Archiv der Kategorie: IoT

Wichtige Themen für die Einführung von IoT-Projekten

IoT wird immer machbarer und günstiger

Die Preise für Sensoren werden noch weiter abrutschen. Experten rechnen mit einem durchschnittlichen Sensorpreis von 30 Euro-Cent gegen 2020. 3/4 aller Halbleiter sollen bis dahin für IoT-Geräte produziert werden.

Auch mobile Datenverbindungen werden verbreiteter werden, insbesondere 4G und das derzeit in Entwicklung befindliche 5G. In den westlichen Ländern ist die notwendige Infrastruktur für IoT bereits vorhanden, WiFi und 4G-Netze sind großflächig ausgebaut.

Doch an was müssen Sie als möglicher Entscheider in IoT-Projektszenarien denken? Egal ob Sie sich nun im Portfolio- und Programmmanagement darüber Gedanken machen müssen, welche Projekte Sie als erstes angreifen oder bereits als Projektleiter die Schuhe an haben: Wir versuchen hier das wichtigste herauszuarbeiten.

Sie müssen wieder lernen, noch besser mit Daten umzugehen.

Die Tage aus den späten 60er bis 90er Jahren, wo man noch versucht hat, Dateien um einige MegaBytes kleiner zu machen, um Speicherplatz zu sparen, sind eigentlich vorbei. Erbsenzählen tun wir bei Speicherkapazität schon lange nicht mehr. Das Gigabyte Magnetfestplattenkapazität kostet heute nur noch um die 4 ct. Doch mit IoT wird sich alles wieder ändern – zumindest zum Teil.

Wenn Sie mit IoT anfangen, werden Sie zunächst anfangen, stationäre Geräte in Ihrem Umfeld zu verbinden. Bei stationären Geräten bietet es sich an, kabelgebundene Verbindungen zur Anbindung der IoT-Devices zu nutzen. Desweiteren werden diese stationären Geräte nicht gerade groß in ihrer Anzahl sein, da der Platz in Ihren Räumen begrenzt ist. Solche Geräte können, um es einfach zu halten, beispielsweise Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen, Kühlschränke usw. sein. Diese Geräte schicken vielleicht jede Minute einen neuen Datensatz ins Netz (jedesmal, wenn sich jemand einen neuen Kaffee zieht oder die Kühlschranktür öffnet und schließt) und die Daten müssen vielleicht gerade mal über einen Zeitraum von 2-4 Wochen aufgehoben werden (da sie danach nicht mehr interessant sind). Das heißt zu Beginn Ihrer IoT-Einführung besteht Ihre IoT-Landschaft aus folgenden Rahmendaten.

Anzahl an Geräten mehrere 10er
verschiedene Gerätearten 5-10
Ingestion Frequenz. innerhalb von Minuten
Datenvolumen pro Tag hunderte MB
Netzwerkanbindung kabelgebunden, Bandbreite von mehreren Gbit/s
Kosten der Netzwerkanbindung annähernd kostenlos (Strom und Verkabelungsmaterial)
Datenaufhebezeitraum 2-4 Wochen (datenvolumen bis zu 1 TB)

Eine richtige Herausforderung für ein Unternehmen bedeutet diese Art der IoT-Einführung noch nicht. Da mussten Sie allein schon mit der Verkabelung Ihrer on-premise Server und Ihrer Arbeitsplätze teilweise mehr Know How reinstecken.

Interessant wird es erst, wenn Sie als Kunde beginnen, weiter zu denken und mobile „Things“ an das Netz anzubinden. Da die Endgeräte nun mobil sind, können Sie nicht mehr mit Kabeln arbeiten und müssen sich nun Gedanken um die kostengünstige und hochbreitbandige kabellose Anbindung Ihrer Geräte machen. Da Sie nun auch Geräte anbinden wollen, die nicht stationär irgendwo rumstehen, ist die Chance, dass es davon sehr viele gibt (beispielsweise alle Erntemaschinen auf einer Farm) schon sehr groß. Nun wollen Sie Echtzeitauswertungen Ihrer Erntemaschinen machen, also beispielsweise wissen, wie viel Kilo bereits geerntet wurden und wie „reich“ die Ernte an welchen Landstrichen des Erntefeldes war. Denn diese Daten sind nun für Sie schon wesentlich interessanter als zu wissen, wann die nächste KAffeemaschine gewartet werden muss. Und da die Daten nun interessanter sind, heben Sie diese nun auch wesentlich länger auf.

