Gute Angewohnheiten aufbauen und die Lebensqualität verbessern

(Last Updated On: 17. Dezember 2014)

Heute geht es um das Bilden guter Angewohnheiten.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, für regelmäßiig auftretende Probleme  entwickelt er lösungsverfahren, die er optimiert und danach verinnerlicht, um sie fortwährend zu wiederholen. Ihr kennt dieses Phänomen vielleicht bei bestimmtne alltäglichen Abläufen, wie etwa der Morgentoilette oder dem Wocheneinkauf. Mit der Zeit werdet ihr beispielsweise eure Einkaufstour immer weiter optimieren – das ist ein Prozess, der sich sozusagen selbständig fortführt. Irgendwann wisst ihr auswendig, wo welche Abteilung und wo innerhalb dieser Abteilung welcher Artikel ist, der für euch interessant ist, beispielsweise ein spezielles Müsli. Irgendwann beginnt ihr dann damit, den Weg durch den Supermarkt zu optimieren, das heißt die Wege von einem Artikel zum nächsten möglichst kurz zu halten.

Irgendwann wird das ganze für uns keine Tätigkeit mehr, bei der wir effektiv über sie nachdenken müssen, sondern irgendwann wird daraus eine Art Ritual, ein routinierter Ablauf, den wir zu regelmäßigen Zeitabständen durchführen. Der Mensch wird dadurch effizienter

Leider ist es aber so, dass der Mensch auch von Natur aus faul ist. Diese Natureinstellung habt ihr hoffentlich aufgrund der vorangegangenen Posts dieser Kategorie bereits abgelegt. Worauf ich jedenfalls mit dieser Aussage hinaus will, ist, dass der mensch diesen Prozess der Angewohnheiten und deren Optimierung nur dann durchführt, wenn es gilt irgendwelche Probleme zu lösen, wie etwa einen wöchentlichen Einkauf im Supermarkt.

dabei können regelmäßige Rituale als gute Angewohnheit wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Regelmäßig Sport treiben ist ja beispielsweise so eine Angewohnheit – oder selber kochen. Das ganze lässt sich aber noch weiter spinnen.

Ich möchte euch ein bisschen Inspiration liefern und dadurch euren Horizont erweitern, wie umfangreich diese positiven Angewohnheiten nutzen kann.

Wie man gute Angewohnheiten aufbaut

Zunächst einmal muss man den Entschluss fassen, eine solche Angewohnheit aufbauen zu wollen. Das bietet sich meist an, wenn ihr euch in einem Bereich verbessern wollt, wie etwa eure berufliche Fachexpertise, euer Allgemeinwissen, eure sportliche Leistungsfähigkeit etc – besonders dann, wenn dieser Bereich eine persönliche Schwäche von euch darstellt. Positive Angewohnheiten eignen sich perfekt zum Bekämpfen persönlicher Schwächen in Bereichen, in denen man bisher keine guten Leistungen erzielen konnte. Andererseits bieten sich positive Angewohnheiten auch zum Verbessern der eigenen lebensqualität an – man könnte sich beispielsweise vornehmen, regelmäßig bestimmte Festivals, Veranstaltungen oder Messen zu besuchen oder sich vornehmen, jedes Jahr Kultur- oder Sporturlaub zu machen. Wenn man sich dies fest vornimmt und auf Basis der hieraus resultierenden Erfahrung und motivation den Prozess optimiert, hält man sich bestimmt eher daran, als wenn man einfach nur den Wunsch hat, Urlaub zu machen.

Um eine solche Angewohnheit aufzubauen, braucht es disziplin. Ihr müsst mit der Tätigkeit zu einem Zeitraum beginnen, in dem ihr sicher sein könnte, dass ihr sie mindestens 30 Tage am Stück durchziehen könnt. Nach diesen 30 Tagen kann ruhig mal eine Phase kommen, an der ihr unterbrechen müsst – 30 Tage genügen in der regel, um sich an etwas zu gewöhnen und den Wunsch und die Erinnerung für eine spätere Rückkehr zu dieser Angewohnheit zu erhalten. Dabei ist es wichtig, dass ihr innerhalb dieser 30 Tage die Angewohnheit wirklich oft wiederholt, am besten täglich. Ihr werdet während der Anfangsphase auf Probleme stoßen. einfache Ausprägungen davon sind beispielsweise, dass ihr bei eurem Gang zum fitnessstudio bestimmte sachen vergesst, wie euren Mitgliedsausweis, ein Handtuch, etwas zu trinken oder Ähnliches. In der Anfangsphase gilt es daher, diese Angewohnheit insoweit zu perfektionieren, dass ihr solche anfangsfehler nicht mehr macht und ihr euch daher mehr auf die angewohnheit an sich konzentrieren könnt.

