Das war mein 3-jähriges Abenteuer mit den größten Crossläufen Deutschlands

(Last Updated On: 3. Januar 2016)

Vor einigen Jahren begann ich damit, Sport zu treiben. Es ging los mit ganz einfachem Joggen, und irgendwann wurde das Laufen dann zur Leidenschaft. Das ganze hat mir nicht nur, wie ich denke, einen rein körperlichen, aber auch einen geistigen Benefit gebracht. Denn mit zunehmender Trainingserfahrung wurde ich ausgeglichener und letztendlich auch glücklicher in meinem Leben. Ich bekam Alltagssorgen besser in den Griff und fühlte mich auch wohler in meiner Haut.

Besonders berühmt unter den Laufevents sind sogenannte Crossläufe. Durch Matsch, Dreck und teilweise Schnee geht es auf unebenem Gelände durch die Pampa – mit entsprechendem Spaßfaktor. Für unausgelastete Männer, die schon immer mal ein kleines Militärerlebnis in Verbindung mit sportlicher Aktivität erleben wollten, sind diese Art von Events genau das Richtige. Am 25. August 2012 ging’s dann los: Mein erstes Laufevent, der Men’s Health Urbanathlon 2012, stand an.

Men’s Health Urbanathlon 2012

Anmeldung und Ausrüstung

Die Anmeldung zum Urbanathlon erfolgt über das Webportal unter http://www.urbanathlon.de. Damals war es so, dass im Mai die letzten Startplätze vergriffen waren.

Zur Teilnahme braucht man einen Mika Timing Chip. Dieser kann entweder gegen eine Leihgebühr gemietet werden. Man zahlt einmal einen Pfandbetrag – der Betrug damals glaube ich 25 €, und zusätzlich eine Mietgebühr in Höhe von 5 €. die 20 € Pfand bekommt man wieder, wenn man den Chip nach der Veranstaltung wieder zurück gibt. Man kann sich aber, wenn man schon fest vor hat, an mehreren Läufen mit Mika Timing Chip teilzunehmen, auch gleich einen kaufen. Die gibt es z. B. beim RunnersPoint Online Shop für damals wie heute 28 €. Man merkt aber schon, man kann auch einfach bei seiner ersten Veranstaltung den Chip mitnehmen, kostet fast genau so viel und ist unkomplizierter.

für Crossläufe braucht zu gar keiner Zeit, weder zur Vorbereitungsphase noch im Wettkampf selbst, ein Paar Laufschuhe welches mehr als 40 € kostet. Sowohl zum Training als auch für den Wettkampf tut es ein günstiges Paar aus dem nächstgelegenen Sportgeschäft oder von Amazon. gebt auf keinen Fall hunderte an Euros für ein paar Schuhe aus.

die An- und Abreise

Da ich aus dem bayrischen Wald komme, war die Anreise ziemlich weit. Wir sind damals in etwa 9 Stunden mit dem Quer-durch-Deutschland Ticket der deutschen Bahn gefahren. DAs war erträglich. Unter gekommen sind wir in einem Hostel für knapp 25 € pro Person und Nacht. Wir sind auch nach dem Wettkampf noch eine Nacht geblieben.

Abgereist sind wir wieder mit dem Quer-durch-Deutschland Ticket, diesmal aber in Begleitung einer reizenden Dame, die sich unserer Bahnfahrt über Mitfahrgelegenheit angeschlossen hatte.

Startvorbereitungen

Am Morgen  holt man sich zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr seine Startunterlagen im Cruise Center Altona. Die aktuellen Abholzeiten erfährt man immer in der Urbanathlon-FAQ. Man hat dann genug Zeit, um die Startnummer festzumachen. Die Startnummer ist nicht unbedingt wichtig, denn die Zeitmessung, ob man ins Ziel gekommen ist, passiert über den Mika Timing Chip. Aber die Fotografen, die einen während des Laufs fotografieren, verlinken das Foto nachher mit der Startnummer. Das heißt man kann seine Fotos dann nach dem Lauf über die Startnummer finden. Deshalb macht es Sinn, die Startnummer nicht vor der Brust, sondern im Hüftbereich – also an der Hose  – festzumachen. Denn dort geht sie nicht so schnell verloren wie am Bauch oder an der Brust. Desweiteren sollte man sich mit Edding die Startnummer auf die Arme und auf die Stirn schreiben. So sehen die Fotografen die Nummer auch dann noch, wenn diese sich während des Laufs gelöst hat.

Die Verkleidung

Auf solchen  Crossläufen ist es Tradition unter den Teilnehmern, sich zu verkleiden. Zur Belustigung und Faszination der anderen Teilnehmer, Zuschauer und sich selbst. Auf diesem Lauf habe ich Mario & Luigi, Feuerwehrmänner und Läufer im Tigerfell gesehen. Wir haben uns leider aufgrund unerer geringen Erfahrung noch für eine bloße Gesichtsbemalung im Braveheart-Stil entschieden. Ansonsten waren wir einer der vielen Langweiler, die mit alltäglicher Sportkleidung unterwegs waren.

Der Start

Gestartet wird in Gruppen. Zwar wird regelmäßig, also ungefähr alle 10 Minuten, gestartet. Dafür gibt es sehr viele Startergruppen, so dass man mitunter schon mal eine Stunde auf seinen Start warten kann.

Die Atmosphäre

Die Atmosphäre ist einerseits wunderschön, weil man wirklich am Hamburger Hafen entlang läuft. Beispielsweise winken einem Leute von Booten aus zu oder man kann kurze Sprintwettrennen gegen Boote machen. Andererseits ist das Event aber überlaufen von Casual-Läufern, also Leuten, die kein so richtiges Erlebnisfeeling mitbringen, weil sie einfach für sich die Strecke ablaufen, teilweise mit Ohrstöpseln im Ohr. Sehr viele sind unverkleidet und laufen die Strecke sehr passiv ab. Das habe ich bei anderen, später folgenden Veranstaltungen besser gesehen.

Das Erlebnis

Der Lauf hat ein paar nette Highlights wie beispielsweise die Monkey Bars, an denen man entlang hangeln muss, oder die Halfpipe. Die meisten Hindernisse sind sehr leicht und sollen einfach nur ein wenig Abwechslung reinbringen. Gut ist die stimmung beispielsweise an den Sandsäcken, die man durch einen kleinen Parcours durch tragen muss. hier kommentiert ein Sprecher das Geschehen und viele Läufer entdecken in dieser kurzen Passage ihr Testosteron und bringen etwas Stimmung in den Lauf rein. Bei der Halfpipe mussten wir zwar eine Dreivierstelstunde warten, bis wir endlich anlaufen und das hindernis überwinden durften, aber der Kommentator hat etwas für Stimmung gesorgt, indem er die Versuche jeder einzelnen Person entsprechend kommentiert hat.

Wenn man ein Hindernis nicht schafft, bedeutet das nicht gleich, dass man ausgeschieden ist. Bei vielen gibt es sogar eine sogenannte Pussylane, das heißt man darf das Hindernis dann einfach umgehen, was jedoch sehr wenige in Anspruch nehmen. Vielmehr hilft man sich bei schwierigen Hindernisse, insbesondere bie der Halfpipe, gegenseitig. Es gehört zum guten Ton, dass man 2-3 Leute hoch zieht, bevor man weiter läuft.

Ansonsten ist es aber wie bereits bei der Atmosphäre schon beschrieben sehr ernüchternd, dass so viele Casual-Sportler am Lauf teilnehmen. Viele haben einfach den Geist des Crosslaufes noch nicht aufgefangen und sind deshalb sehr in sich zurückgezogen, während sie laufen. Das fand ich etwas schade.

