei Impfungen nötig.

Hib (Haemophilus influenzae B)

Verantwortlich für die Hirnhautentzündung, die in den Neunzigern Schlagzeilen machte. Die Immunisierung erfoglt bereits im Kindestalter. Erste Impfung nach vollendetem zweiten Lebensmonate, zweite nach vollendetem dritten, dritte Dosis nach vollendetem vierten Lebensmonat, letzte Teilimpfung am Ende des ersten Lebensjahres. Keine Auffrischungsimpfungen notwendig.

Humane Papillomavoriten (HPV)

Gegen diesen Erreger sollten scih mädchen und junge rauen impfen. Die Erstimpfung wird empfohlen für Mädhcen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Damit soll sichergestellt werden, dass Frauen einen Schutz gegen das Virus aufbauen, bevor sie sexuell aktiv werden. Die impfung erfolgt in zwei Dosen, die zweite Impfung sechs Monate nach der ersten. Ab und zu wird ein dreiteiliges Impfschema verabreicht, wobei die zweite impfung zweieinhalb Monate nach der ersten, die dritte Impfung sechs Monate nach der ersten verabreicht wird. Keine Auffrischung notwendig

Keuchhusten (Pertussis)

Die impfung erfoglt euch hier im Säuglingsalter. Erste Impfung nach 2. Lebensmonat, zweite Impfung nach dritten Lebensmonat, dritte Impfung nach vierten Lebensmonat, letzte Teilimpfung Ende des erten Lebensjahres. Keine Auffrischung.

Die Impfung wird im Alter von 17 noch einmal aufgefrischt. Das geschieht in Kombination mit Impfungen gegen Tetanus, Diptheire und Polio.

Eine Auffrischung solte ebenfalls geschehen, wenn bei Frauen im gebährfähigen Alter die Impfung gegen Pertussis länger als 10 Jahre zurück liegt, sowie enge Kontaktpersonen eines säuglings, also etwa Großeltern, Babysitter, Tagesmütter – vier Wochen vor der Geburt – es sei denn man hat innerhalb der letzten 10 Jahre eine Auffrischung erhalten. Häufig wird Keuchhusten in Kombination mit einer Tetanus-Impfung gegeben, auch wenn derjenige evenutell bereits als Kind gegen Tetanus geimpft wurde – damit soll nur sichergestellt werden, dass jeder Erwachsene gegen Keuchhusten geschützt ist.

Masern

Die Impfung sollte bereit sim Kindesalter durchgeführt werden. Die erste Teilimpfung sollte zwischen vollendetem 11. und 14. Lebensmonat erfolgen, die zweite frühestens vier Wocehn nach der ersten und psätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres.

Meningokokken

Gegen Meningokokken, die ebenfalls eine Hirnhautentzündung herbeiführen klönnen, wird einmalig für alle Kinder ab dem 12. Lebensmonat eine Impfung vorgenommen.

Mumps

Durch eine zweimalige Impfung werden Kleinkinder gegen Mumps geimpft, die erste zwischen 11. und 14. Lebensmonat, die zwetie frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung und spätestens Ende des zweiten Lebensjahres.

Pneumokokken

Für Pneumokokken sind vier Impfungen zur vollständigen Grundimmunisierung nötig. Die erste Impfung am Ende des zweiten Monats, zweite am Ende des dritten, dritte Teilimpgunf mit vier Moanten, letzte Dosis im Alter von 11 bis 14 Monaten.

Sorgen machen muss man sich dann in der Regel nur noch, wenn man über 60 Jahre alt ist. Hierbei sollte man vom Arzt den Impfschutz gegen Pneumokokken überprüfen lassen, da diese ebenfalls Erreger von bakterielle verursachten Lungenentzündungen sind.

Kinderlähmung (polio)

ERste Impfung ab vollendetem zweiten Monat, zweite Dosis Ende dritter Lebensmonat, dritte dosis ende vierter Lebensmonat, letzte Impfung am Ende des ersten Lebensjahres.

Im Alter von rund 17 Jahren sollte die Impfung aufgefrischt werden. Dies erfolgt meist in Kombination mit Impfungen gegen Tetansu, Diptherie und Keuchhusten

Rotaviren

Rotaviren sind eigentlich „nur“ für Durchfall verantwortlich. Sie sind dabei allerdings so aggressiv, dass er sehr schwer behandelt werden kann. Gerade bei Kleinkindern ist der dadurch entstehende Flüssigkeitsverlust tödlich. Deswegen werden Säuglingen ab dem Alter von 6 Wochen bereits Schluckimpfungen gegen Rotaviren gegeben. Sie sollten möglichst bis zum Alter von 12 Wochen begonnen werden.  Dabei sind dann 2 oder 3 Impfdosen im Abstand von 4 Wochen notwendig. die Impfserie muss bis zum Alter von 24 WEochen oder 32 Wochen abgeschlossen sein, je nach Impfstoff.