Versucht außerdem, euch langsam zu steigern. Nicht gleich Vollgas probieren. Wenn ihr euch vornehmt, auf einen Marathon zu trainieren und daher teilweise Trainingsläufe mit 2 Stunden Dauer absolvieren wollt, fangt trotzdem klein an, beispielsweise mit einer halben stunde, und steigert euch mit der Zeit.

Versucht, die Angewohnheit flexibel ausführen zu können. Es kommt immer etwas dazwischen. Deswegen solltet ihr dazu in der Lage sein, beispielsweise euer Training oder euer Selbstudium für die Schule oder Arbeit auch mal zu anderen Zeiten und an anderen Orten durchführen zu können. Dazu gilt es, die Möglichkeiten dazu zu schaffen. Ihr habt bisher immer zur selben Uhrzeit einen Trainingslauf absolviert? wie wärs, wenn ihr euch eine Stirnlampe und entsprechende warme joggingkleidung kauft, dann könnt ihr auch mal nachts laufen, wenn am Tag mal etwas anderes ansteht?!

Desweiteren solltet ihr Ablenkungen  so weit eliminieren wie möglich, beispielsweise irgendwelche schlechte Angewohnheiten, die euren Erfolg ausbremsen oder euch von der ganzen Angewohnheit an sich abdrängen. Bei Sport wären dies etwa Alkohol- und Tabakkonsum. Wenn ihr einen Lernmarathon absolviert, um euch das Lernen für ein Studium anzugewöhnen, solltet ihr vorher dafür sorgen, dass es in eurem Heim an nichts mangelt und ihr es gemütlich habt – wie etwa Lebensmittel. so müsst ihr nicht unnötig aus dem Haus (Gott klingt das nerdig). Weitere Ablenkungen können etwa unterledigte angelegenheiten sein, wie etwa Steuern, Versicherung, Kreditfinanzierung, berufliche Umstrukturierung, familiäre Probleme usw.

Frustration solltet ihr vorbeugen. Wenn ihr zu Beginn an bestimmten Dingen scheitert, sollte ihr euch motivieren und zunächst versuchen, die variable herauszufinden, an der euer Scheitern liegt. Wenn ihr trotz Training nicht sichtlich abnehmt, könnte es an der mangelnden intensität eures Trainings oder aber auch an einer falschen Ernährung liegen. Wenn ihr bei einer Sportart versagt, dann fragt euch beispielsweise, welche Muskelgruppen bei dieser Sportart stark beansprucht werden und wie gut diese bei euch entwickelt sind.

Es ist außerdem sinnvoll, sich gleichgesinnte zu suchen. Oftmals findet man im Umfeld niemanden, welcher die gleichen interessen verfolgt wie man selber – weil der mensch eben von Natur aus faul ist. Deswegen muss man vielleicht den Suchradius beim Aufspüren motivierter Leute erhöhen. Entweder man besucht Events oder Kurse, tritt einem Verein bei oder man bedient sich online-Communities aus dem Internet. Besonders im sportlichen Bereich treffen sich die Communities desöfteren zu gemeinsamen Workshops.

Vorschläge meinerseits für gute Angewohnheiten

Dauerhaft

  • Jeweils ein technisches und ein belletristisches Buch / Schriftwerk in einer Warteschlange zum Lesen haben.
  • Informiert bleiben über das aktuelle Tagesgeschehen
  • Auf dem aktuellen Stand bleiben in der beruflichen Fachexpertise: Fachzeitschriften lesen, fachbezogene Websiten besuchen usw.
  • Sich von Medien oder anderen Quellen inspirieren lassen – beispielsweise in Zeitungsartikeln auf der suche nach rhetorischen Stilmitteln sein.
  • Festhalten, wie viel man diesen Monat für was jeweils Geld ausgegeben hat
  • einen Kalender pflegen mit all seinen Terminen, am besten online in der cloud
  • ein Arbeitstagebuch führen mit den wichtigsten Ereignissen, Überstunden, genommene und  verbleibende Urlaubstage usw.