Nach dem Event sind wir ohne zu duschen direkt in Richtung Hostel, um dort zu duschen. Wir waren auch nicht dreckig im Sinne von mit Matsch und Dreck beschmiert, sondern wir hatten nur Sand an den Beinen und an der Kleidung. Jedoch packte uns auf dem Weg der Hunger und wir haben uns mit immer noch am Körper befestigter Startnummer in den Außenbereich einer Pizzeria gesetzt in der Hoffnung, dass uns der Service nicht gleich

Besondere Merkmale des Urbanathlon

Der Men’s Health Urbanathlon ist in der Standardvariante nur 11 km lang und eignet sich daher besonders für Leute, die gerade erst mit Crossläufen beginnen. Der Men’s Health Urbanathlon ist auch ein super Lauf, den man mal zusammen mit der Freundin bestreiten kann, auch wenn diese sich das nicht zutraut. Allgemein finde ich persönlich den Urbanathlon eine super Gelegenheit um jemandem, dem es im Leben vielleicht grade nicht so gut geht, wieder Selbstvertrauen und Lebenslust einzuflösen, und man kann damit jemanden, der Interesse an der Crossfitlauferei zeigt, super in die Szene einführen. Ein besonders guter LAuf für Anfänger. Die nicht berauschende, aber angenehme Atmosphäre am Hamburger Hafen macht den Lauf zum schönen Wochenenderlebnis, das man meiner Meinung nach auch mal zum Geburtstag verschenken kann.

Fisherman’s Friend Strongman Run 2013

Berauscht vom Men’s Health Urbanathlon habe ich zum ersten mal für mich selbst entschieden, dass ich das Bestreiten von Crossläufen jetzt offiziell zu meinem Hobby erklären würde. Deswegen musste im Mai des darauffolgenden Jahres auch gleich der Fisherman’s Friend Strongman Run bestritten werden. Mit seinen 22 km war dieser immerhin doppelt so lang wie der Men’s Health Urbanathlon. Doch meine Vorbereitungen diesbezüglich hatten sich ausgezahlt, so dass ich den Lauf relativ gut überstanden habe. Der dritte im Bunde ist bie diesem Lauf abgesprungen, so dass wir beim Strongman nur noch zu zweit waren.

Anmeldung und Ausrüstung

Da der Fisherman’s Friend Strongman Run auf dem Nürburgring stattfindet, gibt es viel mehr Startplätze als beim Urbanathlon und daher kriegt man in der Regel auch relativ kurzfristig noch einen Startplatz.

Zur Zeitmessung werden auch hier Mika Timing Chips verwendet. Wer seinen Chip also gekauft oder behalten hat, kann ihn hier wiederverwenden.

Die An- und Abreise

angreist sind wir mit dem Auto. Dabei mussten wir schon um viertel vor vier Uhr morgens los fahren, um rechtzeitig die Startnummern abholen zu können. Wir sind ohne Komplikationen am Zielort angekommen. Jedoch gab es ein kurzes Problem am parkplatz, da die Parkplätze nur für Teilnehmer sind und man erstmal nachweisen musste, dass man wirklich Teilnehmer ist. Wenn ich nicht per Smartphone in mein E-Mail-Postfach schauen und dadurch die Teilnahmebestätigung hätte vorzeigen können, hätte man uns eiskalt draußen stehen lassen. Der Posten am Parkplatz hatte selber nämlich keine Möglichkeit zu überprüfen, ob man angemeldet ist oder nicht.

Abgereist sind wir dementsprechend gleich nach dem Lauf auch wieder mit dem Auto. vor der rückfahrt wollten wir die Duschkabinen nutzen, die aufgestellt waren. Bei denen musste man aber eine Stunde anstehen. Als Alternative haben wir dann einen Feuerwehrsprenkler entdeckt, der draußen aufgestellt wurde, um sich zu erfrischen (kein Trinkwasser). Wir haben uns dann mit anbehaltenen kurzen Laufhosen einfach dort gewaschen, oberflächlich abgetrocknet und sind dann ins Auto, Handtücher auf den Sitzen, und nach Hause gefahren. Unterwegs einmal obligatorisch im Fast Food Restaurant angehalten, weil wir echten Heißhunger entwickelt hatten. Abends waren wir dann wieder zu Hause.

Startvorbereitungen

Die Startunterlagen holt man sich nicht weit vom Start entfernt ab. Man muss vorher seine Startnummer wissen, die man aber auch anhand einer Starterliste ablesen kann. Das Personal bei der Startnummernausgabe braucht dann noch den Personalausweis, um die Anmeldung verifizieren zu können. Man hat genug Zeit, um sich die Startnummer an der Kleidung zu befestigen. Wie immer gilt hier die empfehlung, die Startnummer am Hüftbereich anzubringen und nicht an der Brust oder am Bauch und sich die eigene Startnummer mit Edding an Oberarme und Stirn zu schreiben, damit die Fotografen die Fotos sauber mit der Startnummer taggen können.

Die Verkleidung

Unsere simple Verkleidung vom Men’s Health urbanathlon wollten wir diesmal übertreffen. Mit Hemd, Krawatte und Aktenkoffer wollten wirs diesmal wirklich wissen. Der Strongmanrun umfasst zwie Runden um den Nürburgring, in jeder Runde hat ein anderer den Aktenkoffer getragen. Unsere Verkleidung haben wir auch noch ernst genommen und während des Laufes versucht, Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen per Verkaufsgespräch an den Mann zu bringen, was vielerorts für Schmunzeln gesorgt hat.

Der Start

Beim Fishermans Friend Strongman Run ist schon der Start ein Erlebnis. Denn es starten immer rund 7 000 Teilnehmer beim Strongmanrun. Man startet genau da, wo ansonsten immer Bolidne mit mehreren hundert PS an den Start gehen, und der Kommentator sorgt für entsprechende Stimmung. Laola-Wellen, gemeinsam angestimmte Lieder, alles sehr geil. Es sind hier auch wesentlich mehr Leute verkleidet als beim Urbanathlon, was die Stimmung umso besser macht. Am Start sahen wir einen Zalando-Boten, der die umstehenden Frauen zum Kreischen brachte, gutaussehende Hawaiianerinnen mit Strohröcken und Höhlenmenschen mit Original Hundeknochen in den Haaren.

Die Atmosphäre

… war schon viel besser als beim Urbanathlon. Ein hoher Prozentsatz der Teilnehmer war verkleidet. Vom Jesus, der sein Pappkreuz trägt, bis zum Piratenkapitän mit Plüschpapageien auf der Schulter war alles dabei. Hier haben sich die leute auch schon wesentlich öfter miteinander unterhalten, allein schon weil wir ihnen dauernd das „Angebot ihres Lebens“ in Form von günstigen Versicherungspolicen machen wollten. Wie gesagt, wir waren halt voll in unserer Rolle.

An den Hindernissen waren dann auch immer Kommentatoren mit Megafonen, die einen als Pussy und Warmduscher beschimpft haben. Hat mir sehr gefallen :). Und die Hindernisse waren auch viel abwechslungsreicher und fordernder als beim Urbanathlon. Man musste sich an Tauen steilen Aufstiegen hochziehen, durch ein Netz mit Elektrodraht durchkriechen, durch Schaumbäder durchgehen, Gräben überwinden, eine kalte Grube Durchschwimmen und viel mehr. Spätestens mit diesem Lauf war ich voll im Crosslauf-Fieber angekommen.