Wichtige Themen für die Einführung von IoT-Projekten weiterlesen →

Wenn dir dieser Post gefallen hat, teile ihn doch auf Social Media, abonniere und verfolge mich per E-Mail, RSS-Feed, Social Media oder registriere dich auf meiner Seite. Wenn du registriert bist, like den Post bitte, wenn er dir gefallen hat!

Sprechen wir über IoT, Big Data und den Digital Core im SAP-Umfeld

Im Zuge der aktuellen Entwicklungen rund um SAP HANA und S/4HANA ist Frage um die Zukunft und dem Zusammenhang der aktuellen Trends in Industrie 4.0, dem Internet of Things und Big Data im Zusammenhang mit der SAP-produktpalette immer lauter geworden. Dieser Beitrag soll ein Versuch sein, eine Brücke zu zwischen den Trends, vor denen großen Enterprises in diesem agilen Zeitalter der Wertschöpfung stehen, und der auf diese Problematiken zugeschnittenen SAP-Produktlandschaft zu schlagen.

Um gleich im Vorfeld ein wenig Wind aus den Segeln dieses Beitrags zu nehmen: Viele der hier geschilderten Entwicklungen sind bei vielen Enterprise-Unternehmen schon seit einer Dekade Gang und Gäbe, insbesondere im Bereich der Fortune 500. Die aktuellen Entwicklungen schildern nur den Zugriff dieser technischen Innovationen für die Masse der Großunternehmen, in Verbindung mit den Innovationen, die SAP zu bieten hat. Sie werden daher beim Lesen dieses Beitrags mitunter feststellen, dass nicht alles wirklich „Neuland“ ist, sondern sich nur die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit auf viele der hier geschilderten Szenarien verstärkt hat. Die ersten IoT-Geräte, die Bankautomaten, wurden beispielsweise schon im Jahr 1974 zum ersten mal aufgestellt. Das Buzzword IoT ist gerade deswegen ein Buzzword, weil in dieser Zeit gerade das Wachstum der IoT-Geräte in die Höhe schießt. Im Jahr 2016 haben wir ca. 6,4 Milliarden mit dem Internet verbundene Devices. Im Jahr 2020 rechnet man mit einem Anstieg auf 50 Milliarden.

Die Trends der modernen Industrie und dem Internet of Things

Schnelleres Analysieren anhand von Echtzeitdaten

Sensordaten sowie das Verhalten von Usern im Frontend beliebiger Desktop- und Webanwendungen lässt sich mit den heutigen Technologien in Echtzeit prozessieren. Jedoch ist mit der Möglichkeit zur schnellen digitalen Verarbeitung der Daten noch kein Benefit gewonnen, sofern der davor sitzende Mensch diese Daten dadurch nicht schneller auswerten und auf darauf aufbauen Entscheidungen treffen kann.

Deswegen braucht man schnelle und mächtige Tools zur Analyse der vorliegenden Daten. Der aktuelle Trend geht hier zu agilen Frontend-Technologien, bei denen das schnelle Erstellen aussagekräftiger Dashboards im Vordergrund steht. Zahlenwerte müssen schnellstens in ein Diagramm überführt werden können, in welchem die Kernaussage einer Problematik sofort sichtbar wird.