Die Impfung ist „relativ“ neu, da der Impfstoff erst seit 2006 auf dem Markt ist.

Röteln

Die Röteln-Impfung wird normalerweise in Kobmination mit Masern und Mumps vorgenommen. die erste Teilmpfung sollte zwischen 11. und 14. Monat verabreicht werden,die zweite dosis dann frühestens vier ochen nach der ersten Impfung und spätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres. Nach einmaligem Schutz keine Auffrischung.

Wundstarrkrampf (Tetanus)

Kinder sollten möglichst früh gegen Tetanus geimpft werden. Die erste impfung ab der 9. Woche, zweite nach vollendetem dritten Lebensmonat, dritte dosis nach Ende vierter Monat, letzte Impfung am Ende des ersten Lebensjahres.

Die Impfung sollte im Alter von 17 Jahren noch einmal aufgefrischt werden. Das geschieht meist in KOmbination mit einer Impfung gegen Keuchhusten,  Diptherie und Polio.

Danach sollte die Impfung im Erwachsenenalter alle 10 Jahre aufgefrischt werden – nach Verletzungen eventuell früher.

Windpocken (Varizellen)

Die Impfung erfolgt in der Regel im Alter von 11 bis 14 Monaten. Zeitgleich wird meist eine Masern-Mumps-Röteln-Impfung verarbreicht – oder vier Wochen nach dieser. Vier bis sechs Wochen nach dieser ersten Impfung gegen Windpocken erfolgt die zweite Teilimpfung.

Die impfung muss danach nicht mehr aufgefrischt werden.

Grippe (influenza)

Eine influenza-Impfung im Kindesalter ist empfehlenswert bei Kindern mit Herzfehlern. Ansonsten ist es ein Kann-Kriteirum, sein Kind gegen Grippe impfen zu lassen. Grippe kann grundsätzlich immer tödlich sein – egal in welchem Alter. Kinder sind natürlich besonders gefährdet, aber die Krankheit ist behandelbar – daher nicht die grundsätzliche Empfehlung zur Impfung. Kinder können ab 6 Jahren gegen influenza über den üblichen Todimpfstoff (gespritzt) geimpft werden. Sie erhalten bis zum 98. Lebensjahr zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen. Säuglinge und KLeinkinder zwischen 3 und 36 Monaten erhalten in der Regle die halbe Erwachsenendosis. Neben dem Todimpfstoff kann Kindern und Jugendlichen von 2 bis 17 Jahren auch ein Lebendimpfstoff als Nasenspray verabriecht werden. Dieser soll sogar bevorzugt bei Kindern von zwei bis sechs Jahren verwendet werden – der kann aber leider nicht bei beispielsweise Immunschwäche oder Asthma eingesetzt werden.

Allgemein betrahtet empfiehlt die STIKO eine Grippeimpfung für Personen, die bie einer Grippeernkrankung ein erhöhtes Riisko für schwerwiegende Folgen haben, etwa für:

  • Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch andere Leiden wie
    • chronische Krankheiten der Atmungsorgane, etwa Asthma
    • Herz- oder Kreislauferkrankungen
    • Leberkrankheiten
    • Nierenkrankheiten
    • diabetes, sonstige Stoffwecshelkrankneiten
    • chronische nurologische Krankheiten wie Multiple sklerose
    • angeborene oder später erworbene Störungen des immunsystems
    • HIV-Infektion
  • Personen mit direktem Kontakt zu geflügel und wildvögeln
  • Personen mit srak erhöhtem Risikos ich anzustecken, etwa Personal mit viel Publikumsverkehr oder Beschäftigte in der Medizin
  • Bewohner von Alten- und pflegeheimen
  • Schwangere ab dem zuweiten Schwangerschaftsdrittel, die während der influenzasaison schwanger sind
  • Menschen älter als 60 Jahre
  • Für Reisende, die länger unterwegs sind und die unterwegs schlechte medizinische Versorgung bekommen oder für die das Gesundbleiben während der Reise besonders wichtig ist.

Für Jugendliche und Erwachsene wird bei Bedarf die Influenzaimpfung am Beginn der Influenzasaison verabreicht – in der Regel also Anfang Oktober. Damit die Impfung für das aktuelle Jahr wirkt, muss sie mit einem aktuellen Impfstoff verabreicht werden, da sich der influenzavirus ständig verändert. Eine Influenzaimpfung muss also, wenn man sie jedes Jahr saisonal aufrecht erhalten will, jährlich aufgefrischt werden.

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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1 Antwort

  1. 8. Juni 2015

    […] die für die Auslandsreise notwendig sind. Hier ein netter Post über allgemein empfehelnswerte […]

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