Das Erlebnis

Der Lauf hat 22 km und ist damit etwas Anstrengender als der standarmdäßig nur 11 km lange urbanathlon. Für diesen Lauf sollten amn dann schon mindestens einmal in der Woche per Lauftraining für mindestesne in halbes Jahr trainiert haben. Das reicht dann aber auch, mehr muss es nicht sein.

DAs Ambiente ist nicht „schön“, wie beispielsweise noch beim Urbanathlon am Hamburger Hafen, dafür aber schon irgendwie cool, weil man eben zu einem guten Teil auf der Rennstrecke rumläuft, das hat durchaus was. Ein richtiges Teamgefühl, wie es noch in späteren Läufen hoch kommt, war aber noch nicht vorhanden. Die meisten Hindernisse konnte man ohne Probleme allein bewältigen und daher war es in diesem Lauf noch nicht so wirklich notwendig, anderen Leuten zu helfen. Ein richtiges Kameradschaftserlebnis hat hier also noch gefehlt.

Besondere Merkmale am Fishermans Friend Strongman Run

Der Strongman Run war aus meiner Sicht hinter dem Urbanathlon der zwei leichteste Lauf aus meiner Liste, daher ist er ein super Lauf, um aufzubauen und sich auf die richtigen Kracher wie BraveHeartBattle oder Getting Tough The Race vorzubereiten.

LimesRun 2013

Von nun wird es eine sehr einsame Geschichte. Denn beginnend mit dem LimesRun 2013 nehme ich an den künftigen Crossläufen eigentlich nur noch alleine teil. Der LimesRun sollte der erste Lauf vom Veranstalter PAS team Ltd. sein, eine Qualitätsmarke, die ich im Verlaufe dieses Blogposts noch öfter loben werde.

Hinter den Läufen des PAS Teams steht hauptsächlich ein Mann: Joachim von Hippel, ehemaliger Bundeswehr-Hauptfeldwebel. Und der Grund, warum ich seine Läufe so sehr schätze, ist die Atmosphäre. Denn der ehemalige Soldat weiß wie man in seine Läufe ein Gefühl von Kameradschaft und eine geile Atmosphäre integriert.

Anmeldung und Ausrüstung

Der LimesRun war damals limitiert auf 1000 Teilnehmer, dementsprechend früh waren die Startplätze dafür vergeben. Die Anmeldung an sich geschieht wieder online und zur Zeitmessung wird wieder ein Mika Timing Chip eingesetzt.

die An- und Abreise

Da der Limesrun in Bad Gögging ist, welches sich gerade mal anderthalb Stunden von mir entfernt befindet, konnte ich es diesmal mit der Anreise gelassen angehen lassen. Schön gefrühstückt, verkleidet und dann um 08:00 Uhr ins Auto gestiegen. Parkplätze waren diesmal kein Problem, es gab extra ausgeschilderte Wiesen zum Parken für den LimesRun, wo es auch keine Kontrollen gab, für die ein Teilnehmernachweis erforderlich gewesen wäre.

abgereist bin ich aufgrund der kurzen Wegstrecke direkt und ungeduscht im Fahrzeug mit Decke auf dem Fahrersitz :), nur das Gröbste vorher kurzauf einem Wassersprenkler abgewischt. Zu groß war danach die Vorfreude auf das zu Hause. Dort angekommen bin ich nach der Dusche dann auch erstmal ins Bett gefallen.

Startvorbereitungen

Auch hier das übliche Prozedere: Startnummer sagen, Personalausweis vorzeigen, Unterlagen empfangen, Startnummer am Hüftbereich festmachen und bestenfalls noch Startnummer mit Edding an Oberarmen notieren. Besonders cool ist immer, dass die Startnummernausgabe von sympathischen Damen aus der Gegend und nicht wie bie den kommerzveranstaltungen LimesRun und Urbanathlon von irgendwelchen Angestellten durchgeführt wird.

Die Verkleidung

Beim LimesRun bin ich vollkommen verrückt geworden. Mit rosa Tütü, Leopardenshirt, langen schwarzen Haaren (Perücke) und Cheerleader-Pummel hab ich mich ins Auto gesetzt und auf die Reise gemacht. Beim Ausstieg begrüßte mich einer der Feuerwehrmänner, die vor dem Festivalgelände mit dem Einsatzwagen geparkt haben mit „Ach du liabe Zeit“, gefolgt von anerkennendem gelächter der Mannschaft, und als im Auto zwei Mädels an mir vorbei fuhren und sichtlich amüsiert waren, sagte ein älterer Herr im Vorbeigehen zu mir „hod scho ausa glocht‘ aus m Auto, de gherd‘ scho dir“ (hat schon raus gelacht aus dem Auto, die gehört schon dir). Der LimesRun war der erste Lauf, an dem ich gelernt habe, das Verkleiden richtig zu zelebrieren.

Der Start

Der Start wird, wie bei allen läufen des PAS Teams, mit einem Gebet zelebriert. vor dem Start müssen alle Läufer auf die Knie gehen und ein Gebet nachsprechen, in dem sie geloben, tapfer alle Hindernisse zu meistern und den Kameraden mit ausgestreckter Hand zu helfen. Besonders gut gefällt mir dann die Stelle, wo das Gebet beendet ist und alle freudestrahlend aufspringen, um sich danach schnaubend auf den Start vorzubereiten.

Die Atmosphäre

War einfach nur super. Nicht nur war die Gegend in der gelaufen wurde schön, sondern dies war der erste Lauf, in dem die Zuschauer richtig präsent waren. Beim Vorbeilaufen rief mir ein kleines Mädchen zu „Auf geht’s Cheerleaderin, du kannst es schaffen!“. Und als ich meinen Rock hochhob (kurze Laufhose darunter), um ins eiskalte Wasser zu springen und dann zu japsen „Das sind keine Umstände für eine Lady!“, habe ich einen älteren Herren sagen schmunzelnd sagen hören: „Lauter Verrückte“.

Das Erlebnis

Meine Verkleidung bekam diesmal eine entsprechende Würdigung. Ich war die ganze Zeit mit einem TEam, welches sich mit rosa T-Shirts verkleidet hat, am Start. Die haben mich dann immer wieder mitgezogen und haben sich nach jedem Hindernis umgesehen: „Wo ist denn unsere Cheerleaderin?“. Außerdem bin ich ziemlich lange mit dem „Team LimesRun“ mitgelaufen, quasi ein Orga-Team, das selber mitgelaufen ist. Mit denen wars entsprechend auch ziemlich lustig, weil die mein kostüm entsprechend gefeiert haben.

Der LimesRun war bis zu diesem Zeitpunkt der Vielseitigste  – und auch der Härteste. ursprünglich war der Lauf für 20 km ausgeschrieben. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Joachim von Hippel – der Master Chief – sich verrechnet hat und es im Endeffekt 24,5 km waren. „Die Kilometer-Schilder sind schon ausgegangen“ habe ich dann zwei Jahre später auf dem Dragonheartbattle zu hören bekommen. dabei mussten wir ich glaube an die zwanzig mal durchs kalte Wasser, davon zweimal lange Schwimmstrecken bis zu 100 m und einmal eine sehr lange Strecke zum Waten. Man versank dabei hüfttief im Wasser und die Gräser haben mir diverse kleine Schnittwunden am Oberschenkel zugeführt. Teilweise bin ich dann freiwillig ins Tiefwasserschwimmen übergegangen, weil man wirklich böse tief eingesunken ist. Aber nicht, dass mich das gestört hätte. Es war geil. Deswegen haben die Leute dementsprechend auch „oh wie ist das schön“ gesungen, als sie dort durchgewatet sind.