Und nicht nur klassische Analysewerkzeuge wie diagrammgestützte Dashboards sind nun wichtig. Auch die „neuen Formen der Daten“ müssen berücksichtigt werden, insbesondere

  • Textdaten. Text muss nun nicht nur über klassische Suchmaschinenmuster hinaus analysiert werden können. Wichtige Enabler in dieser Kategorie sind das Keywording, OCR-Texterkennung, dynamische Abfragen auf Datenbank (bspw. durch AJAX) u. v. m. Caching Instrumente für Suchmaschinenabfragen wie beispielsweise durch die SAP HANA Enterprise Search werden immer wichtiger werden.
  • Sprache. Sprachdaten müssen analysiert und durchsuchbar formatiert werden können. Konferenzgespräche, Notizen u. v. m. muss durch Text-Suchwörter greifbar gemacht werden
  • Geo Spatial Analyse. Daten müssen GPS-Koordinaten zugeordnet und auf übersichtlichen Karten dargestellt werden können. Die besondere Herausforderung hier ist eine detaillierte Auflösung, so dass Daten feine Unterschiede in den Landschaftsdaten aufzeigen können. Dies wiederum bedeutet, dass sehr viele Einzelwerte für die feinen Gitternetzpunkte auf einmal zur Verfügung stehen müssen, damit das Rendering der Karte nicht ewig dauert.
  • Live-Graphen-Analyse. Mathematische Funktionen auf Graphen müssen sofort und automatisiert angewendet werden.
  • Daten-Streaming. Echtzeitdaten, beispielsweise von den Sensoren einer Windkraftanlage, müssen in Echtzeit gefiltert und auf verschiedene Interessenten (beispielsweise Windparkbetreiber, Turbinenhersteller) verteilt werden können.

Schnelles Deployen von Lösungen und Anwendungen

Wer schnell analysiert, muss auch schnell reagieren können. Wer anhand seiner Analysetools heute eine Marktlücke findet, richtige Zeitpunkte zum Investieren oder Chancen zum Fortkommen sieht oder wittert, muss schnell entsprechende Maßnahmen ergreifen können. Und in unserem heutigen Zeitalter sind viele dieser Maßnahmen digital. Konkret müssen häufig IT-Systeme und Online-Services implementiert werden, um einen konkreten Business Case, den man erwarbeitet hat, nach vorne zu bringen. Dies wiederum stellt hohe Anforderungen an die Deploymentgeschwindigkeit solcher Services. Ein einfaches Beispiel wäre, dass es heute zu einem neuen Produkt auf dem Markt binnen Stunden einen passenden Online-Shop dazu gibt. Wer dort der erste ist, erreicht rasch eine kritische Nutzerzahl, welche die nachkommende Konkurrenz häufig in das Aus buchsiert. Denn gerade im Internet gilt das Prinzip: The Winner takes it all. Heißt wenn Sie auf Dauer eine Führerposition im Online Markt halten, gehört Ihnen auf lange Sicht der gesamte Markt.

Schnelles Skalieren

Doch bringt es nichts, eine IT-Dienstleistung schnell deployen zu können, wenn nach 4 Monaten Betrieb der Service derart beliebt geworden ist, dass Hardware und Software die steigende Nachfrage nicht mehr befriedigen können und in die Knie gehen. Gerade jetzt, wo das Datenvolumen und das Nutzeraufkommen steigt, muss der IT-Service gerade umso besser laufen. Das Skalieren von Hard- und Software bei steigendem Konsum eines IT-Services muss daher rasch und „On-Demand“ erfolgen können.

Viele sehen die Cloud als Lösung für dieses Problem, denn beim Auslagern Ihrer Systeme in die Cloud sind Sie selbst im Zweifel nur noch zuständig für das rechtzeitige Buchen des nächsthöheren Servicepaketes und zumndest die hardwareseitigen Schritte erledigt dann der Dienstleister für Sie vollautomatisch. Dies beschleunigt bei richtiger Anwendung den Entwicklungsprozess, da somit ein kollaboratives Arbeiten ähnlich aktueller Trends in der Softwareentwicklung möglich wird, denn es alle Ingenieure arbeiten in einem zentralen Repository an den dort bereitgestellten Medien.

Sprechen wir über IoT, Big Data und den Digital Core im SAP-Umfeld weiterlesen →

Wenn dir dieser Post gefallen hat, teile ihn doch auf Social Media, abonniere und verfolge mich per E-Mail, RSS-Feed, Social Media oder registriere dich auf meiner Seite. Wenn du registriert bist, like den Post bitte, wenn er dir gefallen hat!