Wie schädlich sind Aromastoffe?

(Last Updated On: 14. Dezember 2015)

Sie sind heutzutage unser allgegenwärtiger Begleiter: Aromastoffe. Egal ob im Tee, Speiseeis, Joghurt und selbst im Restaurantgericht: Aromastoffe sind heutzutage so gut wie aus keinem heutigen Lebensmittel mehr wegzudenken. Dabei gibt es auch immer noch produkte ohne Aromastoffe – und man muss unterscheiden zwischen natürlichen und künstlichen Aromastoffen. Dieser post befasst sich kurz mit der Thematik und gibt nützliche Tipps für den Endverbraucher.

Fakt ist, dass heutzutage die Verwendung von Aromastoffen absolut notwendig ist, um jedem Endverbraucher den Luxus von Erdbeerjoghurt, Vanilleeis und anderen kulinarischen Finessen liefern zu können. Beispielsweise würde die globale Erdbeerproduktion nicht ausreichen, um den Bedarf nach Erdbeerjoghurt zu decken. Doch nicht nur aus diesen Gründen, sondern auch aus Gründen der Kostspieligkeit sind daher solche Produkte mehr oder minder nur mit Aromastoffen fertig im Lebensmittelladen erhältlich. Und das ist auch gut so. Nicht nur können wir mit Hilfe von Aromastoffen günstige Lebensmittel bei guter Qualität kaufen, wir können auch viele Endgerichte mit wesentlich weniger Zeitaufwand zubereiten. Alle Gerichte mit Vanillegeschmack wären ansonsten bei uns in Deutschland bei der aktuellen Nachfrage nicht denkbar.

Nun machen sich aber auch viele Endverbraucher Sorgen um Ihre Gesundheit. Schließlich haben Aromastoffe – genau wie Konservierungsstoffe – den Ruf weg, gesundheitsschädlich zu sein.

Zum einen gibt es natürliche Aromen, die einen Bezug auf den zu erzielenden Geschmack haben. Wenn Sie auf einem Lebensmitteletikett die Aufschrift „Natürliches Erdbeeraroma“ finden, muss im Aromastoff zu 95% natürliche Erdbeere enthalten sein. Dies sind also die hochwertigsten Aromastoffe, die Sie auf dem Markt finden können. Nur Aromastoffe mit diesem hohen Anteil des eigentlichen Produktes dürfen einen Bezug auf den Geschmack nehmen. So gibt es natürliches Erdbeeraroma, aber auch natürliches Vanillearoma. Ersteres besteht zu 95% aus Erdbeeren, Letzteres wurde zu 95% aus Vanilleschoten extrahiert.

Nun, dann gibt es noch natürliche Aromen ohne Bezug auf den Geschmack sowie künstliche Aromastoffe. Natürliche Aromastoffewelche mittels werden mittels physikalischer, enzymatischer oder mikrobiologischer Verfahren aus Ausgangsstoffen pflanzlicher oder tierischer Herkunft gewonnen  und sind mit in der Natur vorkommenden Aromastoffen chemisch identisch. Jedoch können auch natürliche Aromastoffe immer noch im Labor synthetisiert und hergestellt werden.

Der natürliche Aromastoff Vanillin beispielsweise wird aus Überresten der Reisproduktion, der reiskleie, hergestellt. Natürliche Aromastoffe für den Geschmack von Himbeeren kann beispielsweise aus Zedernholz gewonnen werden.