Der LimesRun war der bis zu diesem Zeitpunkt erste Lauf, in dem ich wirklich mal das Gefühl von Kameradschaft mitbekommen hatte. Denn hier musste man sich wirklich regelmäßig gegenseitig helfen, um weiterzukommen. Sei es aus den Schwimmpassagen, um an den Steinen vorbei ans Ufer zu kommen, oder um eine ansonsten alleine unüberwindbare Grube zu erklimmen. Im LimesRun war auch gleichzeitig mein konditioneller Höhepunkt, weshalb ich bei diesem Lauf relativ gut abgeschnitten habe. ein besseres Ergebnis habe ich glaube ich bei keinem der folgenden Läufe mehr hingelegt. Ich habe mich im Ziel echt geil gefühl. Einerseits, weil ich während des ganzen LAufs voll im Geschehen drin war (aufgrund von der Verkleidung und der Reaktion der Zuschauer sowie den Erlebnissen mit den Teams rosa Shirt und Limes Run während des Laufs), und andererseits weil ich echt total am Ende war, aber bis zum Schluss durchgebissen habe. Im Ziel gab es massenweise Kuchen, den ich mir noch auf dem Boden liegend stückchenweise reingeschoben habe, um wieder an Energie zu kommen.

Am nächsten Tag musste ich von der Arbeit aus nach Dresden, um dort eine einwöchige Ausbildungssession über Sun Solaris Systemadministration zu absolvieren. Das Treppensteigen war zwei Tage lang eine Qual, die ich aber schon fast genossen habe, weil ich ganz genau wusste, wo es her kam.

Der LimesRun war ein sehr geiler Lauf, weil ich mich währenddessen so lebendig gefühlt habe. Die Zuschauer, die anderen Läufer und das Glücksgefühl im Ziel waren einfach nur überwältigend damals.

BraveHeartBattle Run 2014

Weiter geht es mit dem aus meiner persönlichen Sicht genommenen Höhepunkt meiner Crosslaufserie: der BraveHeart Battle Run 2014.

An- und Abreise

Ich hatte im März 2014 das Glück, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt ohnehin in Erfurt befand, da ich dort bei der Firma damago einen Kurs zum Erwerb des Cisco Certified Network Associate – Routing and Switching Zertifikats befand. Daher konnte ich von Erfurt aus nach Münnerstadt fahren, wo damals noch der Breaveheart Battle stattfand. Von daher konnte ich auch diesmal ohne Hotelübernachtung direkt von der Einrichtung aus morgens zum Lauf fahren. Parkplatzsuche war wieder überhaupt kein Thema. Es gab einmal direkt vor dem Stadion in welchem gestartet wurde Parkplätze und man hatte auch die Wahl, an unterschiedlichen Orten innerhalb der Stadt bzw. am Straßenrand zu parken.

Zurück gefahren bin ich hier nach einer ausgiebigen Dusche bei überraschend wenig Wartezeit mit dem Auto wieder Richtung Erfurt, wo mich am Montag wieder der nächste Teil des CCNA-Kurses erwartet hatte.

Startvorbereitungen

wie beim LimesRun total unstressig. Startnummer sagen, Personalausweis vorzeigen, empfangen, festmachen und Autoschlüssel und Co. in einem umschlag mit beschrifteteter Startnummer abgeben.

die Verkleidung

Beim Braveheartbattle habe ich mich mit orangenem Hem, Fliege und Zylinder an den Start gestellt. Zwar gab es dafür nicht so viel zu schmunzeln wie noch beim LimesRun, dafür ein paar coole Fotos ^^.

Der Start

Der Start wird, wie bei allen läufen des PAS Teams, mit einem Gebet zelebriert. vor dem Start müssen alle Läufer auf die Knie gehen und ein Gebet nachsprechen, in dem sie geloben, tapfer alle Hindernisse zu meistern und den Kameraden mit ausgestreckter Hand zu helfen. Besonders gut gefällt mir dann die Stelle, wo das Gebet beendet ist und alle freudestrahlend aufspringen, um sich danach schnaubend auf den Start vorzubereiten.

Das Erlebnis

War das beste von allen Crossläufen. Ich habe so viel während dieses Laufes erlebt, dass es schwer wird alles zusammenzuzählen. Einmal während des Laufes lief man durch Münnerstadt durch. Dort haben alle da gestanden, geklatscht und mitfotografiert was das Zeug hält. Man merkt dass der Braveheartbattle ein fester Bestandteil von Münnerstadt war, da die Zuschauer hier von Fantröten bis zu Klatschhilfe wirklich alles dabei.

Irgendwann während des Laufes war ein eindeutig nicht vom Veranstalter eingerichteter Streckenposten aufgestellt, bie dem es Schmalzbrote und Pfeffi-Schnaps gab. Bereits beim Herlaufen wurde man begrüßt mit „Aber scheiß drauf… Braveheart ist nur einmal im Jahr! Olé Olé!“. Da hab ich mir natürlich ein Gläschen mit den sympathischen Leuten gegönnt.

Etwas weiter bin ich an ein paar Jugendlichen vorbei gelaufen, die gegrillt haben. Ich habe geschriene „Ihr Bastarde!“ und sie antworteten „Willst auch was?“. Einer ist sogar schon an die Absperrung gelaufen und wollte mir ein Steak an den Streckenrand bringen, habe aber dann dankend und abgelehnt =).

An einer Stelle musste man unter gittern durchkriechen, die ziemlich niedrig waren. Als ob das noch nicht genug wäre, wurde man noch von einem Drill Sergeant auf Englisch angeschrien, der extra für dieses Hindernis engagiert worden war. Beim zweiten mal, auf dem Rückweg, bot mir nach Durchquerung der beidne Kriechhindernisse eine Frau am Streckenrand eine Cola an. Mittlerweile war dann auch schon eines meiner Hosenbeine zerrissen und ich froh um die kleine Abkühlung.

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Ein weiteres, sehr geiles Erlebnis war das gefürchtete Loch Ness, ein zu dieser Jahreszeit sehr kalter Tümpel, den es zu durchschwimmen gilt. Berühmtes Zitat: „Wer nicht durch das Loch Ness geschwommen ist, ist kein richtiger Braveheart“. Danach blieben die Leute reihenweise erstmal ein wenig am Boden liegen und mussten ihre Kräfte sammeln, weil es so anstrengend war. Und dann staute es sich auf, weil man dann unter einem Netz hindurchkriechen musste. Das führte dazu, dass ein riesen Pulk an Breavhearts sich gemeinsam auf allen Vieren durch dieses Hindernis kämpfte, entflammt von dem Gedanken, dass sie gerade das Loch Ness hinter sich gebracht haben. In diesem Herdentrieb habe ich mich damals ziemlich lebendig gefühlt.

Eine weitere Szene fällt mir auch noch ein. An einem Hindernis musste man an einer sehr starken Steigung, die schon mit bloßem Hochlaufen anstrengend gewesen wäre, in der tiefsten Gangart wieder unter einem mit Strom besetzten Gitter hindurchkriechen. Einer der Streckenposten hat hier ganz provisorisch mit Panzertape  und ein wenig draht ein Radio hingehangen, auf dem Rammstein – Ohne dich lief.  Die Steigung war etwa 100 m lang, und es dauerte entsprechend lange, bis man da durch kam. Und dann fing auf einmal die ganze robbende Meute an „Ohne dich kann ich nicht sein, ohne dich“ zu singen. Das war ein sehr geiler Moment, an den ich mich gern zurück erinnere.