Täglich

Haushalt

  • Bettwäsche Lüften
  • Räume stoßlüften über die Fenster
  • Schuhe lüften
  • ausgiebig Frühstücken
  • Selber Kochen mit Salat als Beilage
  • Am Vortag schon das Essen für die Arbeit am nächsten Tag machen und einpacken (spart Kantinengeld)
  • Einmal am Tag einen Powernap machen, um über den Tag verteilt mehr Energie zu haben
  • Ausgiebige Körperhygiene dreimal am Tag, Mittags die Socken wechseln
  • Dehnen
  • Sport
  • Schulaufgaben machen, sich über die Prüfungsthemen einer geplanten Bildungsmaßnahme informieren und diese „vorlernen“
  • E-Mails checken
  • Post checken
  • Girokonto checken
  • Post und andere Unterlagen in die persönlichen Unterlagen einordnen

Wöchentlich

  • Schuhe innen und außen reinigen
  • Lederklamotten und Ledermöbel pflegen
  • Autowäsche / Lackpflege
  • Ölstand, scheibenwaschanlage, Kühlmittelflüssigkeit, Lichter und Luftdruck beim Auto überprüfen
  • Wäsche waschen inklusive Bügeln
  • Typische Haushaltsaufgaben: staubsaugen, Wischen, Rasenmähen, Gartenarbeit
  • Ein Technologie, ein technisches Gerät oder ein wissenschaftliches Phänomen zu verstehen zu versuchen
  • Einkaufen
  • ein gutes Medium konsumieren,w ie ein Game, einen Film oder ein Buch
  • Irgendetwas über ein gerne ausgeübtes hobby lernen, wie beispielsweise über eine Sportart
  • Etwas für euer Allgemeinwissen tun, beispielsweise über Wikipedia
  • eure regelmäßigen Abonnements (Zeitschriften, Youtube-Channels usw.) durchsehen.
  • im Verlaufe der Woche eure Lieblingswebsiten abklappern
  • nach aktuellen Neuheiten in der Medienwelt forschen (was läuft im Kino usw.)
  • einen Waschtag auserkoren

Haushalt

Monatlich

  • Irgendein fachspezifisches Thema in eurem Berufsleben einstudieren. Beispiel als Informatiker – eine Programmiersprache erlernen.
  • Auto warten – Ölstand, Reifendruck, Waschanlage etc.

Haushalt

  • Haus auf Schäden überprüfen und reparieren
  • Schauen, ob in eurem huashaltsinventar noch alles da ist
  • „Vorratsbestände“ überprüfen, wie etwa Heizmaterial, Haushaltsmittel, Hygienebedarf usw.
  • Haushaltsgeräte pflegen – wie etwa Filterbeutel beim Staubsauger leeren, Rasenmäherschneideblätter nachfeilen usw.
  • Sich für ein neues Thema interessieren, sei es ein hobby  oder etwa ein wissenschaftliches Thema
  • jede Woche einen anderen Raum in der Wohnung intensiv reinigen inklusive Staubsaugen Wischen usw.

Jährliche

  • Die Steuererklärung machen
  • irgendein Festival / Event / eine messe besuchen
  • einmal im Jahr Kultur- und/oder Erlebnisurlaub machen
  • jedes jahr einmal ein neues hobby beginnen, eine neue Herausforderung meistern (wie etwa einen Marathon) oder etwas neues Lernen (wie etwa Sprachen- oder tanzkurs)
  • Jedem ein Jahr ein spezielles Motto verleihen. 2014 war für mich beispielsweise das Jahr der Musikevents und der Messen. Ich habe in den Genres Electro und Rock so ziemlich jedes angesagte Festival besucht sowie sehr sehr viele Messen, die ich schon immer mal sehen wollte.
  • Ziele fürs Neujahr festlegen und motiviert versuchen, sie zu erreichen
  • Einmal etwas dafür tun, dass man neue Leute kennen lernt (Verein beitreten, Event besuchen, Speeddating o. Ä.)
  • einen Finanzplan aufstellen – welche Ausgaben plane ich für das nächste Jahr, wie viel Geld muss ich noch für die zukunft ansparen usw.
  • einmal im Jahr etwas für die eigene berufliche Fortbildung tun
  • Einmal im Jahr etwas für die eigenen Finanzen tun (Sparplan, Festgeldkonto eröffnen, Aktuelle Empfehlungen lesen)

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

DaFRK

Andreas Loibl ist SAP-Berater, Ethical Hacker und Online Marketing Manager und schreibt auf seinem Blog DaFRK Blog über verschiedene Themen in den Sektoren Projektmanagement, Informationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung, Finanzen und Zeitmanagement.

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