Die chemische Identität ist jedoch ein wichtiger indikator dafür,  dass der Mensch diesen Stoff gut verträgt. das zeiggt auch die Statistik: Das Panel on Food Contact Materials, Enzymes, Flavourings and Processing Aids (CEF) hat bisher nur sehr wenige natürliche Aromastoffe untersucht, die als gesundheitlich bedenklich gelten und diese wiederum jeweils allesamt von der Zutatenliste gestrichen. Allgemein hält sich der Untersuchungsstand, dass alle bisher freigegebenen, natürlichen Aromastoff gesundheitlich unbedenklich sind. Da ich jedoch kein Arzt bin, sollte hier jeder selber natürlich trotzdem schauen, keine Übermengen von irgendwelchen Stoffen zu vertilgen :).

viele werden noch aus früheren Jahren den Begriff naturidentisches Aroma kennen. Diese mussten keinen natürlichen Ausgangsstoffe wie etwa Reiskleie oder Zedernholz haben, sondern konnten auch aus einem ausgangsstoff gewonnen werden, den der Mensch nicht natürlich verzehren wurde, solange das Endprodukt mit natürlich vorkommenden Aromastoffen wiedeurm chemisch identisch ist. Dieser Begriff ist seit 2011 abgeschafft und daher gibt es nur noch die letzte Kategorie:; die künstlichen aromastoffe.

Bei den künstlichen Aromastoffen zeigt die Statistik, dass es einige künstliche Aromen gibt, die ab einer gewissen Menge toxisch sind, etwa Cumarin, der Aromastoff für Waldmeistergeschmack. Daher sind solche Aromastoffe entsprechend reglementiert. die Menge dieser derart bedenklichen Aromastoffe lässt sich auf wenige Dutzend beschränken. Nähere Infos bekommt man entsprechend bei der CEF. Auch müssen künstliche Aromastoffe, zu denen das CEF derartige Bedenken äußert, erst toxikologische Studien durchlaufen, bevor sie EU-weit für den Markt freigegeben werden.

ein wahrer Ernährungsmythos ist, dass Aromastoffe verantwortlich für das Entstehen von Allergien sind. Diese allergischen reaktionen löst jedoch häufig nicht der Aromastoff selbst aus, sondern der Trägerstoff, beispielsweise Weizenstärke. Viele Endverbraucher geben dann dem Aromastoff die Schuld, obwohl ihre allergische reaktion in Wahrheit vom Trägerstoff kommt. Die Reaktion würde also auch dann stattfinden, wenn man den Trägerstoff in purer Form konsumieren würde und nicht nur in Verbindung mit dem Aromastoff.

Häufig handelt es sich aber auch um eine Pseudoallergie. Bei dieser werden keine Antikörper gebildet, es kommt aber trotzdem zu typischen Allergikerreaktionen. Eine solche Reaktion kann im Gegensatz zu einer echten Allergie auch schon beim ersten Kontakt mit einem entsprechenden Protein geschehen. Bei einer echten Allergie müssen sich zuerst entsprechende Antikörper gebildet haben, was einen zuvor stattgefundenen Erstkontakt mit dem Allergikum voraussetzen würde. Dies kann hingegen durchaus speziell durch einzelne Aromastoffe geschehen, die jedoch dann per Diagnostik identifiziert und künftig vom Verbraucher gemieden werden können.

Was heißt das nun für Sie als Endverbraucher? Grundsätzlich ist es kein Beinbruch, wenn Sie – auch regelmäßig – Produkte mit Aromastoffen konsumieren. Bevorzugen Sie beim Einkauf Produkte in Bio-Qualität – hierbei sind häufig die Grenzwerte für die Konzentration und den Einsatz von Aromastoffen wesentlich strenger gesetzt. Bevorzugen Sie Produkte mit natürlichen Aromastoffen, inbesondere solchen, die im Namen einen Bezug auf den zu erzielenden Geschmack haben („natürliches Vanillearoma“), denn diese müssen zu 95% aus dem Ausgangsprodukt extrahiert worden sein. Greifen Sie auch öfters zu unaromatisierten Produkten und setzen Sie entsprechende Zutaten selbst hinzu. Kaufen Sie beispielsweise lieber mal einen puren Naturjoghurt und mischen Sie selbst Waldfrüchte, Äpfel und Bananen unter, anstatt sich das aromatisierte Endprodukt zu kaufen. Sie fühlen sich besser, tun Ihrem Körper was gutes und haben auch noch Aromastoffe vermieden.

 

 

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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