Beim Braveheartbatlte waren sehr viele Leute verkleidet und das hat der Stimmung noch zusätzlich mehr beigetragen. Beim Durchwaten der kalten Wasser, durch die wir wieder mehr als 20 mal durch mussten, wurde wieder desöfteren „Ohhh wie ist das schön“ gesungen.

Der für mich beste Moment im Braveheartbattle waren jedoch die Gruben. Beim Braveheart gibt es, mehr asl bei allen anderen Crossläufen, sehr viele Bärengruben, aus denen man alleine nicht mehr heraus kommt. Die Wände sind so hoch, dass zwei Leute übereinander stehen können, ragen senkrecht empor und sind glitschig von Schlamm. Da es so viele sind, muss man sich immer und immer wieder helfen. Ich glaube ich habe damals 7 Gruben gezählt, aus denen man auf dem Hinweg und auf dem Rückweg wieder rauskommen musste. Und teilweise, dmait es schneller voran geht, habendei Zuschauer, die an der Absperrung ganz nah am geschehen dran waren, mit angepackt, weil sie mit der Hand gerade so an die Läufer am RAnd rangekommen sind und mit hoch ziehen konnten.

Der BraveheartBattle Run 2014 war auch der erste und meines Wissens nach einziger Braveheartbattle, der 28 km als Laufstrecke hatte. Die nachfolgenden Bravehearts werden wieder mit 24 km ausgeschrieben. Im Ziel fühlte ich mich einfach nur unbeschreiblich gut (und erschöpft). Ich war den ganzen Nachhauseweg nachher so dermaßen happy und musste mir meine Braveheartmedaille im Auto an den Rückspiegel dran hängeln, damit ich sie nebenbei immer ein wenig beim Baumeln beobachten konnte. War einfach ein geiles Feeling, da mal dabei gewesen zu sein.

Regensburg Marathon 2014

Ist zwar kein Crosslauf, möchte jedoch trotzdem kurz über meine Erlebnisse dort berichten, da es schon seit ~2006 ein Traum von mir gewesen war, einmal einen Marathon zu laufen und ich mir diesen im Jahr 2014 endlich erfüllt habe.

angereist bin ich direkt von den Cannstatter Wasen. Habe dort allerdings die Nacht zuvor nur alkoholfreies Bier getrunken, hatte trotzdem relativ wenig Schlaf, da ich direkt mit dem Auto zum Marathon gefahren bin. Startnummernausgabe war sehr unkompliziert. Was mir gefallen hat war, dass man sich theoretisch auch noch Laufschuhe und anderes Equipment hätte vor Ort kaufen können, wenn man etwas aus welchem Grund auch immer nicht dabei gehabt hätte. Zeitabnahme erfolgte wieder per Mika Timing Chip.

Besonders gefallen hat mir die schöne Strecke durch die gesamte Regensburger Innenstadt, die extra für den MArathon abgesperrt worden war. Die Zuschauer waren ebenfalls überraschend euphorisch, sowas hätte ich mir bei einem Marathon eigentlich nicht erwartet. auf den einzelnen Streckenabschnitten gab es reglemäßig Trommler und andere Musiker, die einem den beschwerlichen Lauf erleichtert haben.

Besonders gefallen hat mir das Stadion, in dem man jeweils zwei Runden drehen musste. Beim Einlaufen ins Stadion begrüßte einen der Stadionsprecher anhand des Namens, den er mithifle der Startnummer von einer Liste abgelesen hatte, für alle hörbar über sein Mikrofon. „Der Andreas, danke das’d hochkommen bist aus Bischofsmais“. Wenn er gewusst hätte, dass ich nicht von Bischofsmais, sondern vom Wasen gekommen war, hätte er vielleicht noch ein bisschen ausschweifender geklungen ;).

Ein paar gute Szenen, die mir im Gedächtnis geblieben sind, gabs auch hier. Irgendwann in der zweiten Runde, wenn die Halbmarathoner schon fertig sind und nicht mehr so viele auf der strecke, wird die Marathonstrecke wieder für Fahrradfahrer und fußgänger freigegeben. Ein kleiner Junge, vielleicht acht Jahre alt, ist neben mir her gefahren und hat mich gefragt, ob ich an der näcshten STation was zu trinken möchte. Ich bat ihn um eine Cola und er ist mit seinen kleinen Füßen auf seinem Fahrrad bis zur nächsten Station gestrampelt und hat mir zwei Becher davon geholt. Da musste ich schon sehr lachen und das hat mir auch sehr geholfen, weil ich zu dem Zeitpunkt nervlich schon echt ziemlich durch war, weil die Beine schon ziemlich weh taten.

Zwei andere Jungs sind mir mit ausgestreckten Armen einmal entegegen gelaufen, um mir im Vorbeilaufen ein High Five zu geben. Habe ich natürlich erwidert.

Ins Ziel gelaufen bin ich mit einem ebenso fertigen und ausgelaugten Menschen von schätzungsweise südafrikanischer Herkunft, der mich mehr angefeuert hat als ich ihn (ich denke aber auch, dass das teiwleise ein Selbstgespräch mit der eigenen MOtivation war). Auf der Zielgeraden haben wir uns für ein paar Meter die Hände gereicht, um gemeinsam ins Ziel zu laufen, er hat aber kurz vorher abgewunken und gemeint, er geht jetzt einfach nur noch ins Ziel. War trotzdem ein cooler Moment :).

Cherokeerun 2014

Im September war der erste Cherokeerun im El Dorado in Templin. Schon beim Braveheartbattle 2014 war der Bürgermeister von Templin vor Ort und hatte sozusagen aktiv Werbung für seinen Lauf gemacht. Da musste ich natürlich gleich hin.

An- und Abreise

meine schwerste An- und Abreise. Die Fahrzeit betrug alleine schon 8 Stunden. Der Start war um 11 Uhr und ich hatte schon eingeplant, dass ich die Fahrdauer nicht komplett ohne Pause durchstehe. Aus beruflichen Gründen konnte ich nicht schon am Freitag anreisen und im Hotel übernachten. Daher habe ich mich noch am Tag davor um etwa 20 Uhr ins Auto gesetzt und bin los gefahren. Während der Fahrt muss ich mich zweimal auf einem Rastplatz hinlege und Pause machen, habe auf den umgeklappten Rücksitzen und im Kofferraum geschlafen. Dann war ich gegen 8 Uhr morgens da, hatte zuvor schnell an der tankstelle was gefrühstückt, mir meine Startnummer geholt und mich dann im El Dorado umgesehen. Das Red Bull (ein Getränk, dass ich ansonsten eher meide), welches es zu der Startnummer gab, war mir diesmal sehr willkommen gewesen.

Die Rückreise hingegen ging, weil ich relativ gut fertig geworden bin und daher schon relativ früh am Nachmittag heim fahren konnte. Musste nur einmal auf der Heimfahrt halt machen, um mich kurz für eine halbe Stunde schlafen zu legen, danach gings gleich wieder weiter.

Startvorbereitungen

Das Ankommen am Cherokeerun an sich ist jedoch für siuch genommen schon ein Erlebnis. Zusätzlich zur Startnummer gab es diesmal ein Eintrittsband für das El Dorado. Der Sheriff am Stadttort lässt einen dann ein, natürlich nicht ohne entsprechende Warnungen auszusprechen, dass man ja keinen Blödsinn in seiner Stadt anrichten soll. Auf dem El Dorado konnte man sich in einer der vielen Hütten niederlassen, um auf den Start zu warten. Nebenbei vollführte der Revolverheld der Stadt ein paar Tricks mit seinem Schießeisen. Ich hockte mich vor eine der Hütten direkt neben der Startlinie. Nicht weit entfernt stand der Master Chief mit seinem Funkgerät und verlangte, dass in die Bärengrube nochmal sauber ungehemmt Wasser reinkommt, bevor der Startschuss gegeben wird.

Der Start

Vor dem Start wurden wir von einem Indianerhäuptling vom Dach eines Saloons aus gesegnet. Er sprach auf „indianisch“, der Bürgermeister von Templin übersetzte. Danach kam das obligatorische gebet, zu dem jeder auf die Knie gehen musste. Typisch PAS Team halt.

die Atmosphäre

war wirklich sehr gelungen, weil die Natur dort so schön ist. dAs kam besonders durch die Stelle sehr gut zur Geltungn, an der man mit dem Ruderboot übersetzen musste.

Das Erlebnis

War gut. Nicht vergleichbar mit Braveheartbattle oder LimesRun, aber gut. Es gab nur eine Bärengrube, aus der man diesmal sogar ohne Hilfe herauskam, weil diese nicht senkrecht nach oben ging, sondern ein Sandhaufen aufgeschüttet worden war, an den man hoch laufen konnte. So richig Kameradschaftsfeeling kam jedoch trotzdem auf, und zwar an der Stelle, wo man mit dem Ruderboot übersetzen musste. Dabei saßen ca. 12 Mann in zusammen mit Paddeln in einem Ruderboot, am hinteren Ende saß noch ein separater Kommandant, der den Takt anzählte. Am Anfang war das paddeln noch sehr unkooordiniert und das Boot drohte auf einer Seite umzukippen. Aber der Kommandant gebot schnell genug einhalt und befahl „Ruhe im Boot“. Auf sein Kommando wurde dann angezählt und dann funktioniert es prima. Alle Schiffsinsassen zählten laut mit und stachen mit ihrem Paddel simultan ins kristallklare Wasser. Das war der beste Moment im ganzen Lauf.

Der Lauf war trotz seiner 24 km verhältnismäßig leicht, also überhaupt kein Vergleich zu LimesRun und Braveheartbattle, eher auf dem Niveau vom Fishermans Friend Strongmanrun würde ich ihn einordnen. Ist ein guter Einsteigerlauf für Leute, die noch nie zuvor einen PAS-Lauf bestritten haben und sich vllt auf den Braveheartbattle vorbereiten wollen.

Zweimal Tough Mudder Süddeutschland 2014

Nur wenige Wochen nach dem Cherokeerun stand der Tough Mudder süddeutschland an, für den ich mich schon Anfang des Jahres angemeldet hatte. Der clou damals: Man konnte an zwei Tagen teilnehmen – Samstag und Sonntag. Wenn man sich für den samstag angemeldet hatte, bekam man für den Sonntag 50% rabatt. Und was habe ich in meiner jugendlichen Leichtsinnigkeit natürlcih gemacht? Mich für beide Tage hintereinander angemeldet! Sind ja „nur“ 18 km pro Lauf, dachte ich mir. Für diesen Lauf hatte ich sogar einen neuen Kumpel gefunden, der die zwei Termine mit mir mitgelaufen ist.

An- und Abreise

Da das Event in Süddeutschland war, war die Anreise recht unkompliziert. Einziger Wehrmutstropfen: das Parken beim Tough Mudder kostet 10 € – sogar als Teilnehmer. Da wir zu zwiet waren, haben wir uns die Gebühr jeden Tag einfach geteilt. Auch die Garderobe kostet ein kleines Entgelt, kann mich aber nicht mehr erinnern wie viel.

Der Start

Vor dem Start trifft man sich biem Tough Mudder bei einem Moderator, der einen erstaml durch ein lockeres Aufwärmtraining führt. Was mir hier besonders gefällt ist, dass man am Ende des Aufwärmtrainings zusammen geht und sich gegenseitig anheizt, bevor das Event los geht.

Das Erlebnis

Der Tough Mudder süddeutschland war wesentlich härter als anfangs gedacht. Erst im nachhinein habe ich erfahren, dass der süddeutsche der tough Mudder mit den meisten Steigungen ist, was ich mir als ortsansässiger natürlich hätte denken können. Desweiteren sind die Hindernisse nicht ganz ohne, es sind immer Hindernisse, in denen meist sehr viel Schnellkraft gefragt ist (z. b. Hochjsprinten an einer Halfpipe und sich hoch ziehen), wesahlb hier der Erschöpfungsgrad sehr hoch ist. Gefallen hat mir die Abwechslung bezüglich der hindernisse. Man musste beispielsweise mal unter einem Gitter mit dem Gesicht nach oben durchschwimmen, konnte sich hier aber am Gitter festhalten. Und bei einem Hindernis musste man sich von Gymnastikring zu gym,nastikring schwingen (konnte aber auch darunter einfach nur durchs Wasser gehen).

Und das absolut beste ist das allerletzte Hindernis: der Vorhand aus Stromdrähten. In der Regel hält man sich hier reihenweise an der Hand und stürmt dann gemeinsam einfach durch. Man kriegt auf jeden Fall was ab, ist aber nicht so schlimm wie man es sich vorstellt.

Nach dem ersten Tag waren wir echt fertig. Am nächsten morgen haben wir uns gegenseitig im Auto gestanden: „Alter ich hab eigentlich überhaupt keinen Bock mehr“. Aber wir haben’s dann doch durchgezogen. Natürlich kam dann am Ende der Supergau. Beim Stromhindernis habe ich beim Anlaufen einen Wadenkrampf bekommen und bin hingefallen. Dann lag ich da erstmal wie ein Fisch und habe mir am Boden selber den Krampf aus der Wade gedehnt. Als ich versucht habe, mich wieder aufzurichten und langsam vorzurobbnen, habe ich gleich nochmal nen Stromschlag abbekommen. Die Zuschauer hatten sichtlich Mitleid mit mir, ich habs auch gelassen genommen. Am Ende war ich echt heil froh, dass der Doppel-Tough-Mudder vorbei war. Wir bekamen unsere ersten beiden Stirnbänder – denn beim Tough Mudder kann man mit jedem absolvierten Tough Mudder auf Stirnbänder einer „höheren Farbe“ hinsparen, um seine Treue zu demonstrieren. Da gibt es durchaus Junkies, die sich im Jahr bis zu fünf Tough Mudder geben, um entsprechend schnell auf ihr gewünschtes Pensum zu kommen. Für dieses Jahr haben mir die zwei Läufe allerdings erstmal gereicht :).

Getting Tough The Race 2014

Das Jahr 2014 schließe ich wieder mit einem Knaller ab. Getting Tough: The Race in Rudolstadt. Dazu möchte ich jetzt schonmal gestehen, dass dies für mich der härteste Lauf von allen war bisher. Die beiden Köpfe um die Streckengestaltung Michael Kalinowski und Thomas Ertelt haben hier einen echten crazy-ass Höllentrip zusammengebastelt, der Seinesgleichen sucht.

Die Anmeldung zum Getting Tough The Race geschah mehr oder minder zufällig. Im Februar 2014 war ich mit einigen Freunden aus meinem alten Kampfkunstunterricht auf der FIBO in Köln. Dort war ein Messestnad vom Event aufgestellt. Ich  – der selber ganz stolz mit dem LimesRun-Shirt auf der Messe unterwegs war – habe mich gleich an den stand begeben und die Crew über die Parameter abgefragt. Strecke 24 km. „Kein Problem!“ dachte ich, denn ich wollte ja im Mai ohnehin die 42 km in Regensburg laufen. Wie naiv ich doch damals gewesen bin. Also habe ich unterschrieben und mich angemeldet.Die An- und Abreise war mal wieder eine Tortur, weil ich wieder mit dem Auto aus Bayern direkt angereist bin :). Startvorbereitungen liefen genau so ab wie bei den läufen davor, nur dass ich hier positiv erwähnen muss, dass man sich hier bis zum Startaufmarsch in einem großen Partyzelt aufhalten konnte, wo Bilder aus den letzten Läufen gezeigt und Radiomusik gespielt wurde. Das war täuschender Komfort, der in keinem Verhältnis zum nachfolgenden Lauf steht.

Kann mich auch noch daran erinnern, dass sogar einmal der Kallinator an mir vorbei gegangen ist und gemeint hat „Wenn du heute den The Race rockst, kommst du mir in Zukunft nur noch mit dem Finisher-Shirt“, eine humorische Anspielung darauf, dass ich mit meinem Braveheart-Finishershirt da war :).

Die Atmosphäre

War bereits im Wartebereich des Zeltes bombastisch. Die beiden Veranstalter kamen auf die Bühne und forderten erstmal auf, alle Teilnehmer, die noch vor dem Zelt stehen, rein zu holen, weil jetzt eine Motivationsansprache beginnt.

Und die hatte es tatsächlich in sich. Angefangen hat alles mit ein bisschen Humor, als man die Teilnehmer in die Strecke eingeführt hat.

„Und das Tauchhindernis – ja, ich weiß, davor habt ihr alle schon Pippi in den Augen. Ich empfehle euch einfach nur nicht erst reinspringen und dann stehen bleiben ‚oooooooch ist das kalt‘, sondern zusammenreißen, zügig unter den Baumstämmen tauchen, immer weiter gehen. Man ist schneller durch, man leidet weniger.“

Das haben alle Teilnehmer zwar mit Humor genommen, aber es hat natürlich auch Respekt eingeflößt ;).

Dann wurde eine Motivationsansprache geführt, welche die Schlachtansprache von König Theoden bei Schlacht von Minas‘ Tirit in den Schatten gestellt hat. Ich versuche eine Passage wiederzugeben, die mir sehr gefallen hat

„Ich blicke auf meine Neider, die mir sagen, ich könnte The Race nicht schaffen. Heute werde ich beweisen, wie falsch sie gelegen haben. Und ich blicke auf meine Kameraden, die mich stützen und immer für mich da sind. Niemals werde ich einen meiner Kameraden auf der Strecke zurücklassen, niemals von ihrer Seite weichen, wenn sie meine Hilfe brauchen.“

Danach gingen die beiden „Generäle“ voraus und die gesamte Teilnehmerschar ist ca. 700 m zum Startpunkt marschiert. Kostümierte Gestalten, Männer mit Fahnen und Schwertern in der Hand haben sich unter den Marschzug gemischt, die STartnummer an die Verkleidung geheftet. Beste Startaufstellung ever. Der Start war eine sehr breite Wiese, an der man sich sozusagen in Schlachtformation in der Breite aufstellen konnte, wie man möchte. Buggys und Jeeps stellten sich davor auf und prüften, ob auch ja keiner in der ersten Reihe die Startlinie übertreten hat.

Dann fuhren diese beiseite und es kam der Countdown zum Start. Eine Rockband fing an auf einer Bühne im Ziel, die in 500 m Luftlinie zu sehen war, den Getting Tough Song zu spielen, hinter uns flogen drei rotogetriebene Segelflieger über unseren Köpfen hinweg, und Rauchbomben versprühten schwarz-rot-goldenen Rauch zu unserer linken. Die ganze Formation zählte runter von 10 auf 0 – und dann begann einer der härtesten Läufe, die ich je antreten musste.

Das Erlebnis

Der Getting Tough The Race ist absolut crazy. Über 100 Hindernisse auf 24 km.  Ich musste so oft ins kalte Wasser, dass ich es gar nicht mehr zählen konnte. Wie schon beim LimesRun gab es lange Passagen, in denen man durch das kalte Wasser waten musste – mehrere davon. Meine Beine waren teilweise schon ganz taub geworden – es war aber jetzt nicht wirklich unangenehm, also man ist darin nicht gestorben, war sogar eher geil :D. Ist man einmal draußen, kommt das Gefühl schnell wieder.

Man musste mit Autoreifen Berge hoch- und wieder runterlaufen, im wattiefen Wasser über Traktorreifen drüberklettern, an einem Baugerüst ohne Leiter, sondern über die einzelnen Stangen drüberklettern und natürlich das TAuchhindernis, in welchem man bei eiskaltem Wasser unter mehreren Baumstämmen hindurch tauchen musste, um an den anderen Beckenrand zu kaufen. ERschwerend kam bei mir hinzu, dass ich mir mittne in dem Hindernis einen Wadenkrampf zugezogen habe. Die Muskulatur war einfach müde geworden vom Laufen und von den etlichen vorhergehenden Wathindernissen in eiskaltem Wasser. Habe die Situation gemeistert, indem ich mein krampfendes Bein auf den nächsten Basumstamm hob und die Wade von dort aus gedehnt habe. Es war aber trotzdem unnötige Zeit, die ich unnötig länger im eiskalten Becken gestanden habe.  Im Nachhinein natürlich wieder geil. Und im nächsten Hindernis musste man an Gerüststangen entlang balancieren, um nicht gleich nochmal ins Wasser zu fallen, was sehr schwierig war, weil von Balance zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklcih die REde war. Stattdessen hat man immer die Querstrebe am einen Ende losgelassen, ist zwei Schritte gegangen und hat sich dann mit dem Oberkörper möglichst nahe an die Strebe am anderen Ende fallen lassen, wo man sich dann wieder festhalten konnte. Natürlich war man ja noch vom TAuchhindernis durchnässt und der Wind ging ziemlich gut. Im Nachhinein wieder geil. Und natürlich musste man im nächsten Hindernis in Müllcontainer klettern, die wieder mit Wasser gefüllt waren – wieder: im Nachhinein wieder geil.

Die über 100 Hindernisse waren sehr, sehr abwechslungsreich. Man merkt, dass die Veranstalter Soldaten sind und daher entsprechende Connections haben. Den man ist auf Panzer geklettert und unter ihnen wieder durchgekrochen, Reservisten in Flecktarn haben einen angefeuert und man fühlte während des ganzen Events einfach so einen brennenden Geist von Kameradschaft, wie ich ihn zuvor nur in den Bärengruben vom Braveheartbattle kennengelernt habe.

Das absolut schlimmste am Getting Tough The Race ist das Ende. Denn man sieht das Ziel schon Luftlinie ~50 Meter vor sich, muss aber noch einen Zickzackkurs mit mindestens 30 Hindernissen hinter sich bringen. Darunter Klettern auf ein Baugerüst, Erklimmen von Betonwänden, Strombänder und zu guter letzt muss man unter so fies kleine und enge Betonböden durchkriechen, bei denen man die Beine nicht einsetzen kann um zu robben. Das heißt man muss sich mit den Unterarmen vorwärts ziehen, um überhaupt voran zu kommen, weil man sich mit den Beinen nicht abstoßen kann. Da holt man sich dann noch die letzten Schürfungen, damit man die notwendige Kosmetik für das Zieleinläuferfoto hat.

Alles in allem wirklich ein saugeiles Erlebnis.

Dragonheartbattle 2015

Da dachte ich mit Abschluss des Jahres 2014, ich habe nun alle großen Crossläufe Deutschlands hinter mich gebracht, da stellt der Master Chief schon seine neueste Errungenschaft vor – den Dragonheartbattle. Also dazu noch einmal angemeldet und im November gleich durchgezogen.

An- und Abreise

Diesmal bin ich mit einem Sparangebot der Bahn zum Bahnhof Lauenförde-Beverungen gereist. Übernachtet habe ich im Hotel Caprice in Beverungen, wo mir eine wirklich herzliche und familiäre Bewirtung zuteil gekommen ist. Alternativ kann man auch direkt an der Trendelburg übernachten, denn von Beverungen aus kostete das Taxi zum Veranstaltungsort 30 €. Auf dem Rückweg jedoch konnte ich mir das Taxi mit zwei sympathischen Teilnehmern das Taxi teilen, so dass sich die Kosten hier wieder relativiert haben.

Die Atmosphäre

War jetzt nicht auf Niveau von LimesRun, Braveheart Battle oder Getting Tough, aber durchaus schön :). Man startet nämlich von einem kleinen „Wasserschloss“ aus, in welchem man zuerst von einem alten Ritter (natürlich nur ein Schausteller) in mittelalterlichem Stil begrüßt wird, der hauptberuflich Führungen durch die Trendelburg macht. Er bekundet regelmäßig den Respekt vor den läufern und macht lustige Bemerkungen über den Aufzug der einzelnen Teilnehmer ;).  Gleich nach dem Start geht es durch einen alten Steinbruch und im späteren Verlauf läuft man dann durch die Trendelburg selbst.

Das Erlebnis

Der Lauf ist aufgrund seiner vielen Anstiege und Höhen durchaus sehr anstrengend und kann sich daher meiner Meinung nach auf dem niveau vom LimesRun einordnen. Ein Braveheart Battle oder ein Getting Tough wird immer noch etwas schwieriger sein, aber der Dragonheartbattle ist schon eine harte Nuss. ich war echt heilfroh, als ich im Ziel angekommen war. Die Natur dort ist sehr schön, das sollte man während des Laufes ein wenig genießen, da dies so ziemlich das Einzige ist, woran man sich festklammern kann, um die 24 km zu überstehen. So wirkliche Kameradschaftsmomente wie beim Braveheartbattle und Getting Tough gab es zwar nicht, dafür wurde aber beim Waten durch den Fluss wieder mal „oh wie ist das schön“ gesungen, was mich dann doch wieder sehr aufgeheitert hat.

Schlusswort

Das war sie, meine dreijährige Reise durch die größten Crossläufe Deutschlands. Ich persönlich habe nicht vor, wirklich jetzt jedes Jahr wieder einen zu laufen, weil ich jetzt ein anderes Kapitel aufschlagen und neue Sportarten versuchen möchte, z. b. das Speed Skaten, einen Jedermanns-Triathlon und diverse Funsporten, insbesondere im Hinblick auf den Sportbootführerschein, die ich mir letztes Jahr gegönnt habe. Da öffnen sich Tür und Tor für diverse Wassersportarten, für die ich mir jetzt mal Zeit nehmen möchte.

Unorganisierte Veranstaltungen

Zum Schluss dieses Artikels möchte ich noch meine Meinung über ein paar aus meiner Sicht schwarze Schafe in der Veranstalterszene kund tun. 2014 hätte ich eigentlich noch an zwei weiteren Veranstaltungen teilnehmen sollen.

Da wäre zum Beispiel der eXtreme Run, der in Abtsgmünd hätte stattfinden sollen. Der Veranstalter, Steffen Klein, hat die Veranstaltung ausgeschrieben und dann einige Monate vor beginn abgesagt, weil die Laufstrecke nicht genehmigungsfähig war. Die Schwäbische Post hat hierüber einen Artikel veröffentlicht, der jedoch hinter einer Paywall steckt. Hier also kurz eine Zusammenfassung von einem anderen Betroffenen, mir: Auch ich habe bis heute meine 45 € Startgeld nicht mehr wieder gesehen.  Von daher habe ich den Vorfall mittlerweile als Lehrgeld abgeschrieben. Ich möchte dem Veranstalter hier keine Böswilligkeit unterstellen (Organisation eines solchen Laufes ist schließlich eine Mammutaufgabe),  weise jedoch mit Recht darauf hin, dass andere Veranstalter wie eben das PAS Team oder eben die Crew hinter Getting Tough The Race es ja doch hinkriegen, eine genehmigungsfähige Strecke mit viel Abwechslungsreichtum hinzustellen. Die schlechte Kommunikation mit den vor den Kopf gestoßenen Teilnehmern möchte ich hier ebenfalls mal in den Raum stellen, da ja nicht mal mehr ein Impressum existiert, an welches man sich hätte wenden können.

Aber der Extreme Run ist nicht das einzige Beispiel. Auch der Veranstalter GetGoing wollte im Jahr 2014 den Zugspitzlauf organisieren und weigerte sich zunächst, die Startgebühr in Höhe von 80 euro zurückzuüberwiesen, die Süddeutsche Zeitung berichtete. Erst nachdem einige Zeitungen den Vorfall ins Visier genommen hatten, wurde den Teilnehmern zumindest die Hälfte der Gebühren zurück überwiesen – die andere Hälfte hat zumindest in meinem Fall der Veranstalter immer noch einkassiert. Beide Veranstalter, sowohl Steffen Klein als auch Get Going, haben nach meinen Recherchen 2015 keinen Lauf mehr organisiert, von daher kann ich nicht beurteilen, ob sich die Lage denn jetzt gebessert hat  oder nicht.

Nun, eigentlich ärgere ich mich darüber nicht, weil ich so geile Erlebnisse in dieser Szene hatte, dass mich diese Kleinbeträge nicht schockieren können. ich bin froh, dass ich mich für so viele Läufe angemeldet und so viel erlebt habe, was ich mein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen werde.

Ich möchte daher mit diesem Schlusswort dem Leser nur noch auf den Weg geben, dass er sich nur bei Läufen anmelden soll von denen er weiß, dass diese bereits desöfteren ohne Zwischenfälle stattgefunden haben und wo ein etablierter Veranstalter dahinter steht, weil hier in der Vergangenheit schon Fälle existieren, in denen Veranstalter kassiert, abgesagt und dann aber nichts zurückerstattet haben.

kurze Motivionsansprache

Lasst euch jedoch davon nicht unterkriegen. Solche Extremläufe sind wirklich ein Event, das ans Herz geht und was jeder begeisterte Sportler mindestens einmal gemacht haben sollte. Ich bereue keinen einzigen meiner Läufe und möchte nun noch die Leute ermutigen, die sich nicht fit genug fühlen: Crossläufe sind mehr eine Prüfung des Verstandes und der Willenskraft als der Kondition. Schließlich besteht die Prüfung mehr daraus, sich den Gewalten der Natur zu stellen und nicht eine bloße Laufstrecke zuschaffen, sonst würde man die Läufe ja länger machen als „bloß“ 22 – 28 km. Nein, hier geht es um Willenskraft, und die kann jeder haben, egal wie fit er letztendlich ist. Auch wenn man sich zumindest grundsätzlich mit einigen Laufeinheiten vorbereiten sollte, um eine gewisse Grundfitness mitzubringen, muss man kein durchtrianierter Leistungssportler sein, um an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Es geht hier vielmehr um Mut, Lebensfreude und Kameradschaft. Und das sind die Werte, die ein solcher Crosslauf eben bei den Teilnehmern ausbilden soll. Nach einem Crosslauf geht man mit mehr Selbstbewusstsein, Lebensfreude und hin und wieder auch mit neuen Freunden zurück in den Alltag. Das ist die Message, die dabei rüberkommen soll.

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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